12.09.04

Das Wochenende war so ziemlich von Wandern und Sport bestimmt. Am Samstag erst um 6 Uhr joggen, dann eine Wanderung auf einen nahen Berg und wieder zurück, ca.12 Kilometer. Den Abend haben wir dann in der Afrobar verbracht, da gab es dann auch ziemlich europäische Musik undman konnte gut tanzen. Hat sich auf jeden Fall gelohnt!Am Sonntag erst um 5:30 Joggen gegangen, für ca. 30 Minuten, da es ziemlich schwühl war und wir um 6:30 zu einem Ausflug in das Heimatdorf von einem der Schnitzer gegangen sind. Dort haben wir ein bisschen getrommelt, eine Sodabidestille besucht, den nahen Berg bestiegen und so einiges über die Route erfahren, die den Berg hoch geht, wen die Geschichte nicht interessiert, der kann den nächsten Absatz überspringen. 😉

Die Route, die den Berg hochführt, war früher eine Handelsroute der Deutschen von Togo nach Ghana, das direkt auf der anderen Seite des Berges liegt. Es gab auf dem Gipfel eine Hütte, um den Verkehr zu kontrollieren und gleichzeitig ein Kommunikationsrelai zwischen einem Posten im Westen in Ghana, der ca. 70km, einer Burg in den Bergen im Süden, die ca. 80km und der Stadt Kpalimé die ca. 40km weit weg war.
Als die Franzosen das Land nach dem ersten Weltkrieg besetzten, wurden die meisten Dokumente der Deutschen vernichtet, deshalb sind nur noch Überlieferungen bekannt. Deshalb weiß man unter anderem nicht, ob in dem Haus auch Waffen gelagert wurden oder nicht. Kurz unter dem Standpunkt der Hütte fanden die Deutschen auf jeden Fall Gold und Erdöl und rollten einen Stein vom Hügel herunter, um die Stelle zu markieren. Einige Sachen der Deutschen waren aber auch gut versteckt, so fanden die Franzosen nur durch Zufall eine Flasche unter einem Stein, in dem der Plan für eine Brücke über den naheliegenden Fluß war, die sie auch sofort gebaut haben . 😉

Einige waren dann auch noch auf dem Gipfel, unter anderem auch ich, und haben nach Ghana rübergeguckt und nette Fotos gemacht. Die Tour auf den Berg war ca. 3-5 Kilometer lang, teilweise musste der Weg erst noch mit der Machete freigeschlagen werden ;). Die anderen waren derweil im Dorf und haben dort mit geholfen Fufu zu stampfen. Als wir zurück kamen, wurde schon ein bisschen Sodabi getrunken, einige Leute hatten den Abend leider zuviel davon! Aber sonst haben wir noch Fufu gegessen, zusammengepackt und waren bei Einbruch der Nacht wieder am Bus, der uns dort hin gebracht hatte (von der Ausstiegstelle mussten wir noch ca. 30 Minuten durch den Busch laufen). Nach einer ziemlich lauten Fahrt waren wir gegen halb 8 wieder in Kpalimé.
Den Abend ging es dann noch wieder rüber zu Falk, Fotos abliefern und Videos angucken ;). Danach haben wir noch ca. 1- 1,5 Stunden diskutiert und sind dann ziemlich erschlagen ins Bett gegangen!

09/12/04

The weekend was dominated by sports and long promenades throught the countryside. On saturday we went jogging at 6 am and went for a wolk up and down the mountain, about 12 kilometres. We spent the evening in the “Afrobar”, there we had some pretty european music to dance to and it was quite nice!
On sunday we first went jogging at 5:30am, for about 30 minutes, because it was pretty humid and we went on a trip at 6:30am to the home village of one of the wood artists. There we did a little drumming, visited a Sodabi destillery, climbed the nearby mountain and learned some stuff about the old trade route of the Germans over the hill, since Ghana was on the other side. Who is not interested in history can skip the next paragraph ;).

The route, that was leading up the mountain was a former trade route of the Germans from Togo to Ghana, which is directly on the other side of the. On the summit was a watch post, to keep an eye on the traffic and be a communications relay between a post in Ghana, about 70km away, a castle on the next mountain to the south, about 80km away and the city of Kpalimé, about 40km away.
When the French occupied the country, most of the documents of the Germans where destroyed, that is why there are only oral transmissions left. Because of that it is not certain if the post was also used as a weapons depot. Right under the position of the hut the Germans found some oil and gold; to mark that place, they rolled a boulder down the mountain. But some secrets of the Germans where also well hidden. The French found a bottle with the blueprints for a bridge next to a river and built it immediately. 😉

Some, for example me, also went to the summit took a look over Ghana and made some nice pictures. The tour was between 3-5 kilometers long, we partially still had to cut our way through the woods with a machete ;).
Meanwhile the others were already back in the village to stomp some Fufu (traditional food, a luxury, because it takes a lot of time to make it). When we came back, some had already drunk some sodabi, some of them even little bit too much ;(! After that we still ate some Fufu, and were back at the bus, which had brought us there (from the drop off place we still had to walk about 30 minutes through the bush). After quite a noisy drive back home we arrived in Kpalimé at 7:30pm.

The evening I still went over to Falk, to see some pictures and videos. ;). After the following debate of about 1- 1,5 hours we were falling in our beds!

09.09.04

So! Gestern hatten wir erst einmal eine Sitzung aller Freiwilligen hier, um zu entscheiden, in welche Projekte man gehen kann. Ich hatte es erst ein bisschen falsch verstanden, als wir den Abend vorher ein Treffen gehabt haben um das Treffen vorzubereiten (der Verantwortliche für die Projekte, der neue Exekutivdirektor und ich), auf jeden Fall fing das ganze so an, dass der Projektverantwortliche das ganze als eine von mir organisierte Versammlung deklarierte und ich durch die Tagespunkte führen sollte. Die einzelnen Punkte hat er dann erklärt und ich habe sie übersetzt, aber irgendwie hatte er mir auf einmal die Verantwortung übertragen und mich als einen Ansprechpartner für fast alle Projekte eingesetzt. Es ging auf jeden Fall. Viele der Projekte sind noch nicht klar definiert und ein Hauptsatz von Campagne des Hommes (dem Austauschpartner auf dieser Seite) ist: Für viele Sachen brauchen wir Sponsoren, aber vor allem menschliche Ressourcen (klingt auf Französisch nicht so ausbeuterisch 😉 ) und Leute die das Konzept erarbeiten, damit wir Sponsoren etwas zu präsentieren haben! Wir sind hier nicht nur eure Auftraggeber, bringt euch selbst ein, ein paar Ideen gibt es, die ihr fortführen könnt, aber hinterlasst etwas, das bleibt bevor ihr geht!
Das hat mich erstmal positiv überrascht, und wir haben auch schon angefangen ein Sportfest im großen Stil zu planen. Das ganze dann mit dem Thema Aidsaufklärung zu verbinden und deutsche Sponsoren zu suchen. Da viele von uns einige Leute bei Pharmaunternehmen oder ähnlichem kennen, werden wir das Konzept vorbereiten und durchziehen. Das ganze soll im örtlichenStadion stattfinden, das ca. 3000 Leute fasst ( Kpalimé ist auch eine Stadt mit ca. 40.000 Einwohnern), ist also auch ziemlcih groß angelegt. Mal sehen, was daraus wird, aber der Abgeordnete, der dafür in der Stadt zuständig ist, sitzt mit in dem Theaterkomitee, in dem ich auch mitarbeite, er kennt uns also schon, das dürfte also kein allzu großes Problem sein. 😉
Aber es wird ein bisschen viel, wenn ich dann ab jetzt zwei mal die Woche Abendkurse gebe, ein großes Theaterprojekt sowie ein Sportprojekt, beide mit einer Laufzeit bis wahrscheinlich nächstes Jahr, sowie die Website für Campagne des Hommes, mit vorbereite und auch noch Englischunterricht an einer der örtlichen Schulen gebe… ;). Aber man wächst an seinen Aufgaben. Zudem bin ich auch noch das Sprachrohr für alle Freiwilligen, die etwas von Horace (dem Chef) wollen, wenn er gerade nicht da ist, und anders herum (ich bin nicht auf die Idee gekommen, die hatte Horace). Und dann helfe ich natürlich noch anderen Freiwilligen, wenn die etwas neues anfangen wollen. Bei der lokalen Trommelgruppe will ich auch noch mitmachen, die üben ca. 3 Mal die Woche. Es werden wohl ein paar spannende Monate.
Es gibt aber auch entspannende Momente, wie gestern:
Wir waren um ca. halb acht im Internetcafé und haben Emails geschrieben bzw. gechattet. Plötzlich kam ein Gewitter und nach ca. einer halben Stunde auch der dazu übliche Stromausfall. Als es uns dann ein bisschen zu lang wurde, haben wir alle Sachen, die nicht so nass werden sollten, in meinen Rucksack gepackt, und sind 2 km durch den Regen gelaufen. Da war es mal wieder kühl! Das hat man sonst nicht, und auch keine Überkopfdusche! Danach haben wir uns bei Falk (einem anderen Freiwilligen) noch ins Wohnzimmer gesetzt, genossen, dass sein Gastvater der Besitzer der örtlichen Bar war und wir noch ein paar große Cola trinken konnten und haben uns noch nur in trockenen Hosen da sitzend die neusten Fotos angeguckt, da ich gerade zwei neue Hosen vom Schneider abgeholt hatte 😉 . Hat ziemlich nette Fotos ergeben! (keine Angst, in ca. 3 Wochen bekommt ihr die auch zu sehen!) Soviel für heute, später mehr… 😉

09/09/04

Let’s see! Yesterday we had a meeting with all the volunteers to decide which projects everybody can participate in. At first I missunderstood the meeting we had had the day before, where we (Bruno, the responsible for the projects, Eric, the new executive director and I) “prepared” the meeting. The following afternoon I was suddenly responsible for the meeting and the different subjects, at least I was supposed to be the discussion leader, eventually he made me one of the contact persons for possible questions. During the meeting he explained the several projects and I had to translate into German for those who did not understand it. A lot of the projects are not defined yet, and we have to make the concept, do the screening and all that stuff. One of the main things Campagne says, is that they need sponsors for a lot of things, but mainly human ressources (sounds a lot less abuse in French) and people who develop the project, so that there is something to present to the sponsors. They are not only our employers, there are a lot of project ideas that you can develop, you can even come up with your own ideas, but do something that lasts and stays long after you are gone!
That was a positive surprise for me and we already started to plan a big sports week with soccer matches and stuff like that. The topic of it would be the fight against AIDS and we will look for German sponsors. Since some of us know people in the pharmeceutical industry we are pretty confident that we will find some sponsors. 😉 The whole thing is supposed to take place in the local stadium, that can hold about 3000 people (Kpalimé is a city with about 40.000 inhabitants), so we are planning on quite a big scale ;), but the responsible for sports here has a deputy in our theatre project, so that point should be easy ;).
It might become a little much, giving evening courses twice a week, doing the theatre and the sports project, the webpage for Campagne des Hommes and maybe still English lessons in one of the local schools, but one growths at one’s responsibilities. Besides that I am also the “liason volunteer” between the other volunteers and Horace (the President of Campagne) whenever one of them is not present (I did not come up with that idea, that was Horace). I also help volunteers if they have an idea for a project. The local drumming group also sounds interesting, I will try to take part in it as well, about 3 times a week. There will be some interesting months ahead!

But there are also some relaxing ones, like yesterday:
We went to the internetcafé at 7:30pm and checked our emails or were chatting, when the monsun came and after about half an hour also the brownout that is mostly following the rain. When we decided that it was too long to wait, we put all the stuff that was supposed to not become wet in my backpack and walked home. After about 500 yards we were completely soaked, but it was fun to walk the two miles! It was quite refreshing and besides, we had not had an overhead shower for quite some time!
After that we still went to Falk’s (another volunteer’s) house and relaxed in the living room, where we enjoyed that his hostdad was the local bar owner and we got some big cokes! Since I had just picked up two new pants from the tailor, we sat there in just pants and watched the new photos. We got some pretty nice pictures there ( don’t worry, you will get to see them in about 3 weeks! 😉 So much for now, c y’all!;)

06.09.04

Und mal wieder sind die nächsten (5) da! Jetzt sind wir 16, und der Sprachkurslehrer muss schon “Überstunden” schieben 😉
Einer (Falk) hat sogar einen Laptop mit, das könnte das Ganze mit den Fotos ein bisschen vereinfachen, müssen wir aber noch sehen; auf jeden Fall gibt es einen begeisterten Schachspieler mehr! 😉
Am Freitag und Samstag haben wir in unserer “Stammbar” einige Farbige gesehen, die uns allen ein Getränk ausgegeben haben, sie waren aber nach einem Liter Bier innerhalb einer Stunde auch schon gut dun. Der eine meinte auf jeden Fall, dass er ein Abgeordneter im Parlament von Togo sei und der andere der Chef einer der Radiostationen in Togo. Genug Geld hatten sie zumindest, als sie am Ende für drei Stunden soviel bezahlt haben wie hier andere in einem halben Monat zum Leben brauchen könnten! Sie wollten mir uns demnächst auch noch ein bisschen die umliegenden Dörfer und Berge erkunden, mal sehen was daraus wird.

09/06/04

And the next (5) have arrived! By now we are 16 and the language teacher for the volunteers already has to work extra hours! 😉
One of the volunteers (Falk) even brought a Laptop with him, so handling the pictures might become a little bit easier! We have got to see about that one, but we have a passionate chess player more!

On friday and saturday we met two colored people in a bar, that spend a lot of mmoney there and even someon drinks for us, but they also already had a liter of the beer within an hour!One of them claimed to be a representative of the parleament of Togo, and the other one the boss of one of the few radio stations in Togo. At least the money proved it, since they spent more in three hours than a lot of people here spent in half a month. They also want to discover the local villages with us, we’ll see what is becoming of those proposals…

03.09.04

Das mit dem Joggen kommt jetzt wohl regelmäßig.
Mittlerweile versuchen wir (Peter und ich) aber auch die Tradition zu starten, jeden Nachmittag um 4 Uhr eine Runde Schach zu spielen. Hat bisher 2 mal geklappt und es gefiel uns so gut, dass wir es jetzt wohl regelmäßig machen.
Dabei hat es bisher meist angefangen zu regnen, das erste mal haben wir während eines Gewitters draußen gespielt, war schon ein geniales Gefühl! Dabei noch eine Cola oder ein Bier… Ein Spiel dauert bisher ca. 60-90 Minuten und da wir bisher ziemlich ausgeglichen sind macht es auch Spaß.
Am Wochenende kommen jetzt die nächsten drei und das verschollene Gepäck der einen Austauschschülerin ist (zum Glück) auch schon wieder aufgetaucht. Zur Zeit haben wir hier jeden Tag einen Stromausfall, oft abends, so für 30-120 Minuten. Das führt dann immer zu “candle light dinner” ;). Der Stromausfall kommt immer auf Grund von Regen, wegen dem die Stromnetzbetreiber dann die Transformatoren ausstellen, damit kein Blitz einschlägt. Erst jetzt kommt es mir richtig wie ein Monsun vor: 10 Sekunden Vorwarnung, dann gießt es in Strömen. Man kann dabei aber gut einschlafen!

09/03/04

The jogging in the morning seems to become a tradition.
By now we (Peter and I) are also trying to start another tradition: playing chess every afternoon at 4pm. So far we did it two times and since we liked it, we will do it regularly.
It mostly started raining while we were playing, the first time we played during a thunderstorm, the feeling was quite fabulous! Together with a Coke or a Beer… A game lasts for about 60 to 90 minutes and since we are pretty even, it is a lot of fun.

This weekend three new ones will arrive and the lost luggage of the one of the volunteers seems to (fortunately) have reappeared!
At the moment we have brown outs every day for about 30-120 minutes because of the heavy rain. The power providers are turning off the transformators so that they do not get struck by lighning. That leads to “candle light dinners” almost every evening ;).
Only by now it seems like a monsun to me, since the rain gives a little warning of about 10 seconds, after that it is really pouring down! The sound really helps you to relax and fall asleep!