Halb Halb, Ostereier, einer weniger und neuer Job im Juni…?

Hehe, wieder eine Kuriosität mehr gehört – ich sollte eine Zahl notieren und mir wurde diktiert :

vierfünfhalbhalb … ich dachte mir: ok, 45,5 und dann was…?

Dann kam die Erklärung, dass sie hier öfters solche Sachen machen, aber es in diesem Fall 4566 bedeutet – ein halbes Duzend = 6, richtig? ^^

Ein Schokoladenei habe ich hier letztens auch in die Hand gedrückt bekommen – Schokolade mit Krokant, bloss ein bisschen weicher, aber sogar in der typischen deutschen Form!
Irgendwie kam aber noch nicht die Osterstimmung auf – es wurde auch nicht offiziell als Osterei verkauft.

Leider wurde dem Prakti aus Dubai nun falsche Visum verpasst und er müsste nach Jordanien, um das andere zu beantragen – was 6 Monate dauert – damit er kommt er wohl dann leider nicht mehr :(.
Es soll also noch ein Chinese kommen, aber dann bin ich fast der einzige hier …

Allerdings habe ich mit meiner Firma gesprochen und ich werde mich nun als “Congress Comittee Vize President Information Systems” bewerben für den internationalen Aiesec Kongress im August (mit über 1000 Teilnehmern aus aller Herren Länder) – das wäre dann ab Juni ein Vollzeitjob und ich würde wohl nach São Paulo ziehen – wenn ich denn gewählt werde, aber die Chancen stehen gar nicht mal so schlecht! Die Entscheidung fällt dann Ende Februar – wünscht mir Glück :)…

Hm … Ferien und Zahnschmerzen und ein Neuanfang…?

Hm, jeder längere Zeitraum hat auch seine etwas schlechteren Zeiten und so kommt so eine auch gerade nun bei mir zu Vorscheinen – immer noch mit vielen Möglichkeiten, die sich eröffnen für die Zukunft, so dass es sicher wieder bergauf geht, aber gerade kommen doch ein paar Sachen zusammen…

Im Moment sind gerade Ferien, so dass die meisten Studenten noch bis ca. März zu Hause sind und es deshalb doch etwas sehr ruhig ist. Mein Mitbewohner ist gerade (seit Mitte Dezember) noch bis 5. Februar in den USA auf Reisen, so dass das Haus etwas sehr leer ist. Zudem müssen wir kurz nach seiner Rückkehr umziehen, weil der Besitzer das Haus für seinen Sohn braucht, der zum Studieren kommt.
Zudem ist gerade das Semester zu Ende, so dass 2 meiner besten Freunde (Foka und Porto) nach São Paulo gehen um bei einer Bank zu arbeiten. São Paulo ist zwar immer noch nicht aus der Welt (4 Stunden im Bus,ca 15 Euro), aber doch eindeutig aus dem Alltag weg …

(Foka ist rechts, links Lukas, Spitzname “mein Sohn :P”)

Die anderen Exchangees gehen auch fast alle im Februar / März, so dass ich dann der Einzige bin, der länger bleibt…
Dazu gesellten sich dann am Sonntag noch der Anfang von Zahnschmerzen, der zwar nicht übermächtig wurde, aber so habe ich nun seit heute 17.26 Uhr eine Zahnwurzel weniger und es werden wohl noch 2 Folgebehandlungen kommen …

Aber so geht es dann doch wieder bergauf in der nächsten Zeit … der Zahnarzt war auch schon einmal kurz in Hamburg – eigentlich war er in Köln und wollte seinen Flieger in Frankfurt bekommen, aber wie ihr sicher merkt, hat er wohl den falschen Zug erwischt (weil die dt. Bahn eben nicht pünktlich war und ein anderer Zug auf dem Gleis stand). So hat er dann in Hamburg einen anderen Zug nach Frankfurt genommen und hat sich mit 2 schweren Koffern 5 Minuten lang unseren Hbf ansehen dürfen :). Er war auf jeden Fall richtig cool drauf und hat alles alleine gemacht – keine einzige Zahnarzthelferin oder Ähnliches! Die Zahnfüllung / -rekonstruktion wird dann wohl seine Frau machen, die Spezialistin dafür ist :P.

Zudem kommt demnächst ein neuer Praktikan aus Dubai, der wohl die ersten paar Tagen dann bei mir wohnen wird, yay :). (…und zu noch unbekanntem Zeitpunkt ein weiterer Chinese.)
Direkt im Anschluss geht es dann nach Salvador zum Karneval – ca. 2000km! Entweder bekomme ich noch einen günstigen Flug (gibt hier viele Sonderangebote, aber ich glaube, ich habe da kein Glück mehr) oder verbringe dann halt 2×2 Tage im Bus – yay! (hoffen wir mal, dass sich dann mein Zahn nicht wieder meldet :P.)

Am Samstag war ich mit Amitava, dem Inder, in der Stadt und habe mir den “Markt” angeguckt – in Deutschland nennt man das langen Samstag, wenn die Geschäfte offen sind ^^. Ich habe mir ein Weihnachtsgeschenk gegönnt – 2 T-Shirts für insg. 120 reais – ca. 45 Euro – aber sie sehen auch hammer aus :). Auch eine Capoeira Gruppe haben wir gesehen und so habe ich eine ältere Nummer angerufen, die man mir gegeben hat, um auch mal in Richtung Capoeira aktiv zu werden :). Mal gucken, was dabei rauskommt :D.

(Mehr Fotos > hier <)

Und zu guter Letzt werden diese Woche die Bewerbungen für den Congress Comittee Vice President Information Systems eröffnet, auf den ich doch ziemlich Bock habe. Nun muss ich nur noch gucken, wie ich das mit dem Praktikum in Einklang bringen kann, denn meine Chancen stehen glaube ich nicht ganz so schlecht :D.

Also – wünscht mir Glück! (In so einigerlei Hinsicht, wie ihr vielleicht gemerkt habt…) Ein neues Jahr – neue Herausforderungen – gehen wir es an!

Warme Grüße aus Brasilien so lange und bis zum nächsten Mal…

You know you are …

Das hier habe ich gerade gefunden, und der Vergleich zeigt mir schon, dass ich ein bisschen besser als Brasilianer passe als zuvor, natürlich aber auch immer noch ein Deutscher bin :).
Testet euch doch auch mal :)…

—-
You know that you are brazilian when you …

You think American bathing suits are enormous.

You like Guarana better than Coke.

If someone tells you to be at a certain place at 1:00 pm, you don’t show up until 2:30 or 3:00 p.m.

You know who Xuxa and Pele are.

You still argue Pele is better than Maradona.

Your entire family goes to grandma’s house on Sundays for a big family get together….even when you guys see each other everyday.

You can name at least 30 novelas and 10000 actors/actresses.

You would rather die than see Argentina beat Brazil in soccer.

BBQ means steak, sausage, chicken wings, pork, rice, farofa, molho and beer.

You are the loudest person in the room.

You have a Brazilian flag hanging from your car’s rearview mirror.

You travel to Brazil and instead of taking a suitcase with all your stuff, you take presents for the entire family, the dog, the neighbor, not to mention the old/used clothes that you take just in case someone needs it.

You’re so proud that you’re Brazilian you tell everyone.

You leave your house spotless when you have people coming over.

You have a sweet ass (or you like women with them).

You understand & speak Spanish, but when you say a word in Portuguese no one understands you.

You can drop it like it’s hot.

Your jokes are always about Portuguese people.

You take soccer too seriously.

You cried when Brazil lost the world cup.

You go to a birthday party,and you can’t leave until you take that piece of cake home.

You know what Capoeira is.

You know a lot about Samba and Pagode.

You eat rice and beans at least 7 days a week.

Your breakfast consists of milk and coffee, bread with butter and a piece of cake.

Everyone thinks you’re everything but Brazilian.

You know who Os Trapalhoes, Turma da Monica, Zico, Caetano Veloso, Tom Jobim, Elis Regina, Ronaldinho, Jo Soares, Cazuza, Gilberto Gil, Silvio Santos, Roberto Carlos, Ayrton Senna, amd Carmem Miranda are.

You go to a bar and ask for salgadinhos with guarana.

You are so used to corruption that nothing surprises you anymore.

You know how to play dominoes and cards.

You have a sense of fashion.

You wear slippers..a lot!

You know how to play volleyball and handball.

You take pictures everywhere you go.

You know what it’s like to buy liquor without an ID.

You know how to party, and if the party isnt over after 5am…its not a party!

Any holiday…being it official or not, is an excuse to stay home from work and take a week vacation.

You know what feijoada and pave are.

Your favorite drink is Caipirinha.

You dress up to go to the supermarket.

You spend an entire day at the beach.

You are too friendly.

You like it hot and sweaty. Both in and outside of the bedroom.

You make friends everywhere you go.

Cachaca rocks your pants off.

You grew up dancing/singing to Xuxa.

Easter is incomplete without bacalhau.

You own havainas in every color imaginable.

You went to Disney World for your 15th birthday.

No meal is complete without rice, farofa and feijao.

You’ll fly Varig even if it’s a little more expensive because it’s Brazilian.

You like mayonnaise on your hot dogs and Americans think you’re crazy for it.

You love coracao de frango.

You own a pair of white pants.

You know what bossa nova and pagode is.

——-

Und hier nun gleich noch mal der dt. Teil, ich fühle mich (natürlich) als eine Mischung aus beidem :).:

——-

You know you’re German if…

You separate your trash into more than five different bins.
Your front door has a sign with your family name made from salt dough.
You carry a “4You” backpack.
You eat a cold dinner at 6pm.
You call your cell phone “handy” and a projector “beamer”.
You have no problems with nude beaches and saunas.
You have asked your Asian-American friend, “No, but where are you *really* from?”
You have gotten splinters from environmentally friendly toiled paper.
You call an afternoon stroll “Nordic Walking”.
You are shocked when you have to pay for dental care.
You own a pair of jeans in a color other than blue.
People start talking about Hitler and Hofbräuhaus when you tell them where you’re from.
Tenth grade was all about dancing lessons.
You work 40 hour weeks and have 6 weeks of vacation a year, but complain about hard times.
Your childhood diet consisted of Alete and Zwieback. Your college diet consisted of Miracoli and Döner.
You were educated about sex by Dr. Sommer.
You yell at people for jaywalking.
You grew up watching “Löwenzahn” and “Die Sendung mit der Maus”. And Baywatch.
You think college tuition is an outrage.
You routinely go 100mph on the highway and tailgate heavily.
On your last day of high school you made your teachers sing Karaoke and jump through hoops.
You wear brown leather shoes.
Your first audio tape was Benjamin Blümchen and Bibi Blocksberg.
You have ended an English sentence with “…, or?”.
You can tell at least one Manta joke.
You’re a college student in your 11th year.
Your first sexual experience was on Sat1, Saturday night at 11pm.
You spent hours in school learning to pronounce “th”.
You expect chocolate in your shoes on December 6th.

Silvester in Florianapolis, am wütenden Strand mit 7 Wellen und einem alten Freund …

Nach einigen wundervollen und entspannten Tagen (wir auch noch mal Bowlen) ging es also Richtung Süden, nach Florianapolis – oder im brasilianischen (Surfer-)Slang – Floripa!
Spontan konnte ich doch noch bei der Familie mitfahren (auch auf der Rückfahrt), weil sie noch einen 12 Sitzer Schulbus organisiert haben, mit dem wir dann mit 10 Leute unterwegs waren – 1000 km eine Richtung!

Die Fahrt sollte um 4 Uhr morgens losgehen und geplant war so gegen 2 oder 3 Uhr nachmittags dann dort zu sein.
Wir kamen um 5 Uhr los und mit einigen Irrungen, einem kaputten Tacho, einem bedenklich leeren Tank zwischendurch, einem Mittag in einer Spelunke, bei der ich selbst nichts mehr gegessen hätte, was auf den TISCH gefallen ist und der Wirt unsere Bestellungen “Schinken mit Käse” mit “Hähnchen mit Käse” durcheinander gebracht hat und wir heute noch den Käse suchen, und ein bisschen Stau kamen wir dann um 10.30 abends an :). Mein alter Freund Marcelo holte mich dann am Busbahnhof ab und so residiere ich nun gerade bei ihm bis 31.Dezember :). Seine Studentenwohnung ist gespickt mit deutschen Postkarten, einer Bierflagge, Becksflaschen und jeder Menge Erinnerungen :).

Ein bißchen Erklärungen:

Marcelo ist ein Brasilianer, den ich vom ICJA Jugendaustausch kenne, als er 2005-06 in Deutschland in Bremerhaven war. Wir hatten öfters miteinander zu tun und nun komme ich nun dazu, ihn hier zu besuchen :). Er hat ein halbes Jahr Geographie angefangen und nun sind seine Wände im Badezimmer und seinem Zimmer voll mit Sachen über Jura – wozu er nun seit einem Jahr gewechselt hat.
Florianapolis ist ein Surferparadies mit ca. 23 Stränden – die ganze Stadt ist eine Insel mit ca. 90km von Norden bis Süden, jeder Menge Stränden, einer Uni mit 32.000 Studenten und zur Zeit einer Temperatur von 30 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von ca. 80%. Mit den Bussen innerhalb der Stadt ist man fast überallhin 1 1/2 Stunden unterwegs (also hauptsächlich zu den Stränden 😉 ).

Am 29.12. waren wir mit den Fahrrädern unterwegs und dabei ordentlich schwitzen. Die Westseite der Insel ist dem Kontinent zugewand und hat keine Wellen am Strand. Hier wird auch das Abwasser der Stadt entsorgt, weshalb man hier eher nicht schwimmt (einige haben es trotzdem getan :P). Hier habe ich das erste mal seit den 3 Monaten hier endlich das Meer gesehen :). Der Geruch ist in Hamburg noch intensiver, aber hier auch verdammt salzig :). Abends waren wir dann noch in der Lagune, dem Partyplatz hier für die Einheimischen (und die massig Touristen, die mit dem Auto vorbeifahren und versuchen einen Parkplatz zu finden – als ob jeder Tourist versucht, mitten auf der Reeperbahn was zu finden! 😉

Die Tage danach musste Marcelo leider wieder lernen für sein Examen im März und so guckte ich mich nach Alternativen um. Für den Strand oder die Innenstadt wurde es plötzlich von oben zu nass, aber für Abends fand ich dann noch einen anderen Aiesecer, der in eine Pagodebar wollte. Nachdem er mich nicht um 22.30 sondern 0.30 abholte und die Bar keine Pagodeparty hatte, sondern eine Diskoparty, der Eintritt keine 7 Euro, sondern schon bei 30 Euro lag (und noch auf 40 Euro stieg, während wir davor standen) entschieden wir uns dagegen, reinzugehen und leisteten dem Bierverkäufer davor Gesellschaft, eine ulkige Gestalt von ca. 60 Jahren, mit jeder Menge Geschichten auf Lager, der auch einige der Besucher kannte (wenn sie denn gerade mal nicht Touristen waren). Immer noch ein genialer Abend ^^.

Am 31. machte ich mich dann auf die Suche nach der Familie mit der ich gekommen war, weil Marcelo zu seiner Familie ging und ich somit wieder eine Schlafplatz brauchte. Da ich am 2. sowieso wieder mit der Familie zurückfuhr und ich sie nicht telefonisch erreichen konnte, wie wir vereinbart hatten, suchte ich sie halt persönlich erst am Strand und dann im Apartment – einen Schulbus kann man halt schwer übersehen ;). Nach 1 1/2 Stunden hatte ich sie dann gefunden und organisiert, dass ich auch über Nacht noch dort bleiben konnte – Pfadfinderinstinkte auf dem Balkon wurden wach :).
Natürlich erst, nachdem ich den “Praia Brava”, den “wütenden Strand” ausgekostet hatte mit Wellenreiten und co :).

Silvester selbst hat hier 4 Farben: Weiß für den Frieden, Rot für die Liebe, Grün für die Hoffnung und Gelb für die liebe Kohle. Als wir nachher (nach ein paar Folgen “The World’s strongest man” – ein Pole gewann) an den Strand gegangen sind um das neue Jahr zu begrüßen, waren allerdings alle auf dem Weg dorthin (ca. 500 Leute) und waren alle in weiß. Das T-Shirt (weiß mit “Paz” – “Frieden” Aufdruck), dass ich von Marcela zu Weihnachten bekommen hatte, bekam nun einen ganz anderen Sinn ;). Es gab natürlich auch jede Menge Feuerwerk und dann noch die Tradition (sobald man am Strand ist) über 7 Wellen zu hüpfen, da es einen Heiligen gibt, der alles schlechte Alte mit den Wellen fortspült und das gute Neue für uns an Land treibt – fast hätten Kaisas Flipflops dran glauben müssen, aber wir haben sie dann wieder eingefangen – sind vielleicht doch nicht so schlecht :).

Mehr Fotos wieder > hier <.

Die Rückfahrt dauerte auch wieder etwas länger – keine 10 Stunden, sondern glatt 16, so dass wir um 4 Uhr morgens dort waren. Um 12 Uhr musste ich dann noch einmal den Bus von Mogi Mirim nach Ribeirão Preto nehmen, war um 3 Uhr dort und um 4 Uhr auf der Arbeit :). Es war allerdings ein ruhiger Anfang. Nur ein Projekt erklärt, dass ich dann den Freitag noch anfangen durfte und so sitze ich nun am Wochenende schon wieder entspannt hier, warte darauf, dass mehr der Leute aus den Ferien schon mal vorzeitig zuückkommen (fast immer noch alle in den Heimatstädten), und harre dem Karneval, der ja im Februar schon wieder losgeht :)…

Weihnachten im kleinen Schlangenfluss

Mein Blog war nun schon etwas länger verwaist, also schreibe ich mal, wie meine (internetlose) Zeit war …

Zu Weihnachten war ich bei der Familie der Mitbewohnerin (Marcela) der anderen Praktikantin aus Finnland und es ging mir richtig gut :).

Ich konnte gut entspannen, es gab gut zu essen, “was zu trinken” die ganze Zeit und die Leute sind einfach liebenswert, sehr herzlich und ich liebe einfach immer noch die brasilianische Gastfreundschaft.
Die Familie stammt komplett von italienischen Einwanderern ab und war für mich auch echt wie eine Familie :).
Ein bisschen Weihnachtsgebäck, dass ich mitgebracht hatte, war auch noch übrig (Aldi verkauft ja schon im Oktober :P) und hat sie erfreut…

Am 26. habe ich dann auch noch Majoranofenkartoffeln gemacht, die super ankamen :).

Eine Nacht waren wir bei dem Freund von Marcela untergebracht, da noch mehr der Familie über Nacht hier war.
Als ich morgens im Bett lag, kam seine Mutter rein (stammt auch aus Italien) und kam mit einem Redefluss daher, dem so früh morgens keiner gewachsen ist. Nun war mir auch klar, warum Marcelas Freund immer etwas ruhiger war :).
Der Rest der Familie war allerdings der Situation gewachsen und so kam eine Lautstärke zusammen, die mich nicht länger im Bett ließ ^^.
Die anderen Tage konnte ich allerdings immer ausschlafen – und habe das auch bis ins Letzte genossen 🙂

Der Sohn der Familie spielt auch (E-)Gitarre und in einer Pagodegruppe (Pagode ist so etwas wie eine langsamere Art von Samba) mit 2 Freunden, die auch am Abend des 23. bei uns gespielt hat – und die Familie hat sich auch öfters mal die Instrumente geschnappt und mitgemacht. Dazu gab es massig zu Essen sowie zu trinken :). Also Entspannung und Familie pur über die Festtage :).

Dazu noch Bowling einen Abend und ein Telefonanruf morgens um 2 für die finnische Mitpraktikantin auf ihr Handy, bei der der Anrufer anscheinend ein Callgirl erwartete. Wie sich herausstellte, war das auch nicht das erste Mal, dass dies vorkam, obwohl sie eigentlich nicht ihre Nummer auf diese Art weitergegeben hatte … komisch :).

Mehr Fotos gibt es > hier <

nationale Konferenz mit 2 Bomben…

Die letzten 4 Tage war ich auf einer nationalen AIESEC Konferenz, bei der so einiges abging – hier mal so einige Stichpunkte, weil es doch eine ganze Menge war:

– es gab Wahlen zum nächsten Präsidenten von AIESEC in Brasilien (MCP) und der Internationale AIESEC Kongress 2008 (IC) wurde präsentiert, zusammen mit dem Team
– das Wetter war so kühl wie Deutschland im Herbst, geregnet hat es auch öfters – wieder fast wie zu Hause, nicht mehr schwitzen die ganze Zeit 😉
– es gab verschiedene T-Shirts aus anderen Lokalkomittees zu kaufen – eins davon war “Free Hugs”… eine echte Kuschelkonferenz 🙂
– es waren ca. 300 Teilnehmer aus ganz Brasilien dort, so habe ich wieder neue Plätze, wo ich auf Reisen bleiben kann :).
– Schlaf gab es wie immer mal wieder wenig
– mein Portugiesisch reicht mittlerweile so locker aus, dass ich 98% des Programms locker folgen konnte (selbst mit leichtem Kater und Schlafmangel 😉 )
– ich hatte ca. 2 Kilo an dt. Weihnachtsgebäck dabei – das ist echt gut angekommen 😉
– ich kam bei den flotten Bienen auch gut an – allerdings auch als ich im Bett lag – der Bienenstock von 1×1 Meter war genau auf der anderen Seite der Wand, so dass man in den 1. beiden Tagen sobald man in der Nähe war 5 Bienen im Haar krabbeln hatte – oder man sehr leicht auf eine im Bett raufrollte, wenn das Fenster offen war. Die nächsten Tage legte sich dies aber mit dem Regen.
– dann guckten nur noch die streunenden Hunde ab und zu ins Zimmer und machten sich bellend bemerkbar…

Es gab also massig geile Punkte auf der Konferenz… Ich habe mir mal wieder mein Programm selbst zusammengepickt, aber so macht es ja auch am meisten Spaß. Einige Punkte waren dann aber doch echte Schocker…:

Eigentlich sollte ich auch den DJ spielen, wobei allerdings in Schritten klar wurde, dass ich am Ende gar nicht spielen sollte. Bevor dies klar war, hatte ich am Sonntag Abend noch mal 4 Stunden in die Vorbereitung gesteckt und deswegen die MCP Wahlen verpasst. Als die Leute endlich dann alle rausgeströmt kamen, fing offiziell die Party an, auch wenn alle etwas betreten wirkten. Erst 15! Minuten später kam ich dann an die Information, das wir das erst mal in der Geschichte 3 Kandidaten hatten. Von diesen 3 Kandidaten wurde allerdings KEINER GEWÄHLT. Weitere 5 Minuten später habe ich dann meinen Mitbewohner Ashley zum letzten Mal vor Februar gesehen, weil er erst in seine Heimatstadt und dann in die USA geht – der Abend war für mich echt gelaufen!

So warten wir nun noch immer auf den Präsidenten, der dann im Januar gewählt wird. Durch die Wahlschlappe zieht sich alles in die Länge. Das hat es beim Internationalen Kongress leider auch schon getan, weswegen in der 1. offiziellen Sitzung des jetztigen CC mit 10 Leuten gleich der Kongress Komitteepräsident gewechselt wurde und zwar wurde es die ehemalige Finanzverantwortliche des Vorstands AIESEC Brasiliens, wo sie auch ziemlich schmerzlich fehlen wird – irgendwie folgte eine Bombe der anderen, aber es war eine Hammererfahrung…

Fotos gibt es dann demnächst, weil leider mein Kartenlesegerät im Hotel geblieben ist…

Weihnachtsschmuck, Stallone, nationale Aiesecconferenz und eine AugenOP, die mir nicht aus dem Kopf

Mittlerweile geht es hier natürlich auch wie in anderen Ländern auf Weihnachten zu, auch wenn es sich nicht ganz so anfühlt (Weihnachtsbaumbeleuchtung an Palmen ist einfach nicht das Selbe!). Zu Weihnachten haben sie hier auch meist nicht so die große Tradition mit Feiern – sie treffen sich zwar in der Familie, aber dann machen sie ein Churrasco / eine Grillfete mit allen und haben keine weiteren festen Akte …

Zumindest ist hier aber das Spiel des “geheimen Freundes” ziemlich populär (auf der Arbeit haben wir das auch, jetzt muss ich noch gucken, dass in der Karte mein Portugiesisch mich nicht verrät ^^), so haben sie dann zumindest das Schenken doch noch mit dabei… Ich werde Weihnachten wohl im Hause einer anderen Aiesecerin verbringen, die etwas weiter südlich wohnt,zusammen mit der Finnischen Praktikantin von hier.

Diese Woche war ich sogar 2x im Kindergarten – einmal am Freitag und einmal am Sonntag, weil sie ein “Fest der Bruderschaft” hatten. Es gab einige Geschenke für die Kinder und jede Menge zum Toben 🙂 . Einige der Kinder sind auch Opfer häuslicher Gewalt und können sich zumindest hier richtig (friedlich) austoben…

Mehr Fotos wieder hier

Nun möchte ich euch aber noch “Stallone” vorstellen … eine sehr vielfältige Persönlichkeit.

Er heißt eigentlich Filipe, aber seine Muskeln haben ihm dann den Namen “Stallone” eingebracht.
Er hat zwar manchmal eine ziemliche Vulgärsprache manchmal drauf, aber spielt ziemlich gut Schach und ist verdammt intelligent! Er ist professioneller ElektroDJ und hat sich an der Börse in der letzten Woche seinen Flug nach Polen verdient, wo er im Januar für 6 Monate ein AIESEC Praktikum machen wird. Englisch hat er gelernt, als er eine Webseite für den Export von Computerspielen hatte – mit 14 Jahren! Auf dem Foto habe ich mit ihm im Restaurant “Eden” gegessen – echt sowas wie ein Garten Eden, idyllisch und nur vegetarisch – und dann Stallone dazwischen wirkt irgendwie komisch ^^.
Dieser Typ ist einfach durchgeknallt, aber ich habe ihn einfach gern und man kann mit im super quatschen – er wird mir fehlen …!

Demnächst ist dann hier die nächste nationale AIESEC Konferenz, wo ich wohl als DJ hingehe – also auch etwas beschäftigt bin! 😉 Die geht vom 12.-18. Dezember. Danach noch ein paar Tage arbeiten und in die Weihnachtsferien … 🙂

Ganz aus dem Kopf geht mir aber auch immer noch nicht, dass sich Newton, ein anderer Aiesecer aus Hamburg, der gerade Praktikum Indien macht, dort eine AugenOP mitgemacht hat… Er hat nun kurze Haare und braucht keine Brille mehr :P. Die Beschreibung in seinem Blog wirken doch sehr eindringlich … immer noch …
Sein Blog

Dann habe ich noch einen interessanten Artikel auf Spiegel.de gelesen, über den FunkSänger aus Schwaben in Rio … der Funk hier ist allerdings ziemlich anders als das, was man in Europa unter Funk versteht! Beim Artikel gibt es auch einige Hörproben 🙂 .

Der Spiegel Artikel

Spanische Party, neuer Prakti, @VP Wahlen und der IC2008 …

Diesmal ist es schon so einige Zeit her, seit ich wat geschreben heff, und so wird es mal wieder Zeit – ist ja schließlich auch schon Einiges passiert :).

Am Freitag (vor nunmehr 1 1/2 Wochen) war ich wieder im Kindergarten – diesmal gab es die Schöne und das Biest und da wir weniger Freiwillige waren, gab es mehr Kiddies pro Person – deswegen auch leider nicht so viele Fotos :P). Den Abend dann wieder im Pinguims.


Kindergarten

Telefonsysteme, Tag der Farbigen, Affen und Lawinen sind teuer …

Am Wochenende in Brasilia habe ich nun auch ein bisschen mehr über das Telefonsystem mitbekommen. Dabei wird es fast wieder einfacher:
Man behandelt einfach jede Region wie ein Land!

Also ist man in Brasilia schon im Roamingbereich, zahlt aber für einkommende Gespräche noch mehr als für Ausgehende! Handynummern aus der selben Gegend gelten wie lokale Nummern, sonst muss man die Regionsvorwahl wählen, genau wie bei Festnetznummern. Alles also ein bisschen teurer – so bin ich über das Wochenende auch gleich 10 Euro (25 Reals) losgeworden, obwohl ich gar nicht viel telefoniert habe …

Am Dienstag hatten wir dann wieder einen Feiertag, den Tag der Farbigen, den es das erste mal hier in RP gab und demnächst dann sogar national geben soll. Die Hälfte wusste natürlich wieder nicht, was für ein Feiertag es war und bisher hängt der auch immer noch von der Stadt ab, in der man lebt…
Wir waren also bei der Arbeit (weil wir den Tag ja auf Freitag vorverlegt hatten) Nachmittags noch Eis essen und haben Kapuzineraffen gesehen im Park mitten in der Stadt – ca. 10 Stück, eine ganze Familie ;).

Nachdem ich vor einiger Zeit ja das Auto meines Mitbewohners leicht demoliert hatte (und seitdem den Spitznamen “Lawine” weghabe – von Snowborn zu Lawine ist es nicht weit)


hat er es nun repariert – und es wurden prompt 70 Euro (200 reals, eigentlich 330, aber er hat gesagt 200 sind ok). Die kamen dann gleich als ich mein Gehalt bekommen hatte – 950 Reals, also 100 Euro mehr als ich erwartet hatte, aber die waren dann ja gleich mit dem Auto wieder weg :P.
Ab dem nächsten Monat kann ich mich also auf mehr Geld als erwartet freuen, obwohl es diesmal genau hinkam ^^.

Wieder eine der interessanten Kleinigkeiten:
in einer Bar am Mittwoch haben sie geschnittene Limetten als Klosteine benutzt ;).

Brasília Teil 2, 12m Wasserfälle und Informatikerchurrascos

Am Samstag waren wir im Lokalkomittee von Aiesec vor Ort, ein Büro und ein Konferenzraum im Keller eines Bürogebäudes. In Hamburg haben wir mit unserem echt Glück, in Ribeirão Preto haben wir gar keins bisher …

Danach gab es dann die Kathedrale von drinnen, echt beeindruckend und ein Ort der Stille 🙂 . Das komplette Dach ist aus Mosaikglas!

Anschließend dann noch im Kulurzentrum der Bank Brasiliens. Auch dort gab es einige interessante Exponate … 🙂

Nun sitze ich gerade im Haus meines Gastgebers (Ian) im Garten und nachdem mich erst mal der Hund angefallen hat, hat mir die Mutter ein echtes Schwarzbier angeboten, was auch besser schmeckt als das mit Kaffee 😉 .

Am Freitag Abend waren wir noch auf einer Forró (sprich Fòhá) Party, was eine Musik- und auf jeden Fall auch eine Tanzrichtung ist (ein kleiner Eindruck hier, Video ist allerdings etwas größer).

Wir waren zu viert,2 Jungs und 2 Mädels. Das eine Mädel konnte ein bisschen tanzen und die andere meinte keine gute Lehrerin zu sein, als ich sie fragte, allerdings fragte mich nach ca. 3 Minuten eine junge Dame, ob ich tanzen wolle.
Als ich erwiderte: von mir aus, allerdings müsstest du mir erst etwas beibringen, holte sie gleich ihre Schwester herbei, die offizielle Tanzlehrerin war und so gab es ca. 4 Stunden lang Einzeltanzunterricht …
1. Lektion: halte die Partnerin so nahe wie möglich…
Wasser war zum Glück gratis – so viel Sport wie das den Abend war … 🙂

Am Samstag morgen ging es dann nach 4 Stunden Schlaf mit ein paar Aiesecern, Verena aus Paderborn und Kim aus den Niederlanden zu einem Geheimtip der Region – den Wasserfällen, die man langsam durchwandern kann, aber auch öfters mal springen und schwimmen muss – der höchste Sprung waren dann 12 Meter. Kurz nach uns hat ein Rasta dann noch einen Köpper da runter gemacht … o_O. Insgesamt 3 Stunden unterwegs, aber mal wieder erfrischender Sport… wie ich heute gemerkt habe, hat meine Hose nun hinten ein Loch mehr, aber es war es wert :D. Ein absolut geniales Erlebnis!

Danach ging es weiter auf ein Informatikerchurrasco, was wieder anders war als ein “normales” Churrasco. Es gab einige Mädels (ca. 1/3), aber die waren auch eher männlich angehaucht. 😛
Abends ging es dann noch an der Brücke im Süden Brasilias weiter, die sogar schon international einige Preise gewonnen hat.

Ich war allerdings schon etwas zu müde, weil ich mit der Busfahrt und co einen Durchschnitt von 5 Stunden die letzten Nächte gehabt hatte… So ging es dann auch am Sonntag ein bisschen ruhiger zu – ich habe noch den Weihnachtsmann und seine Frau getroffen, ein weiteres Churrasco besucht, Shisha geraucht und nahm Abends erschöpft den Bus nach Hause …

Alles in allem also ein gemischtes Wochenende, bei dem ich nicht wirklich bekommen habe, worauf ich mich seit 2 Monaten gefreut hatte, allerdings so einige andere neue Sachen kennen gelernt habe…