nach dem Internationalen Kongress ….

Nun kam ich doch wegen so einiger anderer Herausforderungen nicht dazu meinen Blog zu aktualisieren und ich glaube die Situation momentan kann ich dann doch noch besser in Deutsch für euch beschreiben – also freut euch wieder auf eine deutsche Fortführung des Blogs :).

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Nun ist der IC langsam vorbei und ich bin echt in gewissen Teilen am Ende. Das ist auch der Grund warum ich leider nicht dazu kam euch zwischendurch auf dem Laufenden zu halten, aber das versteht ihr vielleicht auch wenn ihr ein bisschen weiter lest.
Es war eine krasse Erfahrung, sowohl im Positiven als auch im Negativen.
Gewachsen bin ich vielleicht noch ein Stück, allerdings wieder anders als ich es erwartet hatte.
Ich hatte ein Team mit verdammt starken Persönlichkeiten, einem Mädel, dass in Kanada schon ein eigenes AIESEC Büro mit aufgebaut hat und schon sich für das nationale Kommittee beworben hat. Einen Inder, immer proaktiv und vorantreibend, aber halt auch treibend… Sergej, meinen Vorgesetzten / Vize Präsident Informations Systeme, öfters mal ein Dickkopf und dann Pablito, Brasilianer, der Ruhepool des Teams. Der größere Teil des Teams hatte sich beworben nicht weil sie in dem Bereich direkt arbeiten wollten, sondern eher weil es Mittel zum Zweck war noch andere Sachen zu lernen oder auch einfach zum Kongress zu kommen. Irgendwie war ich dazwischen und es kam so einiges anders als gedacht.

Man gewöhnt sich mit der Zeit daran dass das Internet nicht funktioniert und die Leute das meistens dann bei einem Abladen. Man gewöhnt sich auch an 6 Wochen mit 4-5 Stunden Schlaf pro Nacht. Und an das Lächeln danach wenn einen Leute das 1000. Mal nach Sachen fragen. Oder verlangen dass man um 2 Uhr morgens “das Internet repariert”, obwohl man das Hotel teuer dafür bezahlt hat dass es funktioniert und dann geht es doch wieder regelmässig den Bach runter.
Was an Schwierigkeiten bleibt ist ein Vorgesetzter, der anstatt einen zu unterstützen einene eher behindert und einem in die Parade fährt. Der das Team vereint, aber nur darin, dass es ihm nicht traut. Zumindest einiges davon hat sich zum Ende hin ein wenig gebessert. Allerdings fuhr auch einer meiner Teamster 3 Tage vor Ende des Kongresses schon früher zurück weil die Uni die Deadline zum Einschreiben für ihn vorverlegt hatte. Eine andere war die Zeit über fast durchgehend krank und verlor dauernd ihre Stimme. Zumindest gab es noch den Ruhepool auf den man sich verlassen konnte. Allerdings arbeiteten alle sehr dadurch auch am absoluten Limit. Wie gesagt eine neue Herausforderung. Dabei dann noch dem Anspruch gerecht zu werden dass sich alle entwickeln und das Meistmögliche an persönlicher Entwicklung mitnehmen wird dann schwierig. Ich hatte zumindest noch Leute auf die ich bauen konnte und bin durchgekommen. Wieder eine intensive Erfahrung …

Ich kam leider nicht so sehr dazu vom Internationelen Kongress so zu profitieren wie ich es mir erhofft hatte. Zumindest einige Leute konnte ich kennen lernen, aber man wird von vielen einfach weggerufen und freut sich irgendwann wenn man eine Mahlzeit in mehr als 3 Minuten zu sich nehmen kann. Ich sollte froh sein dass ich überhaupt zum Essen kam.
Einige der Kontakte haben sich nun erst hinterher gezeigt, als ich endlich mal ein bisschen zum Entspannen und mehr zum Reden mit den Leuten kam. Ich habe ein paar sehr schöne Tage in São Paulo mit Freunden verbracht. 2 davon waren wieder eine Konferenz, bei der ich wenig schlief, allerdings auch den exMCP von Kolumbien kennen lernte, der während seiner Zeit massig bewegt hat und ein bisschen seine herausfordernsten Momente mit mir geteilt hat. Einige der Freundschaften vom organisationskommittee konnte ich erst jetzt so richtig festigen, aber ich bin froh dass sich aus einer spontanen Verabredung doch noch der beste Tag seit 2 Monaten für mich entwickelt hat – alles nach dem IC!
Nichtsdesdotrotz haben wir eine Konferenz abgeliefert, von der die Leute meinten dass es die beste seit so einigen Jahren wenn nicht sogar die beste überhaupt war. Etwas worauf man stolz sein kann und jede Menge Danksagungen die einen wieder aufmuntern. 🙂
So einige der Sachen von dem was ich gelernt habe werde ich wohl auch erst später mitbekommen, wenn es sich zeigt worauf es ankommt.
Nun werde ich noch ein bisschen in Brasilien herumreisen und einige Freunde besuchen bevor es in Deutschland dann wieder auf Wohnungssuche und auf die nächsten Konferenzen geht.
Ich hoffe es wird für mich auch weiter eine Zeit der Reflektion, so wie ich es die letzten 3 Tage geniessen konnte. Ich hoffe euch alle bald wieder zu sehen (einige weilen ja leider schon wieder in anderen Gefilden).
Wartet auf mich …. 🙂

PS: Fotos kommen auch demnächst wenn ich wieder Zeit dafür finde 🙂

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