Warmschrank, Pinga Fogo und CCVPIS

Nachdem unser KĂŒhlschrank nun kaputt war und mein Mitbewohner sich nun endlich dazu durchgerungen hat einen neuen zu kaufen, hat er dies in der Stunde der Zeitumstellung gemacht, weswegen es anscheinend bei der Bank ein Problem gegeben hat – nun kommt der neue Schrank erst am Montag! Also schon 2 Wochen ohne … naja, halt mit Warmschrank, nech? 😛

Ein Ă€hnliches Problem gab es auch bei der Satellitenfernsehfirma – auch kein Fernsehen gerade!

Gestern hatten wir nun noch mal ein Pinga Fogo fĂŒr einen anderen AIESECer, der zu Nokia in Ungarn geht. Er wusste ziemlich viel, aber trinken musste er trotzdem! 😛 Es wurde noch eine geile Party ;).

Die Bewerbung fĂŒr den internationalen Kongress lĂ€uft auch gerade, Interview hatte ich am Dienstag und am Ende des Monats weiss ich dann endlich, wie meine Zukunft hier aussieht …

Trilinguales Fernsehen, , Traineewechsel, Kolibris und Zeitumstellung

Vor einigen Tagen sassen wir vor dem Fernseher – Claudio (Chile), Amitava (Indien) und ich.

Beim Zappen kamen wir auf Deutsche Welle TV. Es gab die Nachrichten – auf Spanisch, ĂŒber Pakistan, so dass Claudio und ich problemlos folgen konnten, Amitava konnte uns dann auch die Schreie der Massen im Hintergrund ĂŒbersetzen … dass nenne ich trilaterale Beziehungen :D.

Amitava ist nun am Sonntag Morgen allerdings schon wieder zurĂŒck nach Indien – nach einem Jahr in Brasilien. Ashley und ich habe ihn noch zum Flughafen gebracht wo er dann um 6.30 morgens abgeflogen ist *schnĂŒff*.

DafĂŒr ist nun Tarek endlich angekommen aus Dubai / PalĂ€stina / Jordanien / Ägypten (er hat lĂ€nger in all diesen LĂ€ndern gelebt, so ca. 6 Jahre in jedem :P). Lustiger Typ und nun haben wir nach Amitava wieder einen Trainee, der nur Englisch spricht … aber das Ă€ndert sich aber glaube ich ziemlich schnell – er macht schon massig Fortschritte in den ersten Tagen! 😉 Bleiben wird er wohl noch fĂŒr 6 Monate.

Die Abschiedsparty fĂŒr Amitava und Tomoko, die auch diese Woche geht, haben wir am Freitag gehabt – da ist Tarek dann direkt reingeplatzt vom Flughafen ;).

Von Samstag auf Sonntag hatten wir nun Zeitumstellung – nun ist Deutschland wieder 4 Stunden vorraus, aber ich glaube durch die baldige Zeitumstellung in Deutschland dĂŒrfte sich das auch noch weiter entfernen …

Ashley hat gestern so etwas wie die deutschen Futterspender im Winter aufgehĂ€ngt – allerdings war der nur mit Zuckerwasser befĂŒllt und ist hier fĂŒr die Kolibris, oder wie die hier heissen: BlumenkĂŒsser 😉 (Blumenpickser auf Spanisch, wenn ich das richtig verstanden habe ;)). So haben wir nun wohl öfters Kolibris vor dem Fenster ;).

Das neue Haus, Reste vom Karneval und SĂŁo Paulo, Men in Black und ZĂ€hnen ziehen!

So, nachdem ich nun vom Karneval zurĂŒck bin und mich auch langsam zumindest schlafmĂ€ssig auf der Höhe befinde (ein bisschen krank bin ich glaube ich immer noch) und in der letzten Zeit auch eher mit der CCVPIS Bewerbung beschĂ€ftigt war (wobei die Chancen dafĂŒr glaube ich ziemlich gut stehen, komme ich nun auch mal wieder zum Blog schreiben…

Das neue Haus gefÀllt mir eigentlich besser als das alte, hat allerdings auch kleine Nachteile:

+:

– das Haus ist grĂ¶ĂŸer
– wird sind zZ. ca. 5 Leute hier, so ist man weniger allein (war ich ja vorher seit Dezember!)
– wir haben eine Putzfrau
– wir haben einen 35 Zollfernseher 😀
– wir haben einen Pool!
– die Sauna muss ich noch mal ausprobieren
– das Internet ist endlich schneller 😀
– wir sind noch nĂ€her am Zentrum

-:

– mein Zimmer geht direkt zur Hauptstraße – wird oft laut und man weiss nicht genau was man alles einatmet…
– als ich ankam war erst mal fĂŒr eine Woche der KĂŒhlschrank kaputt! Erst heute wurde der wieder gefixt …
– der Abfluss in der KĂŒche ist laufend verstopft (nicht im Sinne von einem Paradox :P)
– ich habe nun einen Weg von ca. 15 Minuten zur Arbeit – allerdings kann man so auch mal mehr Nachdenken 🙂
– die Nachbarn sind etwas lĂ€rmempfindlich
– ich wohne direkt mit Ashley im selben Zimmer, kann stören bei Damenbesuch 😉

Das Haus ist direkt gegenĂŒber von einem Krankenhaus, so dass theoretisch die Leute immer rĂŒbergucken können, weil wir genau gegenĂŒber den Fenstern am Ende des Ganges liegen … zumindest gibt es VorhĂ€nge!

Das nun mal als kurze Übersicht. Bisher habe ich mich nun ca. 1 Woche eingelebt und mal gucken wie es sich noch entwickelt.

Nun habe ich auch noch ein Foto vom Karneval aufgetan, so dass ihr noch ein bisschen einen Eindruck bekommt :D.


… und auch noch mal einen Blogeintrag auf einem insgesamt ziemlich interessanten Blog! ĂŒber Brasilien – in diesem Fall ĂŒber den fetten Karnevalskönig in Bahia – oder eben auch nicht! 😉

Auch möchte ich euch nicht meinen Trip nach SĂŁo Paulo vorenthalten, den ich eigentlich sogar schon vor dem Karneval gemacht habe! 😉

SĂŁo Paulo ist die grĂ¶ĂŸte Stadt Brasiliens (klar bei 16 Millionen Einwohnern) und auch das wirtschaftliche Zentrum der Nation (mit Rio de Janeiro und der Hauptstadt Brasilia). Nur ca. 10% der Stadt sind mit der Metro angebunden und sogar die Uni hat keinen Metroanschluss!

Es gibt so einige Metrostationen mit komischen Namen…
– ZĂ€hneziehen (Tiradentes, berĂŒhmter RevolutionĂ€r – von Berufzahnarzt)
– Licht (Luz)
– Freiheit (Liberdade)
– Schokoladencreme (Brigadeiro, was auch ein Brigademitglied ist :))
– Gesundheit (Saude)
– Betlehem (BelĂ©m)
– AnhangabĂĄu (immer noch keine Ahnung was das heißt :P)
– Armenien …

Als ich dort war, blieb ich im Haus des nationalen Kommittees von AIESEC in Brasilien. Das war ein Haus ausgelegt fĂŒr ca. 10 Personen, wo eigentlich 15 Personen stĂ€ndig leben und mit der stĂ€ndigen Fluktuation von Nationalen Strategie Leitern oder Leuten wie mir waren es dann mal wieder 20 – ich habe GlĂŒck gehabt und ein Bett bekommen, weil zwei der NSL morgens um 5 den Bus nach Rio und Viktoria nehmen mussten :P. Das Komittee fĂŒr den International AIESEC Kongress ist dort auch untergebracht (und wird es wohl auch bleiben, wie ich vor 2 Tagen mitbekommen habe, es wird dann bloss ein bisschen umdisponiert – nicht nur ein KĂŒhlschrank fĂŒr 20 Leute :P).
Der PrĂ€sident von AIESEC (kurz @) hatte sogar seine Mutter fĂŒr eine Woche dort, weil sie einen Kurs an seiner Musikschule gegeben hat, aber komisch fĂŒhlte es sich doch an …
Wir waren also am Samstag Abend in einer Bar, seine Mutter war auch dabei, aber er war der Einzige, der doch noch ein MĂ€del abgeschleppt hat (vor den Augen seiner Mutter) =) ). Die Bar war ziemlich geil, mit MPB (Musica Popular do Brasil = brasilianischer Pop), eigentlich nicht zum Tanzen, was aber am Ende trotzdem alle getan haben. Es gab 2 Etagen / BĂŒhnen und das ganze erinnerte mich an SĂŒdstaatenromantik aus New Orleans. Das Bier war mit 6 Reais pro 0,6 Liter (ca. 2,5 ?) fĂŒr meine VerhĂ€ltnisse teuer – in der Disko hier kann es noch einmal gut das Doppelte werden!, SĂŁo Paulo ist teuer!)

Hier sonst auch noch mal ein Blogeintrag ĂŒber Tropa Elite – den Filme, ĂŒber den ich schon berichtet hatte und GefĂ€ngnisverhĂ€ltnisse in Brasilien … auch in SĂŁo Paulo!

Aber fangen wir mal am Freitag an:
Kurz vor der Abfahrt noch mal Thermometer checken: 40 Grad! Dies vor allem, nachdem ich den Blog eines Freundes in Canada gecheckt habe … 😛

Nachdem mein Freund, bei dem ich pennen sollte Gelbfieber hatte und lieber nach Hause gefahren ist, habe ich mir 4 Stunden vor der Abfahrt nach SP noch den Platz im MC (Member Committee) gesichert, was sich letztendlich sogar als Bett rausstellte.
Nachdem ich ca. 1 Stunde rumgeirrt und öfters von Leuten in die falsche Richtung geschickt worden war und an der TĂŒr noch mal 5 Minuten auf mich aufmerksam machen musste, hatte ich einen verdammt geilen Abend … (irgendwie im wahrsten Sinne des Wortes, aber das wird besser nicht öffentlich oder wirft ohne Hintergrundwissen ein komisch Bild auf @Brasilien 😛 … ^^).

Am Samstag ging es dann auf die Australische Party im Park, was einer der GrĂŒnde gewesen ist warum ich mir gesagt habe: Dieses Wochenende hat einen Grund mehr nach SP zu kommen! Es war auch eine geile Party, mit ca. 4 Australiern, einem NeuseelĂ€nder, 2 Brasilianern, die schon ein Jahr in Deutschland waren, einigen anderen 5 Nationen und natĂŒrlich Brasilianern (ca. 20 Leute insgesamt).

Nach dem Versuch einer Runde Kricket ging es dann Abends noch in die vorher bepriesene Bar. (Da waren allerdings teilweise andere Leute mit dabei).

Am Sonntag zog ich dann noch mit 2 Trainees los, von denen ich einen auf der Aussiparty kennen gelernt hatte.

So traf ich mich mit dem Chilenen (Fernando) und dem Briten auf der Rua Paulista – und wir merkten, dass wir ohne uns abzusprechen die MEN IN BLACK waren ;). Der Musikgeschmack war dann auch Ă€hnlich und wir hatten gleich was zum Quatschen :).

Dann haben wir / ich noch etwas von der Stadt gesehen:

Erst waren wir auf dem Platz von Chinatown, wo sie das chinesische Neujahr vorbereitet haben – erst australische, dann chinesische Fete und dass in Brasilien :P.

Auf dem Weg haben wir auch eine Sambaband getroffen, die fĂŒr den Karneval geprobt hat – einfach geil! Es war aber nur ein Mann dabei :P. Kurz darauf sagt mir ein MĂ€del auf der Straße – “Du bist blond, du hast ne Digicam, du bist Deutscher!” – krass was fĂŒr Stereotypen die hier haben! Kurz vorher hatte ich mich noch gefragt ob ich berĂŒhmt bin, weil eine 40jĂ€hrige sich unbedingt mit mir ablichten lassen wollte! ^^

Und ein Urwaldpark inmitten der Stadt …

So hatte ich also meinen Spaß und komme hoffentlich bald (als CCVPIS wieder 🙂 ). Das Interview ist am Dienstag … 😀

Abschied, Unfall und Umzug

Der letzte Tag der Party geht vorbei…
den letzten Kuss noch auf den Lippen marschiere ich morgens um 8 langsam vom anderen Ende der Meile zum Bus…
vorbei am Meer, dass weich an den Strand spĂŒlt,
ĂŒber die Straße, bei die mit Wasser gespĂŒlt wird, so dass ich vor lauter Reflektionen nichts mehr sehen kann und fast in der AfterPartydisko lande, die morgens um 8 erst aufmacht,
vorbei an den letzten Patroullien der MilitÀrpolizei, nun schon immer 50 auf einmal,
vorbei an den letzten Ladies und Ă€lteren Damen, die einem “Gringo” hinterherrufen,
vorbei an den abgestellten Trielektrikos, die nach der nĂ€chtlichen Tour morgens um 6 noch das 2. Mal losgezogen sind, um morgens um 9 wieder Konzerte zu geben … die Stadt schlĂ€ft echt nie…, … und am Ende zum Bus, wo ich langsam zu einigen Feststellungen ĂŒber den Karneval komme:

1. such dir ne gĂŒnstige Unterkunft, sonst kommst du gar nicht erst an Land (vielleicht auch eine, wohin du jemanden mitnehmen kannst? ;))
2. das Bier ist saugĂŒnstig (50 Cent / 0,5 Liter)
3. es ist egal, ob du deine Freunde auf dem Weg verlierst – das tust du sowieso! – wichtig ist bloss, wo du sie wiederfindest! (und wenn das nicht klappt, findet man von den 10 Leute in meinem Fall doch immer wieder einen irgendwo ;))
4. das nĂ€chste Mal ne Einwegkamera …

Nach einem kurzen Zwischenstopp bei meiner Unterkunft ging es also mit dem Bus wieder Richtung RibeirĂŁo Preto … was diesmal allerdings 38 Stunden dauern sollte, da wir auch noch in einen Unfall verwickelt waren.
Als ein Auto auf der Gegenfahrbahn bei Regen versuchte, einem LKW auszuweichen, dabei die Gegenfahrbahn einmal ĂŒberquerte und sich auf der anderen Seite mehrfach ĂŒberschlug, schleuderte es auch einige Steine durch die Gegend, wovon einer unsere Windschutzscheibe traf. Diese war zumindest nicht zertrĂŒmmert, aber wir mussten doch noch auf die Polizei warten. Solange gingen 35 der 40 Menschen im Bus gaffen und ich blieb mit 5 Leuten zurĂŒck. Die Fahrerin hatte wohl innere Verletzungen, aber zumindest ist ihrer kleinen Tochter nichts passiert. Vom LKW Fahrer habe ich nichts mehr gehört …

Als ich dann nach 38 Stunden wieder “zu Hause” war, war das schon woanders – der halbe Umzug war schon vollzogen, obwohl Ashley nur einen halben Tag vor mir nach 2 Monaten aus den USA wiedergekommen war. So komme ich vom Karnevalsstress also in den Umzugsstress und glaube ich werde gerade ein bisschen krank – aber gelohnt hat es sich trotzdem… 😉

bester Tag und 40t Klos

Gestern war nun der beste Tag von allen bisher.
Aber erst noch ein bisschen mehr zur AthmosphÀre:

– es lĂ€uft alle 3-5 Minuten eine Patroullie MilitĂ€rpolizei durch die Menge, die z.B. Verletzte mit rausbringt – fĂŒr die macht man besser sofort Platz, weil die im Zweifelsfall nicht lange fackeln. Von der AuthoritĂ€t her erinnern die mich an das MilitĂ€r in der Diktatur Togo…
– es gibt ein paar öffentliche Toiletten, ein paar öffentliche WĂ€nde, aber wer sich schon den Luxus eines Blocos gönnt, kann im 2. Wagen auch gleich das Klo benutzen – Rollende 40t Klowagen, auf denen oben drauf auch wieder Fans stehen und in die eine Bar integriert ist.

Bleiben tu ich hier in Salvador bei Diogo, einem anderen AIESECer, der mich herzlich aufgenommen hat, nachdem 2 Kolumbianer fĂŒrs Übernachten abgesagt haben und mit der Meute der 10 “Söhne Gandhys” jeden Abend mit auf Piste nimmt. Bekommen habe ich den Kontakt ĂŒber Kerstin, die hier in Salvador mit AIESEC ein CEED gemacht hat, aber nun schon langsam wieder in Deutschland ist – der Karneval war der Abschluss des Aufenthalts.

Leider sind alle GeschĂ€fte geschlossen, so dass Einmalkameras eher schwierig zu bekommen sind. Ich versuche dann hinterher noch von woanders Fotos zu bekommen, aber das Wichtigste ist ja im Kopf … ;).
Nachdem ich gestern (mal wieder fĂŒr 6 Stunden) die Meute verloren habe, war ich trotzdem nie lange allein … ein Gringo / Weisser scheint manchmal auch ganz gut anzukommen ;). Das sind Erinnerungen, die auch Fotos nicht beschreiben konnen … 😉

Salvador ist ĂŒbrigens die 3.grösste Stadt Brasiliens mit 3 Millionen Einwohnern und dem grössten Anteil an Farbigen in ganz Brasilien. Das macht sich deutlich bemerkbar, auch an der Kultur, wo noch sehr viel von Afrika hier durchscheint (ein Beispiel sind auch diee Söhne Gandhys, die ein afrikanischer Bloco sind. Auch deren Musik kenne ich eher aus Afrika als von hier …

Videos und letzter Tag

So, heute haben wir den letzten Tag der UmzĂŒge, irgendwann kann der Körper auch nicht mehr, wenn 4 Tage lang die Hauptnahrung aus Bier besteht :P.

Zumindest einige Videos habe ich nun zusammengesucht um euch einen Eindruck geben zu können, auch so ganz ohne Kamera! Viel Spass dabei!

Chiclete com Banana (die Headliner und bekannteste Band fĂŒr AxĂ©):

einige andere Gruppen:


und noch mal die Filhos de Gandhy:


ich hoffe das gibt euch einen Eindruck von der Musik – MĂ€dels und co sind natĂŒrlich noch nicht dabei… 😉

keine Bilder aber Spass

So, nachdem mir spontan mal am Samstag die Kamera geklaut wurde und die Leute mich wohl eher fĂŒr einen SchlĂ€ger hielten, als ich ihn verfolgt habe und anschliessend die Gruppe fĂŒr ca. 4 Stunden verloren habe – streichen wir den Samstag mal.
DafĂŒr war der Sonntag dann besser, am Strand und anschliessend wieder in der Strasse ;).

Die war diesen Abend ziemlich bevölkert von Ghandis JĂŒngern – “Filhos de Ghandy”, was ein Bloco war, allerdings gehörte hier zum Outfit eine weisse Tunika mit weissem Frotteeturban und jeder Menge Ketten – jede Kette wird dann normalerweise fĂŒr ein KĂŒsschen weitergegeben … Die Dinger gibt es nur fĂŒr Jungs und jede Menge kaufen den Bloco fĂŒr 100 Euro nur um bessere Chancen bei den MĂ€dels zu haben und gehen gar nicht hin sondern flanieren lieber die Stresse damit entlang … es scheint aber zu klappen :P. Ich bin also auch mit 10 dieser Gestalten durch die Nacht gezogen und hatte meinen Spass – die UmzĂŒge hier dauern echt bis 5 Uhr morgens – einige Trucks fahren auch erst um Mitternacht los. Das ganze Spektakel beginnt aber jeden Tag schon so gegen 2.

Es gibt verschiedene UmzĂŒge, die grossen mit AxĂ© und auch kleinere, persönlichere, wo sogar Capoeira Gruppen mitziehen und zwischendurch ab und zu mal eine Roda abhalten …
DemnĂ€chst also wieder mehr, bis dahin …

Salvador, AxĂ©, Kater – Karneval!

Nun bin ich endlich in Salvador und habe schon den ersten Kater, aber dazu spÀter ;).

Zuerst standen mir 28 Stunden Bustour (fĂŒr ca. 100 Euro) bevor – nachdem am Abend vorher so etwas wie eine Abschiedsparty fĂŒr die Freiwilligen war, die im nĂ€chsten Monat zurĂŒck gehen – eigentlich alle ausser mir :(.

Auf jeden Fall dauerte die Party bis ca. 4 Uhr morgens. Nach also ein bisschen Pennen von ca. 5 Stunden ging es Mittags in den Bus – der gleich mal ne Stunde spĂ€ter kam, weil er noch zur Wartung in einer Werkstatt war. Das sollte sich allerdings noch unterwegs fortsetzen, so dass wir einige weitere Stopps hatten und die Fahrt 35 Stunden dauerte und ich ca. 10 Uhr Abends ankam – was natĂŒrlich nicht hiess, dass die Party vorbei war – ganz im Gegenteil!

Weil ich spĂ€ter kam, bekam ich zu hören: “Wir gehen direkt, Dusche oder sowat gibbet nich, sondern Party unnd UmzĂŒge bis 5 Uhr morgens. Lass deine Wertsachen im Auto – willste ‘n Bier?”. Das habe ich natĂŒrlich gleich angenommen und so ging es zur Parade.
Das ist ein bisschen Ă€hnlich wie in Köln – und doch ganz anders!
Da wÀren:

1. Die Musik: AxĂ©, sprich AschĂ©, die von der Fröhlichkeit und Dynamik doch dem Samba sehr nahe kommt, aber wir sind hier nicht in Rio, deswegen gibt es auch nicht hauptsĂ€chlich (aber vereinzelt doch) Samba, sondern halt AxĂ©. Die Singer stehen auf den Trucks (Ă€hnlich wie bei der Loveparade) und singen und animieren die Menschen. Es gibt berĂŒhmte Bands wie “Chiclete com Banana” (“Schikletsch kon Banana”) – Kaugummi mit Banane. 😉

2. Die “Blocos”:
Tanzen kann man auf verschiende Arten: Im Bloco – also direkt am Truck (wo angeblich die sĂŒssesten MĂ€dels sind). Dabei ist dann die Eintrittskarte ein Hemd / T-Shirt, das vor Farben nur so explodiert und das typische Bild fĂŒr den Karneval hier sind. Allerdings sind sie auch entsprechend teuer – 30-300 Euro fĂŒr 1-3 Tage im Bloco, je nach Gruppe.
Wer nicht im Bloco ist, macht pipoca – Popkorn, bedeutet ungefĂ€hr sowas wie RumhĂŒpfen wie poppendes Popkorn, allerdings in diesem Fall das Stehen am Strassenrand ohne zu Bezahlen – auch so kommt man zu seinem Anteil an MĂ€dels und Party ;).

3. die Temperaturen selbstverstĂ€ndlich 😉

4. neben AxĂ© gibt es auch noch andere Musikarten – je nach Region wird das halt mehr oder weniger gespielt. Es gibt so einige Regionen, die verschiedene Karnevals haben – alle jeweils auf ihre eigene Weise berĂŒhmt, wie Rio de Janeiro, Diamantina, SĂŁo Paulo, RecĂ­fe oder halt Salvador um State BahĂ­a ;). Auch elektronische Musik hatten wir gestern – mit einem sehr bekannten DJ aus England – das wirkte dann doch eher wie Loveparade, es ist halt alles im Mix ;).

Heute morgen wachte ich also mit schon dem 1. Kater auf – Bier kostet ca. 80 cent pro 1/2 Liter, selbst auf der Strasse – und bereite mich langsam wieder aufs Ausgehen vor. Ich muss bloss gucken, ob ich noch was von der Stadt sonst zu sehen bekomme – natĂŒrlich ist hier Chaos ohne Ende und man kommt ohne eigenes Auto nirgendwo mehr hin! 😛
Sonst muss ich halt noch mal zurĂŒck kommen – hĂ€tte ich auch nix gegen ;). Wenn ich also nicht wegen der MĂ€dels hier gegen nen Laternenpfahl laufe, dĂŒrfte das gut drin sein – am Besten mittendrin! 😉

Soviel heute nach dem 1.Tag, demnĂ€chst mehr 😉