DED, Käse und belgische Advokaten

Gestern war ich bei einem Freund aus dem Volleyballteam zu Hause. Er ist mit Hausmeister bzw.
Wächter bei einem Belgier. Dieser ist Anwalt im Ruhestand und lebt jedes Jahr ca 3 Monate hier.
Es hat vorher auch schon für “Anwälte ohne Grenzen” gearbeitet und dabei Westafrika bereist.
Er kam auch hier vorbei, hat sich in Land und Leute verliebt und lebt jetzt immer 3 Monate des Jahres hier.
Er hilft auch der Bevökerung: Die Schulkinder können abends im Haus für die Schule lernen,
weil das Haus eines der wenigen der Nachbarschaft mit Stromanschluss ist – sie kommen teilweise auch um 2 Uhr morgens!
Sie kommen auch oft zum Fernsehen (Satellit) und mittlerweile hat er auch einen Schul- und Lernbereich neben seinem Haus gebaut.
Die Nachbarschaft weiss, dass wenn etwas fehlt, er das Haus für sie schliessen wird, also wird auch nichts
geklaut! Für die Nachbarschaft ist er auch dabei ein Gesundheitszentrum zu finanzieren und die benötigten
Sachen als Spenden herunter zu holen.
Ich habe mich also viel mit dem Belgier unterhalten und dort auch Mittag gegessen. Es gab Salat mit Würstchen!
Hinterher dann noch ein bisschen fern geguckt: Cartoon Network auf Französisch, aber als dann
auch Derrick auf franz kam, musste ich leider wieder los :). – Es war ein interessanter Nachmittag!

Heute habe ich dann einer Dame vom “Deutschen Entwicklungsdienst” (DED)
dabei geholfen einige Dokumente auf Deutsch zu übersetzen (sie ist Belgierin). Sie ist mit einem
Togoer verheiratet und hat auch schon in Benin und im Norden Togos gearbeitet. Als wir ankamen,
war sie noch beim Frühstück und am Ende hat sie mir 4 Stücken Käse geschenkt!
So was bekommt man hier echt nicht oft.
Das Geld für das Fußballprojekt ist auch heute angekommen – erst einmal 1.600 € –
und wurde gleich gezählt,
zum Teil auf die Bank eingezahlt und zusammen mit den bereits getätigten Einkäufen in Lomé
registriert (den letzten Teil durfte als Kassenwart ich dann machen:) ).

German Development Service, cheese and belgian lawyers

Yesterday I had been over at a friend’s from my volleyball team. He is janitor / gurdian for
the house of a belgian retired lawyer. The Belgian is living here 3 months each year.
He had already worked for “Lawyers without frontiers” in Africa and passed through here
during his stay. He fell in love with the countryside and the people and now he build a house here.
The whole neighbourhood profits from him, since it is a house open to all. The kids can study for school
at night, since his house is one of the few with electricity. Occasionally they even come at 2 am!
He even build a small studyhall next to his house now. They can also watch TV (Satellite).
The whole neighbourhood knows that if something is missing in his house it won’t be open anymore,
so there are no robbers. He is also financing a healthcare centre and collecting donations (hospital beds, etc.)
and bringing them down here.

So I talked a lot with the belgian guy and also had lunch there. We had salat and sausages!
Afterwards we still watched TV: Cartoon Network in French. – An interesting afternoon!

Today I helped a lady from the “German Development Service” (DED) to translate
documents into German (she is belgian also). She is married to a Togoian and has already worked in
Benin and the north of Togo. When we arrived, she was still having breakfast and in the end she
gave me 4 pieces of cheese – what a luxury in this country :).

The donations for the soccer project also arrived today – 1.600 € for the beginning –
and of course we already counted it, split off a part to put in a banking account and registered
the bills of the stuff already bought in Lomé the same day. (It was my duty to do the
last part as the cashier 🙂 ).

Arbeitssitzungen und Wahlkampf

Mittlerweile hat sich das politische Klima doch ein bisschen abgekühlt, da erst einmal
die Wahlen am 24. April anstehen, aber ab 8. April geht der Wahlkampf los, mal sehen. Zumindest
in Lomé, aber auch im Norden des Landes gab es bisher dabei immer Tote.
Ein Mitglied der unabhängigen Wahlkomission hat mir gestern auch gesagt, dass die
RPT bisher immer Mitglieder der Kommission ausgetauscht hat, damit sie mehr Stimmen bekommen.
Das Sportprojekt ist jetzt in vollem Gange. Heute hatten wir eine Sitzung mit den Verantwortlichen
der Dörfer (nur 4 von 6 waren repräsentiert). Jetzt müssen wir noch sehen,
ob wir die zwei anderen Dörfer ausschliessen, da es zu spät wäre, neue aufzunehmen,
wir aber auch nicht mehr auf die anderen warten können.

Meetings and election campaign

By now the policital climate has cooled down a little, since there are going to be elections
on the 24th of april , but the election campaigns are only starting on the ab 8th.
At least in Lomé, but also in the north of the country have always some people been killed
during the campaigns.
A member of the independent elections commission told me that the RPT (Eyadémas party)
has always exchanged members of the commission to gain votes.

The sports project is at full throttle now. Today we a meeting with all the representatives
of the villages (only 4 out of 6 were represented). Now we have to see if we exclude the others,
since it is already to late to invited new villages but we cannot wait for the lazy ones either.

Arbeitsmaschine und ein erfrischender Regen

Mittlerweile laufen die Vorbereitungen für das Sportprojekt zur Aufklärung
über AIDS in vollem Gange. Mit Bruno (einem Kollegen) bin ich schon in die verschiedenen
Dörfer gefahren, um zu sehen, ob es Fußballteams gibt. Dafür sind wir mit
einem 125 Crossmotorrad in 3 Tagen über 100 Kilometer gefahren, die letzten sechs
Donnerstag Abend durch strömenden Regen. 🙂 Wir wollten einfach nicht länger in dem
Dorf warten! Als wir aber noch am Anfang mit den verantwortlichen des Dorfes geredet haben, hat
mir ein Junge die ganze Zeit Bonbons zugesteckt – sonst ist es doch immer anders herum … 🙂
Wir konnten nachher auch nicht direkt gehen, weil Brunos Tante in dem Dorf wohnte und ihn
nicht gehen lassen wollte, bevor er nicht Abendbrot gegessen hat :).
Das Projekt macht Spaß und man merkt, dass
sich etwas tut. Leider war das Motorrad heute wieder kaputt, da es leider schon etwas älter ist,
aber wir werden das schon hinbekommen, in Afrika ist Improvisieren Standard :).
Wegen Festesco scheint es sich übrigens zu bessern! Mit den Neuwahlen kommt auf jeden
Fall der Bildungsminister weg, da er auch so schon nach Ansichten der Regierung massig Mist gebaut
hat. – Das heißt, der Weg ist wieder frei!
Falls jemand noch Spenden will (wir suchen noch dringend, damit wir nach dem Turnier auch
in die Dörfer gehen können und damit etwas nachhaltiges schaffen können), das
Spendenkonto ist das : “Conzelmann-Spendenkonto “Togo”, Kontonummer 619 414 030
bei der Volksbank Plochingen, BLZ 611 913 10

Riding a bike at work and a refreshing rain

By now the preparations for the sports project are running. With Bruno (one of my
colleagues) I already went to several villages around Kpalimé to see, if there are
any soccer teams present and there are :). For our tour, we used a 125cc motocrossbike and went
around 100 kilometres over sticks and stones. The last six kilometres were even in the pouring rain on
thursday evening 🙂 we just did not want to wait any longer! When we talked to the representatives
of the village ealier, one boy always passed me candy – usually it is just the other way around :).
We also could not leave directly when we wanted to, since Bruno’s aunt was living in the village
and did not want to let him go before he had had supper at her house :).
It is fun and you can see that something is happening! Unfortunately the
bike was a little broke this morning but in Africa the most inportant skill is improvising – we
are going to get it done one way or another! :).
About Festesco: there seems to be some change! During the reelections the ministre of eduction
is going to be replaced in any case since already messed up big time not only in our case
– so the way is free again!