Abschied, Unfall und Umzug

Der letzte Tag der Party geht vorbei…
den letzten Kuss noch auf den Lippen marschiere ich morgens um 8 langsam vom anderen Ende der Meile zum Bus…
vorbei am Meer, dass weich an den Strand spült,
über die Straße, bei die mit Wasser gespült wird, so dass ich vor lauter Reflektionen nichts mehr sehen kann und fast in der AfterPartydisko lande, die morgens um 8 erst aufmacht,
vorbei an den letzten Patroullien der Militärpolizei, nun schon immer 50 auf einmal,
vorbei an den letzten Ladies und älteren Damen, die einem “Gringo” hinterherrufen,
vorbei an den abgestellten Trielektrikos, die nach der nächtlichen Tour morgens um 6 noch das 2. Mal losgezogen sind, um morgens um 9 wieder Konzerte zu geben … die Stadt schläft echt nie…, … und am Ende zum Bus, wo ich langsam zu einigen Feststellungen über den Karneval komme:

1. such dir ne günstige Unterkunft, sonst kommst du gar nicht erst an Land (vielleicht auch eine, wohin du jemanden mitnehmen kannst? ;))
2. das Bier ist saugünstig (50 Cent / 0,5 Liter)
3. es ist egal, ob du deine Freunde auf dem Weg verlierst – das tust du sowieso! – wichtig ist bloss, wo du sie wiederfindest! (und wenn das nicht klappt, findet man von den 10 Leute in meinem Fall doch immer wieder einen irgendwo ;))
4. das nächste Mal ne Einwegkamera …

Nach einem kurzen Zwischenstopp bei meiner Unterkunft ging es also mit dem Bus wieder Richtung Ribeirão Preto … was diesmal allerdings 38 Stunden dauern sollte, da wir auch noch in einen Unfall verwickelt waren.
Als ein Auto auf der Gegenfahrbahn bei Regen versuchte, einem LKW auszuweichen, dabei die Gegenfahrbahn einmal überquerte und sich auf der anderen Seite mehrfach überschlug, schleuderte es auch einige Steine durch die Gegend, wovon einer unsere Windschutzscheibe traf. Diese war zumindest nicht zertrümmert, aber wir mussten doch noch auf die Polizei warten. Solange gingen 35 der 40 Menschen im Bus gaffen und ich blieb mit 5 Leuten zurück. Die Fahrerin hatte wohl innere Verletzungen, aber zumindest ist ihrer kleinen Tochter nichts passiert. Vom LKW Fahrer habe ich nichts mehr gehört …

Als ich dann nach 38 Stunden wieder “zu Hause” war, war das schon woanders – der halbe Umzug war schon vollzogen, obwohl Ashley nur einen halben Tag vor mir nach 2 Monaten aus den USA wiedergekommen war. So komme ich vom Karnevalsstress also in den Umzugsstress und glaube ich werde gerade ein bisschen krank – aber gelohnt hat es sich trotzdem… 😉

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