Telefonsysteme, Tag der Farbigen, Affen und Lawinen sind teuer …

Am Wochenende in Brasilia habe ich nun auch ein bisschen mehr über das Telefonsystem mitbekommen. Dabei wird es fast wieder einfacher:
Man behandelt einfach jede Region wie ein Land!

Also ist man in Brasilia schon im Roamingbereich, zahlt aber für einkommende Gespräche noch mehr als für Ausgehende! Handynummern aus der selben Gegend gelten wie lokale Nummern, sonst muss man die Regionsvorwahl wählen, genau wie bei Festnetznummern. Alles also ein bisschen teurer – so bin ich über das Wochenende auch gleich 10 Euro (25 Reals) losgeworden, obwohl ich gar nicht viel telefoniert habe …

Am Dienstag hatten wir dann wieder einen Feiertag, den Tag der Farbigen, den es das erste mal hier in RP gab und demnächst dann sogar national geben soll. Die Hälfte wusste natürlich wieder nicht, was für ein Feiertag es war und bisher hängt der auch immer noch von der Stadt ab, in der man lebt…
Wir waren also bei der Arbeit (weil wir den Tag ja auf Freitag vorverlegt hatten) Nachmittags noch Eis essen und haben Kapuzineraffen gesehen im Park mitten in der Stadt – ca. 10 Stück, eine ganze Familie ;).

Nachdem ich vor einiger Zeit ja das Auto meines Mitbewohners leicht demoliert hatte (und seitdem den Spitznamen “Lawine” weghabe – von Snowborn zu Lawine ist es nicht weit)


hat er es nun repariert – und es wurden prompt 70 Euro (200 reals, eigentlich 330, aber er hat gesagt 200 sind ok). Die kamen dann gleich als ich mein Gehalt bekommen hatte – 950 Reals, also 100 Euro mehr als ich erwartet hatte, aber die waren dann ja gleich mit dem Auto wieder weg :P.
Ab dem nächsten Monat kann ich mich also auf mehr Geld als erwartet freuen, obwohl es diesmal genau hinkam ^^.

Wieder eine der interessanten Kleinigkeiten:
in einer Bar am Mittwoch haben sie geschnittene Limetten als Klosteine benutzt ;).

Brasília Teil 2, 12m Wasserfälle und Informatikerchurrascos

Am Samstag waren wir im Lokalkomittee von Aiesec vor Ort, ein Büro und ein Konferenzraum im Keller eines Bürogebäudes. In Hamburg haben wir mit unserem echt Glück, in Ribeirão Preto haben wir gar keins bisher …

Danach gab es dann die Kathedrale von drinnen, echt beeindruckend und ein Ort der Stille 🙂 . Das komplette Dach ist aus Mosaikglas!

Anschließend dann noch im Kulurzentrum der Bank Brasiliens. Auch dort gab es einige interessante Exponate … 🙂

Nun sitze ich gerade im Haus meines Gastgebers (Ian) im Garten und nachdem mich erst mal der Hund angefallen hat, hat mir die Mutter ein echtes Schwarzbier angeboten, was auch besser schmeckt als das mit Kaffee 😉 .

Am Freitag Abend waren wir noch auf einer Forró (sprich Fòhá) Party, was eine Musik- und auf jeden Fall auch eine Tanzrichtung ist (ein kleiner Eindruck hier, Video ist allerdings etwas größer).

Wir waren zu viert,2 Jungs und 2 Mädels. Das eine Mädel konnte ein bisschen tanzen und die andere meinte keine gute Lehrerin zu sein, als ich sie fragte, allerdings fragte mich nach ca. 3 Minuten eine junge Dame, ob ich tanzen wolle.
Als ich erwiderte: von mir aus, allerdings müsstest du mir erst etwas beibringen, holte sie gleich ihre Schwester herbei, die offizielle Tanzlehrerin war und so gab es ca. 4 Stunden lang Einzeltanzunterricht …
1. Lektion: halte die Partnerin so nahe wie möglich…
Wasser war zum Glück gratis – so viel Sport wie das den Abend war … 🙂

Am Samstag morgen ging es dann nach 4 Stunden Schlaf mit ein paar Aiesecern, Verena aus Paderborn und Kim aus den Niederlanden zu einem Geheimtip der Region – den Wasserfällen, die man langsam durchwandern kann, aber auch öfters mal springen und schwimmen muss – der höchste Sprung waren dann 12 Meter. Kurz nach uns hat ein Rasta dann noch einen Köpper da runter gemacht … o_O. Insgesamt 3 Stunden unterwegs, aber mal wieder erfrischender Sport… wie ich heute gemerkt habe, hat meine Hose nun hinten ein Loch mehr, aber es war es wert :D. Ein absolut geniales Erlebnis!

Danach ging es weiter auf ein Informatikerchurrasco, was wieder anders war als ein “normales” Churrasco. Es gab einige Mädels (ca. 1/3), aber die waren auch eher männlich angehaucht. 😛
Abends ging es dann noch an der Brücke im Süden Brasilias weiter, die sogar schon international einige Preise gewonnen hat.

Ich war allerdings schon etwas zu müde, weil ich mit der Busfahrt und co einen Durchschnitt von 5 Stunden die letzten Nächte gehabt hatte… So ging es dann auch am Sonntag ein bisschen ruhiger zu – ich habe noch den Weihnachtsmann und seine Frau getroffen, ein weiteres Churrasco besucht, Shisha geraucht und nahm Abends erschöpft den Bus nach Hause …

Alles in allem also ein gemischtes Wochenende, bei dem ich nicht wirklich bekommen habe, worauf ich mich seit 2 Monaten gefreut hatte, allerdings so einige andere neue Sachen kennen gelernt habe…

Brasília, Hauptstadt Brasiliens Teil 1 und gemischte Gefühle

So bin ich nun in Brasilia, der Hauptstadt Brasiliens und an dem Ort, an den ich eigentlich ursprünglich hätte gehen sollen, wenn alles nach Plan A gelaufen wäre, aber bekanntlich bekommt man ja nicht immer was man will … 😛

Nach ca. 9 Stunden Busfahrt über Nacht kam ich morgens um 9 Uhr an und wurde von meinem Gastgeber (Ian) für die Tage auch an der Busstation abgeholt. Wir haben eine kurze Tour durch die Innenstadt gemacht, mit den ganzen Regierungsgebäuden, dem politischen Zentrum Brasiliens. Die Stadt wurde in den 60er Jahren gebaut, schon sehr viel früher geplant und konzipiert, weil sie als Stadt komplett am Reißbrett entworfen wurde, in Form eines Flugzeugs und im Betonbaustil der 60er Jahre mit einem Charme, der auf den ersten Blick an Brüssel erinnert, aber hier ist es sehr viel grüner 🙂 .

Der Architekt hat bei so einigen Sachen jede Menge Kurven mit einfließen lassen, weil Kurven menschlich (weiblich) sind … 😛 Mir ist es aber zu viel monotoner Beton …
Wir waren an dem Tag noch auf dem Fernsehturm, von wo man einen guten Blick über die Stadt hat. Dort gab es jede Menge Touristennepp, aber auch Essen aus Bahía, dem Norden des Landes, wo es mehr afrikanische Wurzeln gibt und sie auch viel Fisch essen. Dort gab es dann Krabbenbrötchen… nicht so ganz mein Fall, aber der Obdachlose hat sich gefreut 🙂 .

Eigentlich wollte ich mich dann mit der Praktikumsmanagerin treffen, mit der ich schon viel Kontakt hatte, natürlich wegen des Praktikums, aber auch wegen anderer Aiesecsachen, bei denen wir gemeinsam gearbeitet haben. Sie wusste schon, dass wir nur ca. 1 Tag haben, weil sie am Freitag gleich wieder zu ihrer Großmutter musste, die krank war und erst am Sonntag wieder zurückkommt. Nachdem sie aber den Abend vorher bis ca. 4 Uhr Party gemacht hat und anrufen sollte, wenn sie wach wird, hat es bis ca. 6 Uhr abends gedauert bis sie angerufen hat … Sehr viel unterhalten habe ich mich dann auch nicht mit ihr -> nachdem ich meine Erwartungen diesbezüglich erst mal KOMPLETT über Board geworfen hatte, wurde es dann auch langsam besser.

Das lag auch mit an den anderen Praktikanten aus Kolumbien (Gilbert) und Portugal (João), die beide ziemlich gut drauf waren und mit denen ich mich gut unterhalten habe – und hinterher dann noch Party, aber dazu später 🙂 . Die andere Praktikantin aus Deutschland, Verena, habe ich den Abend noch nicht gesehen, aber Kim aus den Niederlanden.

Wir waren erst in einer Surfbar, von wo aus man die Yachten im großen See von Brasilia sehen konnte (der Süden des “Flugzeugs” ist komplett von einem See umgeben) und danach in – einer MITTELALTERKNEIPE, die sogar “Mittelalter” hieß :P.
Dort gab es dann “Stadt Bier”, was hier eine Brauerei ist, allerdings eher ein bisschen nach Weizenbier geschmeckt hat. Danach gab es auch noch dunkleres Bier, was allerdings dann das Bier mit Kaffee gemischt war… irgendwie so nicht mein Geschmack.^^
Die Leute kommen öfters hier her und die Bar ist nicht nur ein Nischengeschmack. Hier hatten sie sogar Shisha!! Nachdem es zwar 1 1/2 Stunden gedauert hat bis sie fertig war und dann einen anderen Geschmack als bestellt hatte, hat sie doch ganz gut geschmeckt 🙂 .

Es gibt hier aber so einige Plätze, die an deutsche Sachen erinnern. “Bierfass”, “Schloß”, usw., die auch gut bei den Leuten hier ankommen 🙂 .

Nach der Bar haben wir dann weitergefeiert, und zwar auf dem “Platz der 3 Mächte”, der so heißt, weil dort direkt der oberste Gerichtshof, der Präsidentensitz und der Senat angrenzen! Es gab keine richtige Disko dort, sondern die Leute haben mit dem Auto Musik gemacht und dazu die Party gemacht … so 50 Meter vom Präsidenten und seiner Ehrengarde entfernt! Vom Mahnmal der ewigen Flamme hatte man dann auch einen guten Blick auf die größte Staatsflagge der Welt.
Wir waren also direkt im Zentrum, und da außerhalb des Zentrums kein Gebäude höher als 6 Stockwerke sein darf, hatte man auch einen guten Überblick. Das höchste Gebäude ist das Senatsgebäude mit 30 Stockwerken, aber ich weiss nicht, ob die Flagge noch höher hängt… Den Abend haben wir auch den Gringo- (eigentlich Weiße, aber eigentlich auch alle nicht Brasilianer) Rollcall getanzt – zu Sexbomb … 🙂

Mit meinem Gastgeber war der 1. Tag auch eher ein bisschen zu ruhig, ein Informatiker, der nicht so ganz gesprächig ist, aber später ging es doch ein bisschen besser – er wollte mich auch gleich auf Portugiesisch trimmen, was auch meist klappte, allerdings nuschelt er noch schlimmer als ich und spricht sehr monoton … dann eine Fremdsprache rauszubekommen macht es doch leicht noch schwieriger… 😛 Er hat auch ein halbes Jahr in Israel ein Internat besucht und nun bekomme ich noch ein bisschen Musik von dort drüben 🙂 . Die Familie hat auch ein Hausmädchen, was hier öfters üblich ist. Diese bekommen oft einen Hungerlohn und nehmen 3 solche Jobs an, sind dann allerdings in ihrem Heimatdorf wiederum im Verhältnis sehr reich …

Hier sind die Wege doch alle etwas länger, weil im Zentrum keine Wohnhäuser sind, dafür dann eher 4 spurige Straßen (in eine Richtung, dann noch 4 mehr in die andere Richtung), über die man dann aber schnell voran kommt – trotzdem ist man ohne Auto echt aufgeschmissen! An Sonn- und Feiertagen schließen sie hier auch eine der 2 großen Axenstraßen, so dass man dort Joggen und Fahrrad fahren kann 🙂 . Einige Aiesecmitglieder wohnen so allerdings auch 1,5 Stunden auseinander …

Teatro Magico …

Gestern haben mich 2 Mädels spontan noch zu einem Konzert mitgenommen, nachdem ich mit einer von denen vorher noch über Musik gesprochen hatte und es hat sich echt gelohnt ;).

Die Band heist Teatro Magico (ich glaube ihr könnt euch denken, was das heisst 😉 ).

Die Band war musikmässig eine Mischung aus Reggea, Samba, Pagode, Funk und eigentlicher einer Mischung aus allem was es hier so gibt, aber dann gab es auch noch Akrobatik, Feuerpois, Pantomime,
Theater und tiefgründige Texte dazu ;).

War echt genial! Daher war es auch ne Mischung von 15 bis 50, die anwesend war ;).

Mehr Fotos gibt es > hier <

Das Mädel, das mich eingeladen hatte, hatte auch noch direkt Geburtstag, also haben wir reingefeiert ;).

Das Konzert ging so gegen 11.30 Uhr los und war dementsprechend um 3 Uhr morgens vorbei … heute Abend werde ich gut pennen können!
Das hoffe ich auch, denn das werde ich im Bus nach Brasilia tun, auf dem Weg in die Hauptstadt des Landes. Nachdem ich erst dort eigentlich ein Praktikum antreten sollte und sich die Firma dann zurückgezogen hat, kenne ich dort doch zumindest genügend Leute, die ich noch besuchen möchte ;).

Zeitmässig kommt das auch gut hin, weil es hier in Brasilien so viele Feiertage gibt und am Donnerstag mal wieder einer ist. Auf der Arbeit haben sie den von nächstem Dienstag auch gleich auf der Freitag vorverlegt, so gibt das dann ein langes Wochenende und ich komme mit dem Bus über Nacht Montag morgen wieder ;). 3 Tage Woche macht echt Spass ;)…

Hairspray, Zeitungslieferung in den Fahrstuhl morgens um 1 und ein verpasster Park …

Heute waren wir abends noch im Kino, nachdem wir erst noch in den Park wollten – seit 2 Wochen probieren wir es Sonntags, aber es regnet meist (fast nur Sonntags:P). Nicht den ganzen Tag, aber genau dann, wenn wir gehen könnten …
Dann gab es den Film – Hairspray – einfach nur zu empfehlen, John Travolta als Frau mit Größe Doppel D tanzt Walzer mit Christopher Walken in diesem Musical über die 60er und Rassentrennung…! Ich konnte nicht aufhören zu lachen und die Musik passt auch genial :D.
Als Ashley und ich dann noch Marcela und Kaisa, die neue finnische Praktikantin, die seit ca. 2 Wochen da ist und Montag nun endlich anfangen kann zu arbeiten (Entwicklungs(-hilfe-)praktikum) zurückgebracht haben, sind wir noch an einem ca. 60 jährigen vorbeigefahren, der in nur Unterhose auf einem Klappstuhl an der Straße geschlafen hat. Der Nächste einige Minuten später hat dann noch gearbeitet und seine Boxershorts dann so hochgezogen, dass sie wieder richtig saßen…
Wir dachten uns, der Nächste ist dann wohl nackt …
Weil das portugiesische Slangwort dann aber so ähnlich wie haarig klang, gingen wir einfach mal von beidem aus. Das war der Nnächste dann auch – allerdings war das ein Kater, den wir fast überfahren haben :P.
Als wir wieder nach Hause kamen und aus der Tiefgarage nach oben fuhren, hielt der Fahrstuhl im Erdgeschoss und der Portier reichte uns wortlos eine Zeitschrift rein – die an Ashley adressiert war… ;P
Hinterher (gerade) hat er mir dann erzählt, dass sie Briefe für ihn teilweise einfach nur in den Fahrstuhl kleben, weil sie wissen, dass er nur mit dem Auto kommt und nicht durch den Haupteingang … auch eine Art von Service… ^^

Ich habe mich heute Abend echt nicht mehr eingekriegt mit Lachen… 🙂

Kindergartenüberfall, Wahlen, Churrasco und Spanischlehrer aus Argentinien

So, und wieder ein bisschen Spaß gehabt :D.
Am Freitag war ich in der Mittagspause 1 1/2 Stunden mit einigen Pharmaziestudenten in einem Kindergarten im Armenviertel, um erst Theater und anschliessend mit den Kindern zu spielen. Bisher haben sie immer irgendwelche Märchen gespielt und so habe ich diesmal Hans im Glück vorgeschlagen. Das haben sie auch glatt angenommen und ich habe den Meister gespielt…

Das hat auch mächtig Spaß gemacht, den Kindern wohl auch :). Sport habe ich sowieso schon lange mal wieder gebraucht (ich muss mal echt die Capoeira Kurse langsam anfangen :).







Weitere Fotos gibt es >hier<.

Nach der Arbeit dann noch wieder mit dem Arbeitskollegen von Foka ein Bierchen trinken gegangen. Der hat zu jeder Frau einen Kommentar, aber irgendwie bekommt man sich einfach nicht mehr ein ^^. Der hat mir auch fritierte Schweinehaut vorgestellt, mit richtig viel Fett dran … irgendwie war die nicht so ganz mein Fall, aber hier schwören sie drauf …



Anschließend mit Foka und Claudio (dem Prakti aus Chile) weiter zu seinem Spanischkurs. Der Lehrer ist aus Argentinien und ich hatte ihn vorher schon mal beim Mittagessen getroffen :). So haben wir ca. 1 1/2 Stunden über Argentinien, Chile, Berufe (wir hatten dort einen Architekten, eine angehende Ärztin, einen Businessmathematiker,2 Informatiker (inklusive mir) und einen Wirtschaftsprüfer…) und über Diktaturen und Unterschiede zwischen Chile und Argentinien gesprochen. Anschliessend wurden wir noch allen Spanischkursen im Haus vorgestellt und zur spanischen Party eingeladen, die am 24.11. stattfindet. Gratis Essen gab es auch noch :D.


Am Samstag gab es dann die Wahlen zum neuen Lokalkomitteepräsidenten von Aiesec hier vor Ort. Die Wahlen gingen ca. 3 Stunden und anschliessend wurde der neue LCP in den Pool geworfen:) und das ganze ging in ein Churrasco / Barbecue / Grillabend / Party über :).



Dabei gab es dann auch ein “Global Village”, wo alle vertretenen Nationen sich vorgestellt haben.
Ich hatte meine Deutschlandpräsentation, die D- und die HH-Flagge, Gummibärchen, Marzipankartoffeln, Niederegger Marzipan, Jägermeister, Eierlikör, Roggenbrot mit Räucherwurst und Musik von Lotto King Karl, den Wise Guys, Seeed und Fettes Brot :). (Wenn jemand mal Ideen braucht 🙂 ). Anschliessend habe ich noch Ahoikorn vorgestellt … allerdings in diesem Fall mit Finnlandiawodka :D.
Es gab auch noch Polen, Indien, Finnland, Chile und halt Brasilien :).









Später auch noch Rollcalls (Tänze zu Liedern, zu denen es schon ne Choreographie gibt – oder man erfindet eine (sehr typisch bei Aiesec)) und mein Durchschnitt war nachher, nach jedem Lied jemanden mit in den Pool zu reißen … ( der Hund zählt nicht dazu) 🙂


Weitere Fotos gibt es >hier<.

Tropa de Elite, Kollegen, warmes Wasser und RSS…

Gestern habe ich mir noch den Film “Trope de Elite” geguckt, der hier in Brasilien schon als Kultfilm gilt und die Elitetruppe der (militärischen, es gibt zivile und militärische) Polizei in Rio de Janeiro behandelt.
In den Favelas kommt die normale Polizei in 90% der Fälle nicht weiter und ruft diese Truppe, die eher an ein SEK erinnert und auch keine Skrupel hat, jemanden zu erschießen – anders kommt sie sonst aber auch nicht weiter. Sie geht vor allem gegen die Drogenbarone vor, die sonst fast uneingeschränkt die Favelas regieren und in der Stadt guten Absatz finden. Es gibt in der normalen Polizei aber auch so genug korrupte Polizisten, dass die BMP, genannt Bopes (die Elitetruppe) auch so öfters eingreifen muss.

Der Film beruht angeblich auf wahren Gegebenheit während des Besuchs des Papstes in den Favelas 1997, als die Bopes die Favelas sichern mussten. So 85% vom Portugiesisch habe ich sogar verstanden, den Sinn auch… 😉
Der Film hat bei mir doch ziemlich einen krassen Eindruck hinterlassen – ich gehe zwar immer noch mal nach Rio, aber er stimmt doch nachdenklich!

Von meinen Arbeitskollegen habe ich nun auch ein Foto im Büro und auch mit dem 60jährigen mit dem Trockenen Humor :).

Von links nach rechts:
Pedro, Andre, Andre, Fabio, Eliza, Roger, Adriana, Roberto und ich…

Pedro ist der Uniprofessor, der in einer WG lebt und seine Familie 400km weiter in einer anderen Stadt hat und mich immer auf die Studentenparties mitschleppt, Andre spricht leider kein Englisch, der nächste Andre aber schon, Fabio überlegt immer jedes Wort in Englisch und erzählt von seinem Golfklub und seinen Reisen, Eliza klärt mich über brasilianische Musik auf, Roger ist mein Chef und war letztes Wochenende mit seiner Yogagruppe in einer Hare Krishna Gemeinde, Adriana ist die Personalmanagerin und gibt mir meist die Aufträge, und Roberto spricht wieder kein Englisch…


Sonst wieder eine der Kleinigkeiten, die mir aufgefallen ist, bevor sie mir wieder zu normal erscheint:
Hier gibt es keine Durchlauferhitzer und das Wasser kann man aus der Leitung auch nicht trinken. Es wird daher meist unter fließendem Wasser abgespült und den einzigen Durchlauferhitzer gibt es in der Dusche – im Duschkopf integriert…!

Für diejenigen, die es interessiert, habe ich nun auch einen RSS Feed für meinen Blog. Einige Browser können diese dann so integrieren, dass man benachrichtigt wird, wenn neue Nachrichten eingehen…

Baustellen, Bankkonto, Schoko-Knobi-Käse-Ei-Pizza und WG-Kämpfe

Am Wochenende gab es wieder einen Wettbewerb von den WGs (Republicas) hier der Gegend, 28 haben daran teilgenommen und die WG von meinem Arbeitskollegen hat gewonnen – und zwar mit Abstand ;). Es ging um Sachen wie Tauziehen, Trinken und Co. Armdrücken wurde leider verboten, nachdem ein Freund von Foka sich 2x in Folge beim Armdrücken den Arm gebrochen hat … 😛 Es gab noch so einige Parties und auch die Wettkämpfe gingen das ganze Wochenende (Freitag war noch ein Feiertag, also noch länger :P). Jetzt hat er mich auch zur deren privater Siegesfeier eingeladen, die demnnächst dann noch nur mit den VIPs stattfindet ^^.

Mein Bankkonto ist nun auch beantragt, nachdem ich dafür erst mal eine Finanznummer beantragen musste, was auch wieder über 2 Wochen ging … wenn nun noch meine Bankkarte ankommt, ist alles geritzt ^^. Bislang lebe ich noch von eigenem Geld, am 10. soll dann mein erstes Gehalt kommen >D…

Mein Portugiesisch wird auch immer besser… den meisten Konversationen kann ich folgen und mich auch meist problemlos verständlich machen – ausser gestern bei der Vollversammlung von Aiesec, als draussen direkt unter dem Fenster die Sambaband geübt hat :P. Da war man aber trotzdem im Schwung und schlief nicht ein ^^.

Direkt danach ging es dann zu Sara Pizza selbst machen und was für eine :P. Hier ist es auch schon ziemlich gängig, Bananen, Schokolade oder alles möglich auszuprobieren. Ich wollte natürlich meinen Knobi haben und die letzte Pizza mit Ei, Knobiflocken, darüber Käse und weisse Schokolade war einfach der Hammer :D. Dafür war ich aber auch bis fast eben satt und rollte am Ende nach Hause … ^^

Nun noch wieder was zu den Eindrücken ;).
Die Baustellen hier auf der Strasse werden (nachhaltiger? und ) behutsam gepflegt :P.
Die Leute benutzen keinen Bagger, sondern einen Presslufthammer und schaffen dann mit 6 Leute die Steine einzeln weg :). Das wirkt fast wie ein Camp der Pioniere :P. Wird bloss ein bisschen heiss hier dabei … Ich gucke mal, ob ich noch Fotos bekomme ;).
Im Aufzug begegne ich auch öfters Doktoren, weil das Haus hier als Medizinisches Zentrum gebaut wurde und dann hinterher der Restplatz vermietet wurde – ich bekomme im Fahrstuhl jedes Mal Druck auf den Ohren, wenn ich aus dem 11. Stock ins Untergeschoss zum Ausgang fahre :P.
Heute wirkte es dann komisch, ich ganz in schwarz und der Arzt neben mir ganz in weiss ;).
Nicht ganz so schwarz weiss sind dann am Wochenende noch die LCP Wahlen von Aiesec – fängt um 9 Uhr an und geht bis Mittag, danach noch global Village (Essens- und andere Präsentationen von verschiedenen Ländern) und in den Pool-schmeissen des neuen LCPs, alles in einem Landhaus – ich probier mal Fotos zu machen ;). Bis dahin erst mal … Liebe Grüsse ;).

mein Job

So, nun komme ich auch mal dazu, euch was von meinem Job zu erzählen :).

In meiner Firma arbeiten 6 Leute . Der Herr ganz links spricht leider kein Englisch (und die beiden anderen Herren von der anderen Firma, die bei uns mit hinten drin sitzen, gibt es noch mal ein anderes mal – also auch den 60jährigen mit dem trockenen Humor 🙂 ).

Die Dame (Adriana) links ist bei uns fürs Personal zuständig und hat auch das Programm geschrieben, dass ich erst mal teilweise umgeschrieben habe (damit bin ich heute erst mal größtenteils fertig geworden und konnte auch früher gehen – nachdem ich später gekommen war, aber das kommt später :)). Sie ist doch ziemlich gut in Englisch und immer nett drauf :).

Dann komme ich :).

Der Herr (Roger) daneben ist unser Boss, auch wenn er dafür eigentlich viel zu schüchtern wirkt und manchmal eher selbst wie ein Trainee ^^. Sein Englisch ist eigentlich doch perfekt :).

Dann kommt Eliza, gut in Englisch und oft am lachen :). Sie hat mir auch die Hochzeitsfotos gezeigt, als ich ankam, weil sie ca. 1 Woche vorher geheiratet hat :). Sie zeigt mir auch verschiedene Musik – wir wechseln uns meist mit dem DJ spielen auf der Arbeit ab :).

Dann kommen André und Pedro – die beiden nehmen mich immer zum Essen mit und dabei reden wir immer über Kultur, Fußball, Essen und die Pläne und Gerüchte der Woche :). André kann mittelmäßig Englisch und Pedro ist auch richtig gut. Pedro ist auch Professor an einer Uni im Nachbarstaat und dort Spezialist für Datenbanken. Seine Familie ist ca. 400km weiter weg in einer Stadt und er wohnt hier auch in einer Republica – einer WG.

Bei der Arbeit chatten die meisten Mitarbeiter auch – meist sogar untereinander – fühlt sich öfters doch mal komisch an, wenn man mit der Person chattet, die keinen Meter neben einem sitzt .:).

Am Mittwoch hatten wir einen ordentlichen Regenguss, so dass wir mal im Büro gegessen haben. Der Strom fiel auch ab und zu mal aus – das kommt wohl öfters, wenn es so viel regnet. Manchmal stehen auch die Straßen unter Wasser und dann wird es schwierig, nach Hause zu kommen – die Stadt heißt halt schwarzer Bach – stimmt auch irgendwie :).

Demnächst gibt es dann noch ein Foto vom Büro 🙂

geschältes Steak mit Capi und Stereotypen

Gestern habe ich mit meinem Mitbewohner (Ashley) noch gekocht – bzw. ich habe ein bisschen gekocht – Reis mit Tomatensoße mit Erbsen und dann für mich noch ein Tiefkühlsteak (das aufgrund der schlechten Pfanne leider hinterher geschält werde musste! – führt das nun nicht auf meine Kochkünste zurück!). Er hat leider eine Glutenallergie, was bei ihm einiges ausschließt. Ich habe also gekocht und er hat den Caipirinha dazu gemacht :). War ein echt entspannter Abend ^^.

Nun habe ich heute Zeit gehabt, mit Emails wieder ein bisschen aufzuholen und habe Berichte gelesen, von einer anderen Aiesecerin, die gerade in Indien ist (wohl das Paradies für Vegetarier – Brasilien ganz bestimmt nicht ^^) und von einer Französin, die gerade in den letzten 2 Monaten ihres Studiums in Südafrika ist. Das gibt einem gleich noch mal ein bisschen mehr Input zum Reflektieren, da ich doch hier bei einigen Sachen das Gefühl habe, sie schon zu kennen, teilweise aus Texas, teilweise aus Togo, aber halt dann doch noch immer kleine Unterschiede da sind, die dann noch schwieriger zu entdecken sind als wenn für einen alles neu ist … sozusagen eine andere Art von Stereotyp…

So fällt mir fast gar nicht mehr auf, dass hier fast alle Straßen Einbahnstraßen sind und man dementsprechend besser vorher wissen sollte, wo man hinwill, was aber wohl auch die Unfallrate reduziert (auch wenn die Straßen enger sind).

Ich sitze aber auch gerade bei einer anderen Aiesecerin, die im 13. Stock wohnt und wohl keinen Ventilator braucht – bei diesem Durchzug fühlt man sich wie auf dem Dach ^^. Dafür braucht sie wohl mehr Gas zum Kochen … :P.
Sie studiert angewandte Business Mathematik und mein Mitbewohner hilft beim Übersetzen von einigen Sachen aus dem Englischen – bloss muss ich ihm dann wieder die Algorithmen erklären, die ich in der Informatik hatte – irgendwie passt das Team dann doch ganz gut zusammen und ein bisschen Portugiesisch lernt man auch noch. Als Dankeschön hatten wir auch schon ein bisschen Stroganov – Fleisch mit Tomatensoße und Reis und noch sozusagen Kartoffelspätzle … irgendwie ne interessante Mischung, hat aber geil geschmeckt :D. Und wieder eine lokale kulinarische Köstlichkeit mehr, auch wenn Brasilien halt ein Einwandererland ist und einige Sachen doch den Ursprung in anderen Ländern haben …