Volleyball, Folklore und Peacecorps

Am Samstag morgen hatte mein Volleyballverein seine “Jahresendfeier”. Dafür haben wir
erst einmal den Platz saubergemacht. Das hieß, mit Macheten das Gras am Betonboden abzuschneiden und
das Ganze nachher mit zusammengebundenen Reisigbündeln zusammenzufegen. Es hat auch schon ein bißchen
Spaß gemacht, wie so ziemlich alles, solange man es mit den richtigen Leuten macht. Dann ging es ans Spielen.
Es gab erst gemischte Mannschaften, Anfänger und Fortgeschrittene, aber nach einiger Zeit wurde so ziemlich
fast alles ausgetauscht – außer mir. Dann fiel ihnen anscheinend auf, dass es mir auch keinen Spaß macht,
bei den ganzen Kleinen mitzuspielen, und tauschten mich auch aus. Wir kamen dann später noch einmal dran, aber
man sieht wieder einmal die Bevorzugung von Weißen. Am Ende ging es dann mit Essen, Trinken und Reden los – ich
musste auch eine aus dem Stehgreif halten, was ich dann natürlich kurz gehalten habe (das Übliche: vielen Dank, dass
ich mitspielen darf, frohes Neues) :). Nach ca. einer 3/4 Stunde musste ich dann aber schon wieder gehen. Ich wollte noch
mit einem Freund (Michael) zum Voodoofestival nach Aneho, aber er hatte Malaria, und so mussten wir seinen Gesundheitszustand beachten.
Wir haben letztendlich die Abfahrt dann für morgen früh festgelegt, weil er auf jeden Fall gehen will und das Fest selbst
am Dienstag stattfindet.
So hatte ich dann noch Zeit für das Folklorefestival einer anderen Organisation (“Vivre Mieux “), bei der auch
Jia arbeitet, die uns eingeladen hatte. Es war ein Festival zur Aufklärung über AIDS, und es waren auch
lustige Schauspiele dabei, so z.B. eine Demonstration mit einem Dildo, oder die Darstellung von Geschlechtsverkehr auf der Bühne.
Man musste also nicht viel Ewe verstehen, um das Fest interessant zu finden. 🙂
Mit Jia und ihren Freund, der gerade da war und bei Peacecorps arbeitet (einer amerikanischen Austauschorganisation, die Freiwillige für
2 Jahre aussendet), bin ich dann noch in der Crémerie Eis essen gegangen (Spaghetti und Crêpes waren auch dabei)
und hinterher noch mit Mathew (ihrem Freund) ins Internetcafé gegangen.

Heute morgen bin ich dann um 11:30 aufgestanden (es war schließlich ein Sonntag) und habe um 12:30 auch schon
eine Anfrage zum Mittagessen gehabt, was ich dann mit Mathew und Jia wieder in der Crémerie hatte :). Im Anschluß
haben wir Mathew zum Bus gebracht, da er wieder los musste, und sind auf dem Rückweg zusammen mit Gregory (einem anderen
Freiwilligen von Campagne) wieder in einer Bar gelandet. Davon ging es dann direkt zum Abendbrotessen :). Auf das
“La Case ” hatte ich dann diesen Abend keine Lust mehr, außerdem wollen wir morgen um 9 Uhr losfahren, mal sehen, ob es klappt.

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