Typhoides Fieber, Abschiedsparties, Kanada und Lomé

OK, lange nichts geschrieben, dementsprechend viel passiert!
Mittlerweile habe ich mir auch eine Djembe bestellt und sie auch bekommen, bloss leider hatte ich noch nicht die
Zeit, sie auszuprobieren, denn seit ich mich bei dem Ausflug ein bißchen unterkühlt hatte, hatte ich
öfters Schüttelfrostanfälle, und zwar immer alle drei Tage. Beim ersten Mal untersuchen am nächsten Morgen haben sie nichts
gefunden, aber als ich mich beim zweiten Mal direkt mit den Symptomen in Beobachtung begeben habe, haben sie dann
typhoides Fieber festgestellt. Das ist zwar nicht Typhus, weil ich dagegen geimpft bin, aber eine Vorstufe davon.
Eine andere Freiwillige hatte es auch, aber hier hat fast jeder für die selbe Krankheit jeweils andere Symptome.
Ich wurde drei Tage im Krankenhaus stationär behandelt, und habe deshalb leider die Abschiedsparty von Tine verpasst,
die mittlerweile auch schon wieder abgereist ist. Julia, wieder eine andere Freiwillige hat kurzfristig ihren Aufenthalt verkürzt,
von 6 auf 3 Monate, und ist deshalb auch mit Tine geflogen. Zumindest hatte ich danach noch eine Wochen, um Sachen mit ihnen zusammen zu unternehmen.
Wenn ich zurück nach Berlin zum Nachbereitungsseminar, muss ich auch noch zwei Tage warten, weil sich der Flug nicht weiter nach hinten schieben
ließ; die werde ich dann wohl mit Tine zusammen verbringen, wie auch mit einigen anderen Freiwilligen, da hier doch so einige aus Berlin kommen!

Am Freitag haben die Schnitzer und einige andere Mitarbeiter von “Campagne des Hommes” dann einen afrikanischen Abend vorbereitet, der uns die
Eigenarten und Besonderheiten der afrikanischen Kultur näherbringen sollte. Das hat eigentlich auch ganz gut geklappt. Die erste Besonderheit an der
afrikanischen Kulur ist, dass nichts dann anfängt bzw. stattfindet, wann es soll, so auch hier. Nachdem wir eine 3/4 Stunde gewartet hatten, fing es dann
aber an und es war ein doch ganz schöner Abend mit durchlaufendem Programm. Das Ganze hat von 8 bis Mitternacht bzw. 2 / halb 3 gedauert.
Es war gleichzeitig auch der letzte Abend von Tine und Julia, die am nächsten Tag geflogen sind. Abschied fällt meist schwer, wenn man Menschen gut kennt…

Heute waren wir dann in Lomé – Falk, Konny, Petra, Abalo und ich. Die Anderen, um ihr Visum zu verlängern (außer Abalo, der ja gebürtiger Togolese ist)
und ein bisschen einzukaufen, ich primär um mir eine Mütze zu kaufen, da meine Haare mittlerweile doch schon ein bißchen länger geworden sind :).
Das mit der Mütze hat auch ganz gut geklappt. Erst wollten sie mir sagen, dass, wenn ich eine größere Mütze als die Vorhandenen haben wolle,
müsse ich Diese bestellen und später wiederkommen. Da ich aber keine Zeit hatte, haben sie bei einer Bestehenden noch drei Reihen dran genäht –
mehr bezahlt habe ich trotzdem nicht.
Vorher waren wir aber noch Pizza essen – Zwiebeln und Ei – das hat auch mal wieder Not getan!
Als ich den Anderen morgens noch beim Beantragen der Visas geholfen habe, habe ich auch eine Amerikanerin getroffen, die die Visa für sich und noch drei andere Freunde
mitnehmen wollte. Da sie nicht genug Französich sprach, habe ich ihr geholfen.
Falk, Abalo, Petra und Konny waren mit zwei Motos nach Lomé gekommen, ich wegen Platzmangel mit dem Taxi. Deswegen habe ich mir von der Visumsbehörde zum Einkaufen
auch noch ein Taxi mit den Amerikanern geteilt (es waren übrigens zwei aus den USA und zwei aus Kanada, die alle in Ghana studieren) und sie zum großen Markt begleitet.
Mehr Zeit hatte ich leider nicht, da ich wieder mit den Anderen verabredet war, aber ich habe prompt eine Einladung nach Kanada und in die USA bekommen, das ist doch auch schon mal was :).

Typhoid fever, Farewellsarties, Canada and Lomé

OK, long time no see, so a lot happenend!
By now I also ordered a Djembe and also got it, I just did not have the time yet to try it out! Since I got a little too cold during the last trip,
I had shaking fever several times, every three days, to be exact. When I went to the hsopital for the first time on a morning directly after the incident, they found nothing,
but when I went there the second time on an evening where I still had the symptoms, I stayed there for three days, because tehy discovered that I had typhoid fever!
That is not typhus itself, since I had a vaccination for that, but a prephase. Another volunteer also had it, but for the same sickness, everybody over here has different symptoms.
Because I stayed in the hospital, I unfortunately missed the farewellparty of Tine, another volunteer who already left by now. Julia, again another volunteer aborted her stay after
three months and skipped the other three remaining. So she left with Tine, but at least I still had a week after the hospital to do some last things with them.
When I am going to Berlin to the evaluation seminar, I will stay in Berlin a few days longer, since there were some problems with the tickets and we could not postpone them any longer,
but I think that I will spend them with Tine and some other volunteers, since quite a lot of them happend to come from Berlin.

On friday the artists and some other members of “Campagne des Hommes” prepared an african evening for us to show us the african traditions and customs.
That worked quite well, since an african custom is to start everything about 45 minutes after the official start.
Alltogether it was a nice evening with a full programm from 8 to midnight or 2:30 respectivly.
It was at the same time also the last evening of Julia and Tine, who took off the next day, it is always hard to say “good by”, when you know somebody pretty well…

So today we went to Lomé – Falk, Konny, Petra, Abalo and I. The others, to get their Visa extended (except for Abalo, who happens to be Togoian by birth), me primarily to get a cap for my hair, since it is starting to bother me
because it has grown quite a lot by now. The cap thing went quite well. At first they wanted to tell me that if I wanted a bigger cap than those which were available, I would have to wait another day, but when I said that I did not have
another day and did not know when I would come back, they made the cap a little bigger right then and there – but they did not raise the price at all.

Before we still went to get some Pizza – onions and eggs – that’s what I needed after four months without it 🙂
When I helped the others apply for the Visas in the morning, I also met an American, who wanted to pick up the Visas for her and some friends. Since her French was not quite sufficiant, I helped her a little bit.
Falk, Abalo, Petra and Konny had come to Lomé with two motos, so I had to take a cab – also in this case, so I shared one with the Americans (who happened to be two people from the United States and two from Canada
who studied all in Ghana) and acompanied them to the great market. I did not have any more time, since I had to get back to the others, but I got invitations to the United States and Canada – how’s that for the beginning? 🙂

Ausflug

Am Wochenende haben wir mal wieder einen kleinen privaten Ausflug gemacht, diesmal zu einem Wasserfall in der Nähe (30km von hier).
Einige von uns waren schon das letzte Mal dagewesen und einige ansässige “Fremdenführer” die einfach mitgehen, ohne gefragt zu werden und hinterher Geld fordern, wollten auch dieses Mal
ihren Teil haben. Beim letzten Mal hatten sie erst gesagt, dass es 500 für alle sei, was noch fast in Ordnung klnag, aber am Ende wollten sie 1000 CFA pro Person.
Diesmal sind sie dann wieder mitgegangen, auch wenn wir ihnen gesagt haben, dass wir sie nicht brauchen. Als es Streit gab, haben wir die Diskussion ans Ende verschoben und Abalo (einer der Mitbewohner von Tine und Falk)
hat ihnen letzendlich noch 500 gegeben. Sie wollten aber auch immer nur Geld haben, wenn Weiße dabei sind!
Der Wasserfall selbst war nicht so berauschend, eher ein Fels, wo ein Rinnsahl runterläft, aber wir haben das Beste daraus gemacht, Musik gehöhrt und Ananas und Crêpes gegessen, die wir voher noch gemacht hatten.
Zum Schluss fing es dann noch an zu Regnen, aber gleich in der Nähe war noch eine kleine Höhle, wo auch gebetet wurde, da dort ein Teppich und Kerzen waren, aber nicht als wir da waren. Wir haben uns dort auf jeden Fall untergestellt und
abgewartet, bis der Regen ein bisschen weniger wurde, und sind dann Richtung Taxi zurückgegangen. Dort hat es dann wieder geregnet und das Taxi war zu spät, aber Alles in Allem war es doch ein schöner Ausflug.

Trip to a waterfall

Over the weekend we made another trip into the countryside, this time it was to a fall about 30 kilometres from here.
Some of us had already been there and some local “tourist guides”, which accompanied you without asking before, wanted money at the end. At first they said that it was 500 CFA,
but at the end it was 1000 CFA per person!
They also went withus this time, althoguh we told them that we had no need for them. When there was a big argument about it, we posponed it to the end, where Abalo (one of the housemates of Tine and Falk) gave them 500 to avoid any nosebreaking.
They always only wanted money when there were white people around.
The waterfall itself was not so amazing, rather a little water dripping off a cliff, but we made the best out of it, listened to music and ate pineapple and crêpes, which we had made before.
At the end it started to rain, but we found a cave nearby, which looked like a place to pray for some people, since there were a mat and some candles.
Anyway, we stayed there, until the rain got a little weaker and then tried to get to the taxi, which was supposed to be waiting. There it started raining again, and the taxi was a little late, but it was an nice trip after all.

Trommelgruppe und Mondfinsternis

Es ist mal wieder einiges passiert. Das Erste ist eine Mondfinsternis, die man nachts um 2 gesehen hat (Falk und ich hatten mal Bock, nachts zu arbeiten).
Falk hat auch gleich einige Fotos gemacht, die wohl auch noch online kommen! Es ging alles nur über ein paar Minuten, aber es war eine totale Mondfinsternis; wann
bekommt man sowas schon mal zu Gesicht, und dazu auch noch unangekündigt!
Das Zweite ist die Trommelgruppe. Einer der Mitglieder einer lokalen Trommelgruppe gibt auch Trommelunterricht für Weiße, wo ich bei Tine einmal mitgegangen bin.
Sie meinten, ich könnte gut spielen, und sollte doch mal am nächsten Tag wiederkommen, denn da würden sie auch wieder spielen.
Das habe ich dann auch getan, aber ich wusste nicht, dass es ein Auftritt war! Sie liessen mich aber trotzdem mitspielen, erst an der Glocke, aber dann haben mich Abdul und Kossi,
die Leiter der Gruppe an die Jembe geholt. Ich fühlte mich doch sehr geehrt! So haben wir dann erst eine Stunde lang gespielt und der Tanzteil der Gruppe hat eine Aufführung gemacht.
Danach waren dann die Gäste dran: es war eine internationale Gruppe aus Franzosen, Portugiesen und Spaniern, die an einem Tanzpraktikum Lomé teilnahmen. Die sind dann auch noch eine halbe
Stunde lang abgegangen und sie hatten doch schon einiges gelernt, es sah echt gut aus!
Nach 1 1/2 Stunden sind wir (die Gruppe und ich) dann noch zwei Auftrittskostüme bestellen gegangen, wodurch man auch noch einmal einen tieferen Einblick in die Gruppe bekam.
Für meine Djembe haben sie mir auch einen guten Preis gemacht und ich werde wohl noch das Motif wählen und die Holzart, aber dann kann es losgehen. Die anderen Djemben sind mir bisher zu klein,
so dass ich bei einem Rimshot (Schlag auf den Rand) immer noch mit den Knochen auf die Kante komme, was eigentlich nicht passieren sollte, aber dem wird ja nun Abhilfe geschaffen!

Jamming session and dead dogs

Over the weekend we had a farewellparty for Joe Kiki and the visitors from DeKaWoWo from Germany. It was a nice party with a lot of music – drums, guitar, saxophone and vocals.
At the end we had a jamming session, meaning, that all the musicians played together without a concept, but since all of them were professionals it sounded just great!

On monday we aeven had a pool party also with a lot of live music and midnightswimming! Awesome!

Joe Kiki is now back in Germany, and I went with him and the visitors from DeKaWoWo to Lomé, to get the my Visa.
The ride went well, although Joe’s wife had a broken leg and it was a two hours ride. Unfortunately we also hit a dog on the way, which probably did not survive.
In Lomé I first got my Visa and also those of two other volunteers. The responsible just opened the passports, as soon as I saw the pictures, I could say that it was them and he gave them to me – without an authorization or anything!

I also went into the city, but this dumb moto driver went out of town with me! Afterwards I got another driver to get me into the city – now it was a 10 kilometre ride – very refreshing.
Afterwards I went to the supermarket to get some goat cheese. It was 5 € a piece, but it was worth it after three months 🙂

On the way back 3 out of 5 police controls stopped us. At 9 o’clock I was finally home, but since Falk still got the authorization to stay for another 3 months, we still had to celebrate!