Packen …

Packen …

Die letzte Woche habe ich nun noch mit einem Freund aus Panama in São José dos Campos in der Nähe von São Paulo verbracht.
Wir haben einige sehr gute Gespräche gehabt, auch welche die ich seit langer Zeit in der Tiefe schon wieder vermisst habe.

Über das Wochenende waren wir nun bei unseren beider Bekannten, den Mädels aus Kenia und Jamaika.
Die Damen wollten wieder für uns kochen, wozu sie den ersten Abend allerdings nicht kamen. Dafür sind wir dann Pizza essen gegangen. Allerding Rodízio de Pizza, das ist dann sowas wie All-you-can-eat, allerdings laufen die Kellner ständig an dir vorbei und bieten dir Pizza an… Mais, 4-Käse, Margarita, Schokolade mit Erdbeeren, weiße Schokolade mit Erdbeeren, Schokolade mit süßen Bananen … einige eignen sich klar eher zum Nachtisch, aber es war auf jeden Fall ein gelungener Abend. Wir hatten auch einige kontroverse Konversationen mit einem weiteren Freund der beiden Mädels, einem Englischlehrer aus Trinidad, der auch zur Nazizeit eine kontroverse aber differenzierte Meinung hatte. Es war wieder einmal Ideenreiben und Reflektieren, was mir schon länger gefehlt hatte.
Dafür gab es dann am nächsten Morgen bombastisches Frühstück, jede Menge jamaikanischer Musik und auch ein geniales Abendessen mit Tortillas und Salat. Allerdings musste ich mich dann schon von einem guten Freund aus Indien und eben jenem aus Jamaika verabschieden, was doch sehr schwer fiel.
In den letzten Tagen habe ich mich so langsam temperaturmässig schon wieder Richtung Deutschland begeben. In Brasília, 45-40, in Ribeirão, 25-20, in São Paulo, 12-18 und demnächst dann Hamburg … Ich erscheine langsam bei euch da drüben … 🙂

zu Hause…?

Nun bin ich wieder in Ribeirão Preto, meinem Heimat LC hier drüben
(und habe auch gleich in einer Legislationssitzung gesessen und ein paar Änderungen vorgeschlagen, aber
es war gut um Freunde wieder ein mal zu sehen 🙂 ).
Die Diskussionen in den letzten Tagen waren gut, auch wenn es halt um Abschied ging, für einige auch von AIESEC,
weil Teile der Familie Krebs haben (5 Leute davon getroffen) oder weil sie jetzt ein Kind haben u.Ä.
In Brasilia gab es auch spontane Entzündung der Vegetation wegen der Hitze und nun bin ich wieder bei 25 Grad, etwas
kühler und frage mich wann ich die neue Trainee hier sehe :). Am Flughafen von Brasilia haben wir auch eine
Trainee aus Mexico abgeholt, die in der Firma eines AIESEC Alumnus arbeiten wird. Wir waren dort mit 20 Leute und
als sie ankam kam kurz vorher auch gerade eines der berühmtesten Fußballteams aus Brasilien an – da war jede Menge los
mit Trommeln und co! Ein Mädel hat sich eine Kamera geschnappt und die armen Spieler dann auch gleich ein bisschen
durcheinander gebracht :). Als die Mexikanerin ankam haben sie die ersten auch gleich umarmt und auch ihr Chef, der
gerade von der Arbeit kam und deswegen noch im Anzug war. Allerdings ging seine Umarmung gleich in ein TchuTchu über, was
heißt dass wir mit 4 Leuten einen Kreis bilden und um sie rumspringen. Das kleine Mädel in der Mitte nach 30 Stunden Reise
war dann etwas verwirrt. Noch mehr dann als er sich dann auch gleich als ihr Boss vorstellte und fragte wann sie anfangen wollte
zu arbeiten :P. Manchmal doch etwas fies…

Ich habe von ein paar Leuten in Hamburg gehört dass sie mich auch wie einen Trainee begrüßen wollen – mal gucken was daraus wird. 🙂

Soweit erst mal wieder lieben Gruß aus Brasilien,
Euer Felix

Langsamer Abschied …

Meine letzten Tage in Brasilien …

Nun bin ich gerade auf einer kleinen Reise durch Brasilien um mich noch mal zu entspannen und mit einigen Freunden ein bisschen intensiver zu reden – was bisher großartig funktioniert! 🙂

In Goiania kam ich bei Gustavo, einem Freund unter, der im obersten Stockwerk, dem 15., eines Hochhauses wohnt und einen großartigen Blick über die gesamte Stadt hat. Dort habe ich auch eine Abschiedsparty von den Goianiern gehabt. Die ging dann bis 9 Uhr morgens und so ziemlich alle die mir wichtig waren in der Stadt waren dort und haben mich dann auch zum Busbahnhof begleitet. Es fällt mir echt schwer weiter zu ziehen, aber es warteten halt noch mehr Freunde auf mich :P.
So bin ich gerade in Brasília, der Hauptstadt Brasiliens, wo ich ursprünglich hätte hingehen sollen um mein Praktikum zu machen. Mit der Managerin dieses Praktikums hatte ich nun schon mehr als 11 Monate probiert ein bisschen länger persönlich zu sprechen und erst nun funktioniert es richtig – besser spät als nie! Dabei sind dann auch einige Diskussionen über die Zukunft von uns beiden und co … (nein, wir sind kein Päarchen :P).
Seit ich hier nach oben gekommen bin (Goiania und Brasilia) hat sich auch die Temperatur extrem geändert. Von ca. 20 Grad in São Paulo auf 35 Grad und leichtes Wüstenwetter, was hier zu dieser Jahreszeit angesagt ist. Davon versuche ich noch so viel wie möglich mit zu nehmen, bevor ich wieder zurück komme … Was anscheinend auch für AIESEC Veranstaltungen gilt, wo ich Vorträge über meine Erfahrungen und co halte, aber auch zumindest die AIESECer auf einem Haufen habe und mit meinen Freunden sprechen kann.

Nun reise ich noch weiter nach Ribeirão Preto und gucke ob ich noch Rio de Janeiro oder andere Städte mit einbinden kann in die Route.
Zumindest komme ich auch langsam dazu die noch 400 ansgesammelten Emails seit Anfang des ICs zu lesen (ca. 300 weitere habe ich schon durch, juhu!) und meine Rückkehr nach Deutschland zu planen. Dabei habe ich dann gemerkt dass ich wohl meinen Plan, für AIESEC International zu kandidieren, noch ein Jahr nach hinten schieben muss, was dann zusammen mit den Meldungen dass der IM Verantwortlich für Brasilien abgesetzt wurde (für dessen Position ich ca. 9 Monate mit gearbeitet habe) und dass eine Freundin von einem Auto angefahren und gestorben ist, doch etwas reingehauen hat auf die Stimmung drückte.

nach dem Internationalen Kongress ….

Nun kam ich doch wegen so einiger anderer Herausforderungen nicht dazu meinen Blog zu aktualisieren und ich glaube die Situation momentan kann ich dann doch noch besser in Deutsch für euch beschreiben – also freut euch wieder auf eine deutsche Fortführung des Blogs :).

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Nun ist der IC langsam vorbei und ich bin echt in gewissen Teilen am Ende. Das ist auch der Grund warum ich leider nicht dazu kam euch zwischendurch auf dem Laufenden zu halten, aber das versteht ihr vielleicht auch wenn ihr ein bisschen weiter lest.
Es war eine krasse Erfahrung, sowohl im Positiven als auch im Negativen.
Gewachsen bin ich vielleicht noch ein Stück, allerdings wieder anders als ich es erwartet hatte.
Ich hatte ein Team mit verdammt starken Persönlichkeiten, einem Mädel, dass in Kanada schon ein eigenes AIESEC Büro mit aufgebaut hat und schon sich für das nationale Kommittee beworben hat. Einen Inder, immer proaktiv und vorantreibend, aber halt auch treibend… Sergej, meinen Vorgesetzten / Vize Präsident Informations Systeme, öfters mal ein Dickkopf und dann Pablito, Brasilianer, der Ruhepool des Teams. Der größere Teil des Teams hatte sich beworben nicht weil sie in dem Bereich direkt arbeiten wollten, sondern eher weil es Mittel zum Zweck war noch andere Sachen zu lernen oder auch einfach zum Kongress zu kommen. Irgendwie war ich dazwischen und es kam so einiges anders als gedacht.

Man gewöhnt sich mit der Zeit daran dass das Internet nicht funktioniert und die Leute das meistens dann bei einem Abladen. Man gewöhnt sich auch an 6 Wochen mit 4-5 Stunden Schlaf pro Nacht. Und an das Lächeln danach wenn einen Leute das 1000. Mal nach Sachen fragen. Oder verlangen dass man um 2 Uhr morgens “das Internet repariert”, obwohl man das Hotel teuer dafür bezahlt hat dass es funktioniert und dann geht es doch wieder regelmässig den Bach runter.
Was an Schwierigkeiten bleibt ist ein Vorgesetzter, der anstatt einen zu unterstützen einene eher behindert und einem in die Parade fährt. Der das Team vereint, aber nur darin, dass es ihm nicht traut. Zumindest einiges davon hat sich zum Ende hin ein wenig gebessert. Allerdings fuhr auch einer meiner Teamster 3 Tage vor Ende des Kongresses schon früher zurück weil die Uni die Deadline zum Einschreiben für ihn vorverlegt hatte. Eine andere war die Zeit über fast durchgehend krank und verlor dauernd ihre Stimme. Zumindest gab es noch den Ruhepool auf den man sich verlassen konnte. Allerdings arbeiteten alle sehr dadurch auch am absoluten Limit. Wie gesagt eine neue Herausforderung. Dabei dann noch dem Anspruch gerecht zu werden dass sich alle entwickeln und das Meistmögliche an persönlicher Entwicklung mitnehmen wird dann schwierig. Ich hatte zumindest noch Leute auf die ich bauen konnte und bin durchgekommen. Wieder eine intensive Erfahrung …

Ich kam leider nicht so sehr dazu vom Internationelen Kongress so zu profitieren wie ich es mir erhofft hatte. Zumindest einige Leute konnte ich kennen lernen, aber man wird von vielen einfach weggerufen und freut sich irgendwann wenn man eine Mahlzeit in mehr als 3 Minuten zu sich nehmen kann. Ich sollte froh sein dass ich überhaupt zum Essen kam.
Einige der Kontakte haben sich nun erst hinterher gezeigt, als ich endlich mal ein bisschen zum Entspannen und mehr zum Reden mit den Leuten kam. Ich habe ein paar sehr schöne Tage in São Paulo mit Freunden verbracht. 2 davon waren wieder eine Konferenz, bei der ich wenig schlief, allerdings auch den exMCP von Kolumbien kennen lernte, der während seiner Zeit massig bewegt hat und ein bisschen seine herausfordernsten Momente mit mir geteilt hat. Einige der Freundschaften vom organisationskommittee konnte ich erst jetzt so richtig festigen, aber ich bin froh dass sich aus einer spontanen Verabredung doch noch der beste Tag seit 2 Monaten für mich entwickelt hat – alles nach dem IC!
Nichtsdesdotrotz haben wir eine Konferenz abgeliefert, von der die Leute meinten dass es die beste seit so einigen Jahren wenn nicht sogar die beste überhaupt war. Etwas worauf man stolz sein kann und jede Menge Danksagungen die einen wieder aufmuntern. 🙂
So einige der Sachen von dem was ich gelernt habe werde ich wohl auch erst später mitbekommen, wenn es sich zeigt worauf es ankommt.
Nun werde ich noch ein bisschen in Brasilien herumreisen und einige Freunde besuchen bevor es in Deutschland dann wieder auf Wohnungssuche und auf die nächsten Konferenzen geht.
Ich hoffe es wird für mich auch weiter eine Zeit der Reflektion, so wie ich es die letzten 3 Tage geniessen konnte. Ich hoffe euch alle bald wieder zu sehen (einige weilen ja leider schon wieder in anderen Gefilden).
Wartet auf mich …. 🙂

PS: Fotos kommen auch demnächst wenn ich wieder Zeit dafür finde 🙂

dt Brot, Bankraub, Flugzeugunfall und die nächste Konferenz

So Leuts, lange ists her mal wieder. Klar dass mit der Zeit die Einträge nicht mehr alle 3 Tage kommen – es gibt halt weniger Neues, aber nun dann halt doch mal wieder ;).

Am Mittwoch geht die nationale Konferenz los und ich werde das Thema Information Management zusammen mit dem Präsidenten von AIESEC in Brasilien vorstellen und dann auch gleich noch 2 weitere Workshops halten ;). Man lernt echt nie aus und the Sky is the limit ;).

Bei der Konferenz gibt es auch ein sogenanntes Global Village, bei der alle Trainees / ausländischen Praktikanten ihre heimatländer kulinarisch vorstellen. Auf der Suche habe ich bei Walmart Dreikorn-, Vollkorn- und Fitnessschwarzbrot gefunden :D. Da schlägt das Herz doch gleich ein wenig höher, auch wenn es etwas teurer war (500g ca. 4 Euro). Ich habe mir gleich den Abend noch Schwarzbrot mit Spiegelei gegönnt. Das tat mal wieder gut ;).

Am Samstag war ich auf einem Konzert, dass eher folklorisch angehaucht war mit Musik aus dem Norden, die mir allerdings ganz gut gefallen hat (Maracatú, ein bisschen Samba und andere bahianische Rythmen). Das ganze fand in einem Amphietheater statt und am Ende tanzte die Hälfte der Zuschauer auf der Bühne mit (ich war auch dabei). Echt ein gelungener Abend und CDs habe ich auch gekauft ;).

Das Wochenende vorher war Ashley mit seinen Modellfliegern auf Piste den ganzen Tag und hat leider über eins der Flugzeuge die Kontrolle verloren gehabt. Dabei ist es zu Boden gegangen und einmal gebrochen. Kurz vorher ist es allerdings noch seitwärts zwischen zwei Passanten haarscharf vorbei geflogen. Es war echt der Horror für ihn – lieber das Flugzeug wäre abgebrannt und nix passiert als das hier …

Ich habe auch mit einem Brasilianer gesprochen, der in Portugal war und dort Geld bei der Bank abheben wollte.
Der Schalterbeamte guckte nur verdutzt aus der Wäsche und verstand ihn irgendwie nicht, obwohl beides Portugiesisch war. Er meinte erneut “Ich will nur Geld abheben. Ich habe auch ein Konto hier!”
Nachdem er immer weiterverwiesen wurde und am Ende auch der Manager der Filiale kam wurde es schliesslich aufgeklärt, da Portugiesisch nicht gleich Portugiesisch ist ;).
Der brasilianische Begriff für “Geld abheben” heisst in Portugal “Bank ausrauben” und “ich habe ein Konto” heisst soviel wie “ich bin schon bei der Polizei registriert”. Er hat sich danach echt vor Lachen weggeschmissen ;).

São Paulo, die Ankunft des Vaters und eine Taufe ;)

Am Wochenende war ich wieder in São Paulo, um dem Hotel für den Internationalen Kongress schon mal einen Besuch abzustatten, über Internet und das Kabelnetzwerk zu verhandeln und mir schon mal ein Bild zu machen. Internet über Parabolantenne habe ich bisher nur in Norwegen mal gesehen – man lernt doch nie aus ;). Es war schon gut, sich einmal vorzustellen, wo der Kongress nachher stattfindet – vor allem jetzt, weil auch die anderen Teammitglieder (Teamleiter und Teammitglieder) ausgewählt sind. In meine Team sind das ein Inder, der gerade in den USA lebt, eine Kolumbianerin (Frauenquote in der IT, yeah!) und ein Brasilianer, neben meine Boss aus Lettland natürlich ;). Wird wohl ne Mordsgaudi >:D.

Am Sonntag Abend war ich noch mit einem Freund in einer Live Sambabar, wo seine Schwester die Sängerin war – es war echt ungewohnt wieder europäische (teure!) Preise zu sehen :P. Wir hatten unseren Spass, auch wenn ich noch nicht ganz so viel Samba gelernt habe. 😉

Am Montag dann (der hier ein nationaler Feiertag war aufgrund eines berühmten Kriegshelden – Tiradentes, der vorher Zahnarzt war – deswegen heisst Tiradentes auch “Zähnezieher”) kam der gewählte Präsident von AIESEC International für das nächste Jahr vorbei! So ziemlich die höchste Person in AIESEC ;).
Mit Mauricio, dem Präsidenten von AIESEC in Brasilien habe ich zusammen den Tag über gewartet. Auf Wahlergebnisse, ob Mauricio nun auch zu AIESEC International aufsteigt. Eigentlich sollten die Ergebnisse schon um 6 Uhr morgens klar sein.

Es kam aber nix!

Einige Zeit später klingelte dann das Telefon … wieder nix…

Einige Zeit später rief dann AIESEC Int. an! Allerdings nicht für ihn, sondern ein weiteres Mädel, dass sich beworben hatte und schon seit Freitag wusste, dass sie angenommen war! 😛

Als dann schliesslich um 17 Uhr der Präsident von AIESEC International (kurz PAI, was auf Portugiesisch eigentlich “Vater” heisst 😉 ) landen sollte, hatte Mauricio schon so einige Runden Bier spendiert und war gerade auf “hm, eigentlich-kann-der-mich-gerade-mal”-Tour. Wir haben ihn dann aber trotzdem vom Flughafen abgeholt – umsichtig im Taxi natürlich ;).
Er kam schon früher an und wartete lächelnd am Flughafeneingang auf uns … sagen wollte er aber trotzdem noch nix! 😛

Nach einem Besuch des WCs und Kaufen von neuem Bier baten wir dann einen Passanten ein Bild von uns zu machen. Auf dem Bild wurde dann Mauricio zum “Aiesec international Vice President Organisational Development and Structure” getauft ;).

Den Abend hat er dann noch für uns gekocht (typisches Essen aus Santa Maria, dem Süden, bei den Gaúchos, wo die meisten Deutschen auch wohnen – es war ein bisschen vertrauter als das andere Essen bisher) und es hat Bombe geschmeckt!
Mit dem PAI habe ich mich auch noch zwischen ein paar Bierchen 40 mins unterhalten, bevor ich dann um 23 Uhr wieder los musste, weil mein Bus abfuhr, der dann um 4.30 morgens in RP war ;). Das Wochenende war echt genial :D…

Mehr Fotos wieder hier!

Piracicaba – oder Europa?

So war ich denn dieses Wochenende in Piracicaba (der Name heißt so viel wie “wo die Leute bleiben”), mich ein bisschen entspannen, aber wie es schien auch wieder ein bisschen europäische Luft schnuppern! Ich bin endlich dazu gekommen der Einladung von Sara und Renata zu folgen und “ihre” Stadt zu sehen. Die Stadt an sich ist sehr hügelig, so dass ich mit meinem Schnupfen und zuer Nase öfters mal Druckprobleme hatte (in den Bussen zu den anderen Städten über Nacht habe ich mich wohl erkältet), aber es gab wie gesagt auch andere europäische Aspekte.
Die Stadt wurde von Europäern gegründet (wohl von Niederländern) und die Fabrik von damals ist auch heute noch gut erhalten und in ein Kulturzentrum umgewandelt. Ich fühlte mich echt zurückversetzt. War gut zum Entspannen :).

Genau wie der Lachs am Abend und die Wasserfälle (ich fühle mich echt wohler beim Wasser und in Ribeirão haben wir einfach nicht so viel).



Allerdings gab es in der (Agrikultur-)Uni auch Straßenschilder mit “max 22kmh, max 32kmh” – ist das typisch deutsch? 😛
Ich hatte das erste mal Feijoada, seit ich hier bin! Die typisch brasilianische Restespeise, genau wie Bortscht in der Ukraine, Ratatoullie in Frankreich oder Pizza in Italien. Ursprünglich waren da dann halt auch Schweineohren und co mit drin, aber diesmal war es sogar relativ fettfrei ;). Hat echt gut geschmeckt :D.

Hier habe ich auch die erste wirkliche Rock-/Metalkneipe in Brasilien gesehen. Den Abend haben sie Judas Priest und Helloween Cover gespielt, aber die Mädels waren leider zu müde zum gehen. Denn wohl beim nächsten Mal :)…

Alle Fotos

Im Supermarkt fiel mir heute auf, wie langsam mal wieder die Kassierinnen sind. Jede Person wird so bedient, dass man 2 Großmütter mit 50 Teilen durchschleusen könnte, wenn sie bei Aldi sind. Zudem zahlt hier wirklich JEDER mit Karte (außer mir), so dass mit falscher Pineingabe das ganze noch mal länger dauert …

Londrina, Konferenztrainer, Abschied und ein Fernsehinterview

Das Wochenende war mal wieder genial 😉 .
Londrina, die Stadt mit der grössten japanischen Bevölkerung Brasiliens, hat sogar ein bisschen europäisches Flair, zumindest im Vergleich mit den anderen Städten 😉 . Es wurde auch ursprünglich Engländern gegründet, wie der Name schon vermuten lässt …
Die Konferenz war auch genial professionell organisiert. Zwei Trainees, die aus Malaysia / Guatemala zurück gekommen sind haben hier AIESEC aufgezogen und beiden haben schon als Trainees auch als Trainer trainiert und solche Workshops gegeben. (Daniel nicht nur in Guatemala, sondern auch Costa Rica – 2 Tage Busfahrt). Hier kommt echt noch Begeisterung und Flair durch 😉 . Und wo sonst bekommt man die Chance mal mit Berbel (männlich) zu trainieren? 😉
Und wieder jede menge Freund mehr 😉 . Ich habe auch einen anderen Felix getroffen! Wenn auch nur im Nachnamen, weswegen der LCP mich dann immer Richard rief 😉 .

Am Montag gab es dann die Abschiedsparty für die andere Praktikantin aus Finnland, die nun schon wieder weg ist.
Tarek aus Dubai geht nun am Ende der nächsten Woche und Claudio, der Chilene auch innerhalb der nächsten 2 Wochen – danach bin ich erst mal allein, bis wieder weitere Trainees kommen, was aber noche in bisschen länger dauern kann … 🙁

Am Mittwoch habe ich hier sogar im regionalen Fernsehen ein Interview gegeben, dass am Donnerstag ausgestrahlt wurde und ich probiere gerade meine Griffel dran zu bekommen 😉 .
Wenn ich es finde, lasse ich es euch wissen 😉

Mehr Fotos wieder hier.

Goiania

Meine zweite Konferenz als Trainer und diesmal auch als Coach – helfen den Information Management Bereich aufzubauen – war mal wieder ein voller Erfolg :). Es waren auch 2 Mitglieder des nationalen Vorstands da. Die Stadt gibt es seit ca. 60 Jahren und hat mit Brasília, der Hauptstadt so ein bisschen eine Köln – Düsseldorf Rivalität, eigentlich, aber weil AIESEC in Brasília das LC vor Ort gegründet hat waren wir eine gute Mischung aus beidem :).
Direkt als ich angekommen bin, haben die Leute nicht nur mich, sondern auch den netten Herrn Straßenhütchen vom Parkplatz vor den Augen der Wachpolizei mitgenommen (ok, sie haben gerade nicht geguckt :P). Weitere Begleitung fand dieser dann noch von einem Stück Styropor “genau sowas habe ich für meine Gruppendynamik gesucht!”, bis der Fahrer es dann vergaß, und da es auf Grund der Größe sowieso eher ein Sonnen-(und nicht Schatten, sprich im Auto)dasein fristete, überlebte es die Beschleunigung auf 60km/h nicht und schied wieder von uns :P.
Dafür bekam der Straßenhut noch den Namen “Funfa”, und bis zum Schluß konnte den keiner erklären :P.

Die Leute waren echt gut drauf und ich habe echt Lust zurück zu kommen :). Da meine drei Mitbewohner ja alle aus der Gegend kommen, dürfte das glaube ich auch noch demnächst mal möglich sein. Jede Menge Einladungen habe ich auf jeden Fall schon :).



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