Das neue Haus, Reste vom Karneval und São Paulo, Men in Black und Zähnen ziehen!

So, nachdem ich nun vom Karneval zurück bin und mich auch langsam zumindest schlafmässig auf der Höhe befinde (ein bisschen krank bin ich glaube ich immer noch) und in der letzten Zeit auch eher mit der CCVPIS Bewerbung beschäftigt war (wobei die Chancen dafür glaube ich ziemlich gut stehen, komme ich nun auch mal wieder zum Blog schreiben…

Das neue Haus gefällt mir eigentlich besser als das alte, hat allerdings auch kleine Nachteile:

+:

– das Haus ist größer
– wird sind zZ. ca. 5 Leute hier, so ist man weniger allein (war ich ja vorher seit Dezember!)
– wir haben eine Putzfrau
– wir haben einen 35 Zollfernseher 😀
– wir haben einen Pool!
– die Sauna muss ich noch mal ausprobieren
– das Internet ist endlich schneller 😀
– wir sind noch näher am Zentrum

-:

– mein Zimmer geht direkt zur Hauptstraße – wird oft laut und man weiss nicht genau was man alles einatmet…
– als ich ankam war erst mal für eine Woche der Kühlschrank kaputt! Erst heute wurde der wieder gefixt …
– der Abfluss in der Küche ist laufend verstopft (nicht im Sinne von einem Paradox :P)
– ich habe nun einen Weg von ca. 15 Minuten zur Arbeit – allerdings kann man so auch mal mehr Nachdenken 🙂
– die Nachbarn sind etwas lärmempfindlich
– ich wohne direkt mit Ashley im selben Zimmer, kann stören bei Damenbesuch 😉

Das Haus ist direkt gegenüber von einem Krankenhaus, so dass theoretisch die Leute immer rübergucken können, weil wir genau gegenüber den Fenstern am Ende des Ganges liegen … zumindest gibt es Vorhänge!

Das nun mal als kurze Übersicht. Bisher habe ich mich nun ca. 1 Woche eingelebt und mal gucken wie es sich noch entwickelt.

Nun habe ich auch noch ein Foto vom Karneval aufgetan, so dass ihr noch ein bisschen einen Eindruck bekommt :D.


… und auch noch mal einen Blogeintrag auf einem insgesamt ziemlich interessanten Blog! über Brasilien – in diesem Fall über den fetten Karnevalskönig in Bahia – oder eben auch nicht! 😉

Auch möchte ich euch nicht meinen Trip nach São Paulo vorenthalten, den ich eigentlich sogar schon vor dem Karneval gemacht habe! 😉

São Paulo ist die größte Stadt Brasiliens (klar bei 16 Millionen Einwohnern) und auch das wirtschaftliche Zentrum der Nation (mit Rio de Janeiro und der Hauptstadt Brasilia). Nur ca. 10% der Stadt sind mit der Metro angebunden und sogar die Uni hat keinen Metroanschluss!

Es gibt so einige Metrostationen mit komischen Namen…
– Zähneziehen (Tiradentes, berühmter Revolutionär – von Berufzahnarzt)
– Licht (Luz)
– Freiheit (Liberdade)
– Schokoladencreme (Brigadeiro, was auch ein Brigademitglied ist :))
– Gesundheit (Saude)
– Betlehem (Belém)
– Anhangabáu (immer noch keine Ahnung was das heißt :P)
– Armenien …

Als ich dort war, blieb ich im Haus des nationalen Kommittees von AIESEC in Brasilien. Das war ein Haus ausgelegt für ca. 10 Personen, wo eigentlich 15 Personen ständig leben und mit der ständigen Fluktuation von Nationalen Strategie Leitern oder Leuten wie mir waren es dann mal wieder 20 – ich habe Glück gehabt und ein Bett bekommen, weil zwei der NSL morgens um 5 den Bus nach Rio und Viktoria nehmen mussten :P. Das Komittee für den International AIESEC Kongress ist dort auch untergebracht (und wird es wohl auch bleiben, wie ich vor 2 Tagen mitbekommen habe, es wird dann bloss ein bisschen umdisponiert – nicht nur ein Kühlschrank für 20 Leute :P).
Der Präsident von AIESEC (kurz @) hatte sogar seine Mutter für eine Woche dort, weil sie einen Kurs an seiner Musikschule gegeben hat, aber komisch fühlte es sich doch an …
Wir waren also am Samstag Abend in einer Bar, seine Mutter war auch dabei, aber er war der Einzige, der doch noch ein Mädel abgeschleppt hat (vor den Augen seiner Mutter) =) ). Die Bar war ziemlich geil, mit MPB (Musica Popular do Brasil = brasilianischer Pop), eigentlich nicht zum Tanzen, was aber am Ende trotzdem alle getan haben. Es gab 2 Etagen / Bühnen und das ganze erinnerte mich an Südstaatenromantik aus New Orleans. Das Bier war mit 6 Reais pro 0,6 Liter (ca. 2,5 ?) für meine Verhältnisse teuer – in der Disko hier kann es noch einmal gut das Doppelte werden!, São Paulo ist teuer!)

Hier sonst auch noch mal ein Blogeintrag über Tropa Elite – den Filme, über den ich schon berichtet hatte und Gefängnisverhältnisse in Brasilien … auch in São Paulo!

Aber fangen wir mal am Freitag an:
Kurz vor der Abfahrt noch mal Thermometer checken: 40 Grad! Dies vor allem, nachdem ich den Blog eines Freundes in Canada gecheckt habe … 😛

Nachdem mein Freund, bei dem ich pennen sollte Gelbfieber hatte und lieber nach Hause gefahren ist, habe ich mir 4 Stunden vor der Abfahrt nach SP noch den Platz im MC (Member Committee) gesichert, was sich letztendlich sogar als Bett rausstellte.
Nachdem ich ca. 1 Stunde rumgeirrt und öfters von Leuten in die falsche Richtung geschickt worden war und an der Tür noch mal 5 Minuten auf mich aufmerksam machen musste, hatte ich einen verdammt geilen Abend … (irgendwie im wahrsten Sinne des Wortes, aber das wird besser nicht öffentlich oder wirft ohne Hintergrundwissen ein komisch Bild auf @Brasilien 😛 … ^^).

Am Samstag ging es dann auf die Australische Party im Park, was einer der Gründe gewesen ist warum ich mir gesagt habe: Dieses Wochenende hat einen Grund mehr nach SP zu kommen! Es war auch eine geile Party, mit ca. 4 Australiern, einem Neuseeländer, 2 Brasilianern, die schon ein Jahr in Deutschland waren, einigen anderen 5 Nationen und natürlich Brasilianern (ca. 20 Leute insgesamt).

Nach dem Versuch einer Runde Kricket ging es dann Abends noch in die vorher bepriesene Bar. (Da waren allerdings teilweise andere Leute mit dabei).

Am Sonntag zog ich dann noch mit 2 Trainees los, von denen ich einen auf der Aussiparty kennen gelernt hatte.

So traf ich mich mit dem Chilenen (Fernando) und dem Briten auf der Rua Paulista – und wir merkten, dass wir ohne uns abzusprechen die MEN IN BLACK waren ;). Der Musikgeschmack war dann auch ähnlich und wir hatten gleich was zum Quatschen :).

Dann haben wir / ich noch etwas von der Stadt gesehen:

Erst waren wir auf dem Platz von Chinatown, wo sie das chinesische Neujahr vorbereitet haben – erst australische, dann chinesische Fete und dass in Brasilien :P.

Auf dem Weg haben wir auch eine Sambaband getroffen, die für den Karneval geprobt hat – einfach geil! Es war aber nur ein Mann dabei :P. Kurz darauf sagt mir ein Mädel auf der Straße – “Du bist blond, du hast ne Digicam, du bist Deutscher!” – krass was für Stereotypen die hier haben! Kurz vorher hatte ich mich noch gefragt ob ich berühmt bin, weil eine 40jährige sich unbedingt mit mir ablichten lassen wollte! ^^

Und ein Urwaldpark inmitten der Stadt …

So hatte ich also meinen Spaß und komme hoffentlich bald (als CCVPIS wieder 🙂 ). Das Interview ist am Dienstag … 😀

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