Abschiedsparty, Lomé und Bankenprobleme

Am Wochenende gab es eine Geburtstagparty am Sonntagvormittag, aber wegen Magenkrämpfen und Amöben war ich nicht da.
Am Nachmittag ging es dann wieder, so konnte ich zu der Abschiedsparty von Andreas und der Willkommensparty von Joe Kiki gehen.
Joe Kiki war (ist) ein berühmter Musiker, der schon mehr als 20 Jahre Musik macht. Er ist Togolese und bei dem Generalstreik 1992 wurde sein Lied die Hymne des Aufstands,
deshalb musste er fliehen und lebt nun in Deutschland, kommt aber ab und zu noch nach Togo. Das war auch am Sonntag der Fall, und er hat wirklich musikalisch einiges zu bieten!
Er hat selbst viele Lieder geschrieben, aber als er auf der Party losgelegt hat, kam erst einmal Marius Müller-Westernhagen!
Am Abend war dann Andreas noch bei uns im La Case und wir haben uns bis in die Nacht unterhalten.
Am Montag waren wir auch abends wieder bei Andreas, weil wir (Falk und ich) mit ihm am nächsten Morgen nach Lomé wollten, denn die Banken sagen, dass Geld abheben bzw. Traveller Checks umtauschen zZ nur in Lomé
möglich ist, da es eine Anweisung von ganz oben gab.
Wir waren also den Abend bei Andreas, der ein wenig weiter ausserhalb liegt, weil gerade kein anderes Moto frei war, haben wir uns die 125 Kubikmeter Crossmaschine genommen und sind losgeheizt. Wie es hier aber leider öfters der Fall ist,
gab es nach einiger Zeit einen kleinen technischen Defekt: das Gas hatte sich festgefressen. Also haben wir angehalten,um der Sache auf den Grund zu gehen. Nach ca. 30 Sekunden war ein anderer Motofahrer da, der helfen wollte, aber innerhalb von 4 Minuten war eine ausgebildeter Mechaniker,
der das Ganze nach ca. 20 Minuten wieder zum Laufen gebracht hatte. Wir haben ihm dann 500 CFA gegeben und sind weitergefahren.
Als wir bei Andreas ankamen, war er gerade noch im Internetcafé, da haben wir dann auf ihn gewartet und uns mit einer anderen Freiwilligen unterhalten, die dort auch lebt und vor ca. einer Woche angekommen ist (Swantje). Als um 10 Andreas kam, haben wir noch die Reste von einem genialen
Reis mit Ananas und Chili gegessen (komisch, dass es davon noch Reste gab!) und uns Bilder angeguckt; zwei andere Afrikaner waren auch noch da.
Als wir am Ende um ca. Mitternacht fahren wollten, sprang die Crossmaschine mal wieder nicht an und wir haben sie nach ca. 20 Minuten anschieben wieder in Gang gehabt.
Heute Morgen ging es dann nach Lomé, weil Andreas abfliegt. Nachdem wir am frühen Nachmittag da waren, sind wir etwas essen gegangen, haben Joe Kiki besucht, der mittlerweile in Lomé war und noch genial für uns gesungen hat. Wir waren auch auf dem Fetischmarkt, wo es getrocknete Tiere
und sonstige Voodoosachen gab. Der Führer wollte erst 1.500 CFA, als er am Ende 1.500 pro Person wollte, haben wir gesagt, dass wir dafür nicht genug Geld dabei haben und sind gegangen, mal gucken ob meine Kopfschmerzen heute Abend von ihm kommen 🙂
Es war den Abend aber auch sehr verraucht in der Stadt und wir sind an Müllhalden vorbei gefahren, die man so mitten in der Stadt, direkt zwischen zwei Bankhauptquatieren nicht wirklich vermutet hätte.
Ich habe mein Geld auch bekommen, nach einigen Umsatänden, aber bei Falk gibt es immer noch Probleme – dabei waren wir ja mittlerweile sogar schon im Hauptquartier gewesen!
Am Ende waren wir noch am Strand, habemn aber nicht gebadet, da direkt nebenan (auf beiden Seiten) die Kanalisation dort ins Meer mündet. Nach einem schönen Tag sind wir dann um 6 Uhr erschöpft nach Hause gefahren, was aber auch noch mal 2 Stunden in einem Kleinbus mit 15 Leute gedauert hat, wo ständig einer aussteigen musste.
Jetzt bin ich zwar ein Bißchen heiser von dem Rauch, aber es war ein schöner Tag, gute Nacht!

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