Kakerlaken, Schlaf, zu große Fotos und die Dschungeluni…!

Am Sonntag waren wir noch unterwegs und ich habe die Universität mal sehen können – das ist eine alte Kaffeemanufaktur, die möglichst originalgetreu erhalten bleiben soll – deswegen liegen viele Sachen doch ein bisschen weiter auseinander, aber es fühlt sich echt an wie im Dschungelpark 😉 Fotos habe ich auch gemacht. Danach dann wieder Acaí essen :D. Als ich zu Hause war, kam auch schon wieder direkt die Einladung zum Fußballspiel Brasilien – Kolumbien. Das Spiel war nicht so ganz der Renner, aber wir hatten geile Gespräche – aber nicht in dem Sinne wie der 12 jährige Hund Max, der am Ende die ganze Zeit sein Körbchen begatten wollte ;).

Gestern waren wir die Visa anerkennen lassen – wir haben es zumindest versucht! Mir hat man gesagt, dass ich ruhig große Fotos nehmen sollte, da man die immer noch mal kleiner machen kann – daran ist es dann bei mir letztendlich gescheitert – weil sie sich geweigert haben, die vor Ort kleinzuschneiden und auch nicht annehmen wollten – Brasilien ist in Südamerika auch für seine Bürokratie bekannt! Claudio, der Chilene hatte allerdings noch ein Dokument nicht dabei, was noch größere Panik vor diplomatischen Verwicklungen verursachte. Zumindest hat er es dann heute noch gefunden :).

Den Abend wollte ich noch mal wieder einkaufen und einen billigeren Supermarkt finden, habe auf dem Weg doch glatt noch mal extensiver die Nachbarschaft erkundet (sprich – verlaufen) und bin dabei sogar noch an einem Aerobicklub vorbeigekommen, mit Frontglassscheibe, ca. 30 Leuten drin, die alle Choreographie getanzt haben – im Stil von “I am gonna spank your a**”…
Sah doch eher befremdlich aus ;). Danach wieder in ne Bar mit Freunden, neue Biersorten ausprobieren. Skol ist ok und das Studentenbier, aber Brahma war noch besser – davon haben wir ne Buddel gratis bekommen, weil wir dem Kellner weisgemacht haben, dass ein Mädel Geburtstag hat :). An dem Abend habe ich auch nachgerechnet, und da Handygespräche hier ziemlich teuer sind, kam ich auf den Vergleich von 2 Stunden gemütlich Bierchen trinken entspricht ungefähr 6 Minute Telefonieren bei unterschiedlichen Gesellschaften …

So sitze ich nun gerade ziemlich erschossen im Wohnzimmer, eine Kakerlake flaniert zwischen meinem Zimmer und dem Badezimmer hin und her (übrigens die erste, die ich hier sehe! in Togo hatte ich zumindest ein Moskitonetz, aber das stört mich nun auch nicht mehr!) und habe gerade die erste Lokalkomiteeversammlung von Aiesec hier in RP hinter mir…
Zu meinem Erstaunen dauerte die bloss 30 Minuten, was zwar schade ist, aber ein bisschen nachvollziehbar, da es genau die Phase zwischen den beiden Universitätszeiten ist – zwischen Abenduni und der der Tages.
Die Leute waren bloss ziemlich schnell drin und hinterher auch schnell wieder weg – was ich bisher von denen so gar nicht gewohnt bin! Fühlte sich irgendwie komisch an …
Danach habe ich noch in eine Klasse für Management mit Konzernstrategieplanung mit reingeguckt – verstanden so 70-90%, allerdings nicht so ewig viel neues mit dabei, aber da ich nun gerade doch schon ein bisschen übernächtigt bin, war mir das am Ende auch zu viel ;).
Zum Glück ist dann jemand nach der Stunde mit dem Auto bei mir in der Nähe rumgefahren und konnte mich absetzen :).

Die letzten Tage waren mal die ersten Tage, in denen ich mit meinem Mitbewohner länger gequatscht habe – was allerdings meist nur Nachts geht – also hat es bis 2.30 Uhr gedauert, und das 2 Nächte in Folge.

Meine Kollegen auf der Arbeit schienen allerdings in den letzten Tagen auch nicht viel besser dran zu sein … 10 Minuten mit dem Kopf auf dem Tisch war unser Chef, ne andere Kollegin schlief ca. 5 Minuten im Sitzen und arbeitete dann nahtlos weiter…
Nur die Personalchefin pennt nicht, aber sagt auch nix – irgendwie auch ein komisches Gefühl, aber wenn man mal wieder zu viel zu Mittag hatte, stört einen das auch nicht mehr :).

Soweit erst mal :)…

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