São Paulo, die Ankunft des Vaters und eine Taufe ;)

Am Wochenende war ich wieder in São Paulo, um dem Hotel für den Internationalen Kongress schon mal einen Besuch abzustatten, über Internet und das Kabelnetzwerk zu verhandeln und mir schon mal ein Bild zu machen. Internet über Parabolantenne habe ich bisher nur in Norwegen mal gesehen – man lernt doch nie aus ;). Es war schon gut, sich einmal vorzustellen, wo der Kongress nachher stattfindet – vor allem jetzt, weil auch die anderen Teammitglieder (Teamleiter und Teammitglieder) ausgewählt sind. In meine Team sind das ein Inder, der gerade in den USA lebt, eine Kolumbianerin (Frauenquote in der IT, yeah!) und ein Brasilianer, neben meine Boss aus Lettland natürlich ;). Wird wohl ne Mordsgaudi >:D.

Am Sonntag Abend war ich noch mit einem Freund in einer Live Sambabar, wo seine Schwester die Sängerin war – es war echt ungewohnt wieder europäische (teure!) Preise zu sehen :P. Wir hatten unseren Spass, auch wenn ich noch nicht ganz so viel Samba gelernt habe. 😉

Am Montag dann (der hier ein nationaler Feiertag war aufgrund eines berühmten Kriegshelden – Tiradentes, der vorher Zahnarzt war – deswegen heisst Tiradentes auch “Zähnezieher”) kam der gewählte Präsident von AIESEC International für das nächste Jahr vorbei! So ziemlich die höchste Person in AIESEC ;).
Mit Mauricio, dem Präsidenten von AIESEC in Brasilien habe ich zusammen den Tag über gewartet. Auf Wahlergebnisse, ob Mauricio nun auch zu AIESEC International aufsteigt. Eigentlich sollten die Ergebnisse schon um 6 Uhr morgens klar sein.

Es kam aber nix!

Einige Zeit später klingelte dann das Telefon … wieder nix…

Einige Zeit später rief dann AIESEC Int. an! Allerdings nicht für ihn, sondern ein weiteres Mädel, dass sich beworben hatte und schon seit Freitag wusste, dass sie angenommen war! 😛

Als dann schliesslich um 17 Uhr der Präsident von AIESEC International (kurz PAI, was auf Portugiesisch eigentlich “Vater” heisst 😉 ) landen sollte, hatte Mauricio schon so einige Runden Bier spendiert und war gerade auf “hm, eigentlich-kann-der-mich-gerade-mal”-Tour. Wir haben ihn dann aber trotzdem vom Flughafen abgeholt – umsichtig im Taxi natürlich ;).
Er kam schon früher an und wartete lächelnd am Flughafeneingang auf uns … sagen wollte er aber trotzdem noch nix! 😛

Nach einem Besuch des WCs und Kaufen von neuem Bier baten wir dann einen Passanten ein Bild von uns zu machen. Auf dem Bild wurde dann Mauricio zum “Aiesec international Vice President Organisational Development and Structure” getauft ;).

Den Abend hat er dann noch für uns gekocht (typisches Essen aus Santa Maria, dem Süden, bei den Gaúchos, wo die meisten Deutschen auch wohnen – es war ein bisschen vertrauter als das andere Essen bisher) und es hat Bombe geschmeckt!
Mit dem PAI habe ich mich auch noch zwischen ein paar Bierchen 40 mins unterhalten, bevor ich dann um 23 Uhr wieder los musste, weil mein Bus abfuhr, der dann um 4.30 morgens in RP war ;). Das Wochenende war echt genial :D…

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Piracicaba – oder Europa?

So war ich denn dieses Wochenende in Piracicaba (der Name heißt so viel wie “wo die Leute bleiben”), mich ein bisschen entspannen, aber wie es schien auch wieder ein bisschen europäische Luft schnuppern! Ich bin endlich dazu gekommen der Einladung von Sara und Renata zu folgen und “ihre” Stadt zu sehen. Die Stadt an sich ist sehr hügelig, so dass ich mit meinem Schnupfen und zuer Nase öfters mal Druckprobleme hatte (in den Bussen zu den anderen Städten über Nacht habe ich mich wohl erkältet), aber es gab wie gesagt auch andere europäische Aspekte.
Die Stadt wurde von Europäern gegründet (wohl von Niederländern) und die Fabrik von damals ist auch heute noch gut erhalten und in ein Kulturzentrum umgewandelt. Ich fühlte mich echt zurückversetzt. War gut zum Entspannen :).

Genau wie der Lachs am Abend und die Wasserfälle (ich fühle mich echt wohler beim Wasser und in Ribeirão haben wir einfach nicht so viel).



Allerdings gab es in der (Agrikultur-)Uni auch Straßenschilder mit “max 22kmh, max 32kmh” – ist das typisch deutsch? 😛
Ich hatte das erste mal Feijoada, seit ich hier bin! Die typisch brasilianische Restespeise, genau wie Bortscht in der Ukraine, Ratatoullie in Frankreich oder Pizza in Italien. Ursprünglich waren da dann halt auch Schweineohren und co mit drin, aber diesmal war es sogar relativ fettfrei ;). Hat echt gut geschmeckt :D.

Hier habe ich auch die erste wirkliche Rock-/Metalkneipe in Brasilien gesehen. Den Abend haben sie Judas Priest und Helloween Cover gespielt, aber die Mädels waren leider zu müde zum gehen. Denn wohl beim nächsten Mal :)…

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Im Supermarkt fiel mir heute auf, wie langsam mal wieder die Kassierinnen sind. Jede Person wird so bedient, dass man 2 Großmütter mit 50 Teilen durchschleusen könnte, wenn sie bei Aldi sind. Zudem zahlt hier wirklich JEDER mit Karte (außer mir), so dass mit falscher Pineingabe das ganze noch mal länger dauert …

Londrina, Konferenztrainer, Abschied und ein Fernsehinterview

Das Wochenende war mal wieder genial 😉 .
Londrina, die Stadt mit der grössten japanischen Bevölkerung Brasiliens, hat sogar ein bisschen europäisches Flair, zumindest im Vergleich mit den anderen Städten 😉 . Es wurde auch ursprünglich Engländern gegründet, wie der Name schon vermuten lässt …
Die Konferenz war auch genial professionell organisiert. Zwei Trainees, die aus Malaysia / Guatemala zurück gekommen sind haben hier AIESEC aufgezogen und beiden haben schon als Trainees auch als Trainer trainiert und solche Workshops gegeben. (Daniel nicht nur in Guatemala, sondern auch Costa Rica – 2 Tage Busfahrt). Hier kommt echt noch Begeisterung und Flair durch 😉 . Und wo sonst bekommt man die Chance mal mit Berbel (männlich) zu trainieren? 😉
Und wieder jede menge Freund mehr 😉 . Ich habe auch einen anderen Felix getroffen! Wenn auch nur im Nachnamen, weswegen der LCP mich dann immer Richard rief 😉 .

Am Montag gab es dann die Abschiedsparty für die andere Praktikantin aus Finnland, die nun schon wieder weg ist.
Tarek aus Dubai geht nun am Ende der nächsten Woche und Claudio, der Chilene auch innerhalb der nächsten 2 Wochen – danach bin ich erst mal allein, bis wieder weitere Trainees kommen, was aber noche in bisschen länger dauern kann … 🙁

Am Mittwoch habe ich hier sogar im regionalen Fernsehen ein Interview gegeben, dass am Donnerstag ausgestrahlt wurde und ich probiere gerade meine Griffel dran zu bekommen 😉 .
Wenn ich es finde, lasse ich es euch wissen 😉

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Goiania

Meine zweite Konferenz als Trainer und diesmal auch als Coach – helfen den Information Management Bereich aufzubauen – war mal wieder ein voller Erfolg :). Es waren auch 2 Mitglieder des nationalen Vorstands da. Die Stadt gibt es seit ca. 60 Jahren und hat mit Brasília, der Hauptstadt so ein bisschen eine Köln – Düsseldorf Rivalität, eigentlich, aber weil AIESEC in Brasília das LC vor Ort gegründet hat waren wir eine gute Mischung aus beidem :).
Direkt als ich angekommen bin, haben die Leute nicht nur mich, sondern auch den netten Herrn Straßenhütchen vom Parkplatz vor den Augen der Wachpolizei mitgenommen (ok, sie haben gerade nicht geguckt :P). Weitere Begleitung fand dieser dann noch von einem Stück Styropor “genau sowas habe ich für meine Gruppendynamik gesucht!”, bis der Fahrer es dann vergaß, und da es auf Grund der Größe sowieso eher ein Sonnen-(und nicht Schatten, sprich im Auto)dasein fristete, überlebte es die Beschleunigung auf 60km/h nicht und schied wieder von uns :P.
Dafür bekam der Straßenhut noch den Namen “Funfa”, und bis zum Schluß konnte den keiner erklären :P.

Die Leute waren echt gut drauf und ich habe echt Lust zurück zu kommen :). Da meine drei Mitbewohner ja alle aus der Gegend kommen, dürfte das glaube ich auch noch demnächst mal möglich sein. Jede Menge Einladungen habe ich auf jeden Fall schon :).



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