Salvador, Axé, Kater – Karneval!

Nun bin ich endlich in Salvador und habe schon den ersten Kater, aber dazu später ;).

Zuerst standen mir 28 Stunden Bustour (für ca. 100 Euro) bevor – nachdem am Abend vorher so etwas wie eine Abschiedsparty für die Freiwilligen war, die im nächsten Monat zurück gehen – eigentlich alle ausser mir :(.

Auf jeden Fall dauerte die Party bis ca. 4 Uhr morgens. Nach also ein bisschen Pennen von ca. 5 Stunden ging es Mittags in den Bus – der gleich mal ne Stunde später kam, weil er noch zur Wartung in einer Werkstatt war. Das sollte sich allerdings noch unterwegs fortsetzen, so dass wir einige weitere Stopps hatten und die Fahrt 35 Stunden dauerte und ich ca. 10 Uhr Abends ankam – was natürlich nicht hiess, dass die Party vorbei war – ganz im Gegenteil!

Weil ich später kam, bekam ich zu hören: “Wir gehen direkt, Dusche oder sowat gibbet nich, sondern Party unnd Umzüge bis 5 Uhr morgens. Lass deine Wertsachen im Auto – willste ‘n Bier?”. Das habe ich natürlich gleich angenommen und so ging es zur Parade.
Das ist ein bisschen ähnlich wie in Köln – und doch ganz anders!
Da wären:

1. Die Musik: Axé, sprich Asché, die von der Fröhlichkeit und Dynamik doch dem Samba sehr nahe kommt, aber wir sind hier nicht in Rio, deswegen gibt es auch nicht hauptsächlich (aber vereinzelt doch) Samba, sondern halt Axé. Die Singer stehen auf den Trucks (ähnlich wie bei der Loveparade) und singen und animieren die Menschen. Es gibt berühmte Bands wie “Chiclete com Banana” (“Schikletsch kon Banana”) – Kaugummi mit Banane. 😉

2. Die “Blocos”:
Tanzen kann man auf verschiende Arten: Im Bloco – also direkt am Truck (wo angeblich die süssesten Mädels sind). Dabei ist dann die Eintrittskarte ein Hemd / T-Shirt, das vor Farben nur so explodiert und das typische Bild für den Karneval hier sind. Allerdings sind sie auch entsprechend teuer – 30-300 Euro für 1-3 Tage im Bloco, je nach Gruppe.
Wer nicht im Bloco ist, macht pipoca – Popkorn, bedeutet ungefähr sowas wie Rumhüpfen wie poppendes Popkorn, allerdings in diesem Fall das Stehen am Strassenrand ohne zu Bezahlen – auch so kommt man zu seinem Anteil an Mädels und Party ;).

3. die Temperaturen selbstverständlich 😉

4. neben Axé gibt es auch noch andere Musikarten – je nach Region wird das halt mehr oder weniger gespielt. Es gibt so einige Regionen, die verschiedene Karnevals haben – alle jeweils auf ihre eigene Weise berühmt, wie Rio de Janeiro, Diamantina, São Paulo, Recífe oder halt Salvador um State Bahía ;). Auch elektronische Musik hatten wir gestern – mit einem sehr bekannten DJ aus England – das wirkte dann doch eher wie Loveparade, es ist halt alles im Mix ;).

Heute morgen wachte ich also mit schon dem 1. Kater auf – Bier kostet ca. 80 cent pro 1/2 Liter, selbst auf der Strasse – und bereite mich langsam wieder aufs Ausgehen vor. Ich muss bloss gucken, ob ich noch was von der Stadt sonst zu sehen bekomme – natürlich ist hier Chaos ohne Ende und man kommt ohne eigenes Auto nirgendwo mehr hin! 😛
Sonst muss ich halt noch mal zurück kommen – hätte ich auch nix gegen ;). Wenn ich also nicht wegen der Mädels hier gegen nen Laternenpfahl laufe, dürfte das gut drin sein – am Besten mittendrin! 😉

Soviel heute nach dem 1.Tag, demnächst mehr 😉

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