Es kommt immer anders, und dann als man denkt …

So, nachdem sich nun noch eine private Herberge in Salvador aufgetan hat und wohl auch ein paar andere Trainees (die ich zwar noch nicht kenne aber hey!) dort hinkommen, habe ich nun die Bustickets in der Tasche – 33 Stunden eine Richtung, wie es scheint wohl planmässig :P). Lassen wir den Rest nun noch mal auf uns zukommen …

Dieses Wochenende geht es also nach Sâo Paulo und mein Bus fährt in 3 Stunden …
Nachdem nun meine Herberge dort kurzfristig (vor einer Stunde) abgesagt hat, musste ich mir hektisch was anderes suchen und habe nun beim MC (dem nationalen AIESEC Vorstand) einen Platz mit Schlafsack auf dem Boden (ich muss ihn mir suchen, aber dann habe ich ihn ^^). Es sind schon 15 Leute im Haus …
Dem Zahn geht es nun wieder besser, nachdem er am Mittwoch doch noch sehr weh getan hat und ich Medikamente genommen habe (wo ich ja sonst immer eher sehr gegen bin). Hoffen wir mal, dass das bis nach dem Karneval hält!
Weil ich einem Mädel auf Facebook geholfen habe mit myAIESEC.net habe ich nun wieder die zukünftige MCVPOGX von Singapur kennen gelernt – man sieht sich dann wohl auch auf dem IC ;).
Die nächste Zeit geht es rund :D.

Karneval?? Zahnarzt? Sao Paulo!!

… irgendwie fühle ich mich gerade wie die US Notenbörse … gut zu wissen, dass es wieder bergauf geht :P.

Ich war gerade beim Zahnarzt … 🙁 .
Behandlung lief eigentlich ganz ok, bin fast dabei eingeschlafen, aber danach kam dann ein bisschen Schmerzen, wobei er aber gesagt hat dass das ok ist erst mal, weil er doch ne ganze Menge gemacht hat (Zahnwurzelreste gereinigt und dann erst mal wieder zu gemacht). Alles mit Technik aus Deutschland und die Schweiz, auf die er doch richtig stolz ist ^^. Hat auch den schweizer Lieferservice erwähnt – Sonntag in der Schweiz angerufen, Montag morgen standen sie bei ihm auf der Matte! Nun habe ich noch die Betäubung in der Fresse, mal gucken wie das ausgeht (bezahlen muss ich dann erst nach Karneval, wenn ich wieder mein nächstes Gehalt habe, so kann ich mehr während Karnevel ausgeben :P). Eigentlich hatte ich vor Karneval in Salvador zu verbringen – das ist so Karneval die Richtung: wenn du ne Freundin hast, lässt die dich dann nicht aus dem Haus ^^.

Nun gehen aber 2 von 3 Freunden, die ich eigentlich dort erwartet hatte, in eine andere Stadt (nach Diamantina), wo es auch nen guten Karneval gibt – aber wenn ich dort hinginge, bräuchte ich noch nen Platz zum Schlafen. Den habe ich entgegen meinen Erwartungen in Salvador nun doch leider auch net mehr, weswegen ich gerade etwas in der Luft hänge – in 2 Wochen geht es los, aber das ist nun doch auch wieder typisch brasilianisch! Man gewöhnt sich dran :). Mal gucken, was die nächsten Tage geben.
Ich hänge nun doch wieder ein bisschen in der Luft. Die letzten beiden Male bin ich halt auch komplett auf eigene Faust gereist und dann wurde wieder alles über den Haufen geworfen – ich hätte nun echt mal Bock auf ne optimale Reise – hey Karneval in Brasilien man!

Hm, gerade also wieder ein bisschen gemischt. Schütten tut es gerade auch noch wie aus Kübeln, da ist dann immer schlecht weggehen…

Das habe ich aber auf jeden Fall nächstes Wochenende in São Paulo vor, wird auch mal Zeit, dass ich dort hinkomme :).
Platz zum pennen habe ich dort dann zumindest schon mal und eine australische Party am Samstag :). Hoffen wir das Beste :D.

Halb Halb, Ostereier, einer weniger und neuer Job im Juni…?

Hehe, wieder eine Kuriosität mehr gehört – ich sollte eine Zahl notieren und mir wurde diktiert :

vierfünfhalbhalb … ich dachte mir: ok, 45,5 und dann was…?

Dann kam die Erklärung, dass sie hier öfters solche Sachen machen, aber es in diesem Fall 4566 bedeutet – ein halbes Duzend = 6, richtig? ^^

Ein Schokoladenei habe ich hier letztens auch in die Hand gedrückt bekommen – Schokolade mit Krokant, bloss ein bisschen weicher, aber sogar in der typischen deutschen Form!
Irgendwie kam aber noch nicht die Osterstimmung auf – es wurde auch nicht offiziell als Osterei verkauft.

Leider wurde dem Prakti aus Dubai nun falsche Visum verpasst und er müsste nach Jordanien, um das andere zu beantragen – was 6 Monate dauert – damit er kommt er wohl dann leider nicht mehr :(.
Es soll also noch ein Chinese kommen, aber dann bin ich fast der einzige hier …

Allerdings habe ich mit meiner Firma gesprochen und ich werde mich nun als “Congress Comittee Vize President Information Systems” bewerben für den internationalen Aiesec Kongress im August (mit über 1000 Teilnehmern aus aller Herren Länder) – das wäre dann ab Juni ein Vollzeitjob und ich würde wohl nach São Paulo ziehen – wenn ich denn gewählt werde, aber die Chancen stehen gar nicht mal so schlecht! Die Entscheidung fällt dann Ende Februar – wünscht mir Glück :)…

Hm … Ferien und Zahnschmerzen und ein Neuanfang…?

Hm, jeder längere Zeitraum hat auch seine etwas schlechteren Zeiten und so kommt so eine auch gerade nun bei mir zu Vorscheinen – immer noch mit vielen Möglichkeiten, die sich eröffnen für die Zukunft, so dass es sicher wieder bergauf geht, aber gerade kommen doch ein paar Sachen zusammen…

Im Moment sind gerade Ferien, so dass die meisten Studenten noch bis ca. März zu Hause sind und es deshalb doch etwas sehr ruhig ist. Mein Mitbewohner ist gerade (seit Mitte Dezember) noch bis 5. Februar in den USA auf Reisen, so dass das Haus etwas sehr leer ist. Zudem müssen wir kurz nach seiner Rückkehr umziehen, weil der Besitzer das Haus für seinen Sohn braucht, der zum Studieren kommt.
Zudem ist gerade das Semester zu Ende, so dass 2 meiner besten Freunde (Foka und Porto) nach São Paulo gehen um bei einer Bank zu arbeiten. São Paulo ist zwar immer noch nicht aus der Welt (4 Stunden im Bus,ca 15 Euro), aber doch eindeutig aus dem Alltag weg …

(Foka ist rechts, links Lukas, Spitzname “mein Sohn :P”)

Die anderen Exchangees gehen auch fast alle im Februar / März, so dass ich dann der Einzige bin, der länger bleibt…
Dazu gesellten sich dann am Sonntag noch der Anfang von Zahnschmerzen, der zwar nicht übermächtig wurde, aber so habe ich nun seit heute 17.26 Uhr eine Zahnwurzel weniger und es werden wohl noch 2 Folgebehandlungen kommen …

Aber so geht es dann doch wieder bergauf in der nächsten Zeit … der Zahnarzt war auch schon einmal kurz in Hamburg – eigentlich war er in Köln und wollte seinen Flieger in Frankfurt bekommen, aber wie ihr sicher merkt, hat er wohl den falschen Zug erwischt (weil die dt. Bahn eben nicht pünktlich war und ein anderer Zug auf dem Gleis stand). So hat er dann in Hamburg einen anderen Zug nach Frankfurt genommen und hat sich mit 2 schweren Koffern 5 Minuten lang unseren Hbf ansehen dürfen :). Er war auf jeden Fall richtig cool drauf und hat alles alleine gemacht – keine einzige Zahnarzthelferin oder Ähnliches! Die Zahnfüllung / -rekonstruktion wird dann wohl seine Frau machen, die Spezialistin dafür ist :P.

Zudem kommt demnächst ein neuer Praktikan aus Dubai, der wohl die ersten paar Tagen dann bei mir wohnen wird, yay :). (…und zu noch unbekanntem Zeitpunkt ein weiterer Chinese.)
Direkt im Anschluss geht es dann nach Salvador zum Karneval – ca. 2000km! Entweder bekomme ich noch einen günstigen Flug (gibt hier viele Sonderangebote, aber ich glaube, ich habe da kein Glück mehr) oder verbringe dann halt 2×2 Tage im Bus – yay! (hoffen wir mal, dass sich dann mein Zahn nicht wieder meldet :P.)

Am Samstag war ich mit Amitava, dem Inder, in der Stadt und habe mir den “Markt” angeguckt – in Deutschland nennt man das langen Samstag, wenn die Geschäfte offen sind ^^. Ich habe mir ein Weihnachtsgeschenk gegönnt – 2 T-Shirts für insg. 120 reais – ca. 45 Euro – aber sie sehen auch hammer aus :). Auch eine Capoeira Gruppe haben wir gesehen und so habe ich eine ältere Nummer angerufen, die man mir gegeben hat, um auch mal in Richtung Capoeira aktiv zu werden :). Mal gucken, was dabei rauskommt :D.

(Mehr Fotos > hier <)

Und zu guter Letzt werden diese Woche die Bewerbungen für den Congress Comittee Vice President Information Systems eröffnet, auf den ich doch ziemlich Bock habe. Nun muss ich nur noch gucken, wie ich das mit dem Praktikum in Einklang bringen kann, denn meine Chancen stehen glaube ich nicht ganz so schlecht :D.

Also – wünscht mir Glück! (In so einigerlei Hinsicht, wie ihr vielleicht gemerkt habt…) Ein neues Jahr – neue Herausforderungen – gehen wir es an!

Warme Grüße aus Brasilien so lange und bis zum nächsten Mal…

You know you are …

Das hier habe ich gerade gefunden, und der Vergleich zeigt mir schon, dass ich ein bisschen besser als Brasilianer passe als zuvor, natürlich aber auch immer noch ein Deutscher bin :).
Testet euch doch auch mal :)…

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You know that you are brazilian when you …

You think American bathing suits are enormous.

You like Guarana better than Coke.

If someone tells you to be at a certain place at 1:00 pm, you don’t show up until 2:30 or 3:00 p.m.

You know who Xuxa and Pele are.

You still argue Pele is better than Maradona.

Your entire family goes to grandma’s house on Sundays for a big family get together….even when you guys see each other everyday.

You can name at least 30 novelas and 10000 actors/actresses.

You would rather die than see Argentina beat Brazil in soccer.

BBQ means steak, sausage, chicken wings, pork, rice, farofa, molho and beer.

You are the loudest person in the room.

You have a Brazilian flag hanging from your car’s rearview mirror.

You travel to Brazil and instead of taking a suitcase with all your stuff, you take presents for the entire family, the dog, the neighbor, not to mention the old/used clothes that you take just in case someone needs it.

You’re so proud that you’re Brazilian you tell everyone.

You leave your house spotless when you have people coming over.

You have a sweet ass (or you like women with them).

You understand & speak Spanish, but when you say a word in Portuguese no one understands you.

You can drop it like it’s hot.

Your jokes are always about Portuguese people.

You take soccer too seriously.

You cried when Brazil lost the world cup.

You go to a birthday party,and you can’t leave until you take that piece of cake home.

You know what Capoeira is.

You know a lot about Samba and Pagode.

You eat rice and beans at least 7 days a week.

Your breakfast consists of milk and coffee, bread with butter and a piece of cake.

Everyone thinks you’re everything but Brazilian.

You know who Os Trapalhoes, Turma da Monica, Zico, Caetano Veloso, Tom Jobim, Elis Regina, Ronaldinho, Jo Soares, Cazuza, Gilberto Gil, Silvio Santos, Roberto Carlos, Ayrton Senna, amd Carmem Miranda are.

You go to a bar and ask for salgadinhos with guarana.

You are so used to corruption that nothing surprises you anymore.

You know how to play dominoes and cards.

You have a sense of fashion.

You wear slippers..a lot!

You know how to play volleyball and handball.

You take pictures everywhere you go.

You know what it’s like to buy liquor without an ID.

You know how to party, and if the party isnt over after 5am…its not a party!

Any holiday…being it official or not, is an excuse to stay home from work and take a week vacation.

You know what feijoada and pave are.

Your favorite drink is Caipirinha.

You dress up to go to the supermarket.

You spend an entire day at the beach.

You are too friendly.

You like it hot and sweaty. Both in and outside of the bedroom.

You make friends everywhere you go.

Cachaca rocks your pants off.

You grew up dancing/singing to Xuxa.

Easter is incomplete without bacalhau.

You own havainas in every color imaginable.

You went to Disney World for your 15th birthday.

No meal is complete without rice, farofa and feijao.

You’ll fly Varig even if it’s a little more expensive because it’s Brazilian.

You like mayonnaise on your hot dogs and Americans think you’re crazy for it.

You love coracao de frango.

You own a pair of white pants.

You know what bossa nova and pagode is.

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Und hier nun gleich noch mal der dt. Teil, ich fühle mich (natürlich) als eine Mischung aus beidem :).:

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You know you’re German if…

You separate your trash into more than five different bins.
Your front door has a sign with your family name made from salt dough.
You carry a “4You” backpack.
You eat a cold dinner at 6pm.
You call your cell phone “handy” and a projector “beamer”.
You have no problems with nude beaches and saunas.
You have asked your Asian-American friend, “No, but where are you *really* from?”
You have gotten splinters from environmentally friendly toiled paper.
You call an afternoon stroll “Nordic Walking”.
You are shocked when you have to pay for dental care.
You own a pair of jeans in a color other than blue.
People start talking about Hitler and Hofbräuhaus when you tell them where you’re from.
Tenth grade was all about dancing lessons.
You work 40 hour weeks and have 6 weeks of vacation a year, but complain about hard times.
Your childhood diet consisted of Alete and Zwieback. Your college diet consisted of Miracoli and Döner.
You were educated about sex by Dr. Sommer.
You yell at people for jaywalking.
You grew up watching “Löwenzahn” and “Die Sendung mit der Maus”. And Baywatch.
You think college tuition is an outrage.
You routinely go 100mph on the highway and tailgate heavily.
On your last day of high school you made your teachers sing Karaoke and jump through hoops.
You wear brown leather shoes.
Your first audio tape was Benjamin Blümchen and Bibi Blocksberg.
You have ended an English sentence with “…, or?”.
You can tell at least one Manta joke.
You’re a college student in your 11th year.
Your first sexual experience was on Sat1, Saturday night at 11pm.
You spent hours in school learning to pronounce “th”.
You expect chocolate in your shoes on December 6th.

Silvester in Florianapolis, am wütenden Strand mit 7 Wellen und einem alten Freund …

Nach einigen wundervollen und entspannten Tagen (wir auch noch mal Bowlen) ging es also Richtung Süden, nach Florianapolis – oder im brasilianischen (Surfer-)Slang – Floripa!
Spontan konnte ich doch noch bei der Familie mitfahren (auch auf der Rückfahrt), weil sie noch einen 12 Sitzer Schulbus organisiert haben, mit dem wir dann mit 10 Leute unterwegs waren – 1000 km eine Richtung!

Die Fahrt sollte um 4 Uhr morgens losgehen und geplant war so gegen 2 oder 3 Uhr nachmittags dann dort zu sein.
Wir kamen um 5 Uhr los und mit einigen Irrungen, einem kaputten Tacho, einem bedenklich leeren Tank zwischendurch, einem Mittag in einer Spelunke, bei der ich selbst nichts mehr gegessen hätte, was auf den TISCH gefallen ist und der Wirt unsere Bestellungen “Schinken mit Käse” mit “Hähnchen mit Käse” durcheinander gebracht hat und wir heute noch den Käse suchen, und ein bisschen Stau kamen wir dann um 10.30 abends an :). Mein alter Freund Marcelo holte mich dann am Busbahnhof ab und so residiere ich nun gerade bei ihm bis 31.Dezember :). Seine Studentenwohnung ist gespickt mit deutschen Postkarten, einer Bierflagge, Becksflaschen und jeder Menge Erinnerungen :).

Ein bißchen Erklärungen:

Marcelo ist ein Brasilianer, den ich vom ICJA Jugendaustausch kenne, als er 2005-06 in Deutschland in Bremerhaven war. Wir hatten öfters miteinander zu tun und nun komme ich nun dazu, ihn hier zu besuchen :). Er hat ein halbes Jahr Geographie angefangen und nun sind seine Wände im Badezimmer und seinem Zimmer voll mit Sachen über Jura – wozu er nun seit einem Jahr gewechselt hat.
Florianapolis ist ein Surferparadies mit ca. 23 Stränden – die ganze Stadt ist eine Insel mit ca. 90km von Norden bis Süden, jeder Menge Stränden, einer Uni mit 32.000 Studenten und zur Zeit einer Temperatur von 30 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von ca. 80%. Mit den Bussen innerhalb der Stadt ist man fast überallhin 1 1/2 Stunden unterwegs (also hauptsächlich zu den Stränden 😉 ).

Am 29.12. waren wir mit den Fahrrädern unterwegs und dabei ordentlich schwitzen. Die Westseite der Insel ist dem Kontinent zugewand und hat keine Wellen am Strand. Hier wird auch das Abwasser der Stadt entsorgt, weshalb man hier eher nicht schwimmt (einige haben es trotzdem getan :P). Hier habe ich das erste mal seit den 3 Monaten hier endlich das Meer gesehen :). Der Geruch ist in Hamburg noch intensiver, aber hier auch verdammt salzig :). Abends waren wir dann noch in der Lagune, dem Partyplatz hier für die Einheimischen (und die massig Touristen, die mit dem Auto vorbeifahren und versuchen einen Parkplatz zu finden – als ob jeder Tourist versucht, mitten auf der Reeperbahn was zu finden! 😉

Die Tage danach musste Marcelo leider wieder lernen für sein Examen im März und so guckte ich mich nach Alternativen um. Für den Strand oder die Innenstadt wurde es plötzlich von oben zu nass, aber für Abends fand ich dann noch einen anderen Aiesecer, der in eine Pagodebar wollte. Nachdem er mich nicht um 22.30 sondern 0.30 abholte und die Bar keine Pagodeparty hatte, sondern eine Diskoparty, der Eintritt keine 7 Euro, sondern schon bei 30 Euro lag (und noch auf 40 Euro stieg, während wir davor standen) entschieden wir uns dagegen, reinzugehen und leisteten dem Bierverkäufer davor Gesellschaft, eine ulkige Gestalt von ca. 60 Jahren, mit jeder Menge Geschichten auf Lager, der auch einige der Besucher kannte (wenn sie denn gerade mal nicht Touristen waren). Immer noch ein genialer Abend ^^.

Am 31. machte ich mich dann auf die Suche nach der Familie mit der ich gekommen war, weil Marcelo zu seiner Familie ging und ich somit wieder eine Schlafplatz brauchte. Da ich am 2. sowieso wieder mit der Familie zurückfuhr und ich sie nicht telefonisch erreichen konnte, wie wir vereinbart hatten, suchte ich sie halt persönlich erst am Strand und dann im Apartment – einen Schulbus kann man halt schwer übersehen ;). Nach 1 1/2 Stunden hatte ich sie dann gefunden und organisiert, dass ich auch über Nacht noch dort bleiben konnte – Pfadfinderinstinkte auf dem Balkon wurden wach :).
Natürlich erst, nachdem ich den “Praia Brava”, den “wütenden Strand” ausgekostet hatte mit Wellenreiten und co :).

Silvester selbst hat hier 4 Farben: Weiß für den Frieden, Rot für die Liebe, Grün für die Hoffnung und Gelb für die liebe Kohle. Als wir nachher (nach ein paar Folgen “The World’s strongest man” – ein Pole gewann) an den Strand gegangen sind um das neue Jahr zu begrüßen, waren allerdings alle auf dem Weg dorthin (ca. 500 Leute) und waren alle in weiß. Das T-Shirt (weiß mit “Paz” – “Frieden” Aufdruck), dass ich von Marcela zu Weihnachten bekommen hatte, bekam nun einen ganz anderen Sinn ;). Es gab natürlich auch jede Menge Feuerwerk und dann noch die Tradition (sobald man am Strand ist) über 7 Wellen zu hüpfen, da es einen Heiligen gibt, der alles schlechte Alte mit den Wellen fortspült und das gute Neue für uns an Land treibt – fast hätten Kaisas Flipflops dran glauben müssen, aber wir haben sie dann wieder eingefangen – sind vielleicht doch nicht so schlecht :).

Mehr Fotos wieder > hier <.

Die Rückfahrt dauerte auch wieder etwas länger – keine 10 Stunden, sondern glatt 16, so dass wir um 4 Uhr morgens dort waren. Um 12 Uhr musste ich dann noch einmal den Bus von Mogi Mirim nach Ribeirão Preto nehmen, war um 3 Uhr dort und um 4 Uhr auf der Arbeit :). Es war allerdings ein ruhiger Anfang. Nur ein Projekt erklärt, dass ich dann den Freitag noch anfangen durfte und so sitze ich nun am Wochenende schon wieder entspannt hier, warte darauf, dass mehr der Leute aus den Ferien schon mal vorzeitig zuückkommen (fast immer noch alle in den Heimatstädten), und harre dem Karneval, der ja im Februar schon wieder losgeht :)…

Weihnachten im kleinen Schlangenfluss

Mein Blog war nun schon etwas länger verwaist, also schreibe ich mal, wie meine (internetlose) Zeit war …

Zu Weihnachten war ich bei der Familie der Mitbewohnerin (Marcela) der anderen Praktikantin aus Finnland und es ging mir richtig gut :).

Ich konnte gut entspannen, es gab gut zu essen, “was zu trinken” die ganze Zeit und die Leute sind einfach liebenswert, sehr herzlich und ich liebe einfach immer noch die brasilianische Gastfreundschaft.
Die Familie stammt komplett von italienischen Einwanderern ab und war für mich auch echt wie eine Familie :).
Ein bisschen Weihnachtsgebäck, dass ich mitgebracht hatte, war auch noch übrig (Aldi verkauft ja schon im Oktober :P) und hat sie erfreut…

Am 26. habe ich dann auch noch Majoranofenkartoffeln gemacht, die super ankamen :).

Eine Nacht waren wir bei dem Freund von Marcela untergebracht, da noch mehr der Familie über Nacht hier war.
Als ich morgens im Bett lag, kam seine Mutter rein (stammt auch aus Italien) und kam mit einem Redefluss daher, dem so früh morgens keiner gewachsen ist. Nun war mir auch klar, warum Marcelas Freund immer etwas ruhiger war :).
Der Rest der Familie war allerdings der Situation gewachsen und so kam eine Lautstärke zusammen, die mich nicht länger im Bett ließ ^^.
Die anderen Tage konnte ich allerdings immer ausschlafen – und habe das auch bis ins Letzte genossen 🙂

Der Sohn der Familie spielt auch (E-)Gitarre und in einer Pagodegruppe (Pagode ist so etwas wie eine langsamere Art von Samba) mit 2 Freunden, die auch am Abend des 23. bei uns gespielt hat – und die Familie hat sich auch öfters mal die Instrumente geschnappt und mitgemacht. Dazu gab es massig zu Essen sowie zu trinken :). Also Entspannung und Familie pur über die Festtage :).

Dazu noch Bowling einen Abend und ein Telefonanruf morgens um 2 für die finnische Mitpraktikantin auf ihr Handy, bei der der Anrufer anscheinend ein Callgirl erwartete. Wie sich herausstellte, war das auch nicht das erste Mal, dass dies vorkam, obwohl sie eigentlich nicht ihre Nummer auf diese Art weitergegeben hatte … komisch :).

Mehr Fotos gibt es > hier <